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Gefahrstofflager Flexibilität durch am Bedarf orientierte Konzepte

Autor / Redakteur: Sven Sievers / M. A. Benedikt Hofmann

Wenn Gefahrstoffe zur täglichen Arbeit gehören, steht die Sicherheit für Mensch und Umwelt an erster Stelle. Die Anforderungen an ein wirksames Sicherheitskonzept hängen von den Gegebenheiten vor Ort und den Gefahrstoffen, die zum Einsatz kommen, ab.

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Die Tätigkeiten mit Gefahrstoffen am Arbeitsplatz sind gesetzlich streng geregelt. Der Arbeitgeber ist verpflichtet Mensch und Umwelt vor den Gefahren giftiger, ätzender oder entzündbarer Chemikalien zu schützen.
Die Tätigkeiten mit Gefahrstoffen am Arbeitsplatz sind gesetzlich streng geregelt. Der Arbeitgeber ist verpflichtet Mensch und Umwelt vor den Gefahren giftiger, ätzender oder entzündbarer Chemikalien zu schützen.
(Bild: Asecos)

Für den Umgang und für die Lagerung von Gefahrstoffen muss das richtige Equipment ausgewählt und die Mitarbeiter geschult werden. Der Gesetzgeber macht dafür klare Vorgaben. Das beste Sicherheitskonzept ist natürlich nur dann nachhaltig, wenn es regelmäßig überprüft wird. Denn nur, wenn die eingesetzte Technik funktionsfähig und die Mitarbeiter sehr gut geschult sind, können die Schutzmaßnahmen wirken. Spezielle Bedingungen findet man unter anderem in der Kunststoffverarbeitung. Als einer der führenden Kunststoffcompoundeure mit über 6500 Mitarbeitern ist die Polyone Corporation, die zur SEM Gruppe (Specialty Engineered Materials) zählt, mit speziell auf den Kunden entwickelten Arten der Kunststoffaufbereitung befasst. Bis in die 1960er Jahre wurde hier Holzmehl verarbeitet, solange bis Kunststoffe den Markt revolutionierten.

Breites Einsatzspektrum

So wurde zum Beispiel in der Automobilbranche der Holzanteil fast vollständig durch Kunststoffe kompensiert. Der Einsatzbereich der Polyone Produkte ist sehr vielseitig und erstreckt sich von der Automobilbranche über das Gesundheitswesen, bis hin zur Elektro- und Lebensmittelindustrie. Diese Vielseitigkeit spiegelt sich auch in den vielfältigen Arbeitsschritten wieder: Geht man bei Polyone durch die Produktion, meint man für einen kurzen Moment in einer Großbäckerei zu stehen. Es wird gemischt und gewogen. Doch statt einer Schürze trägt man hier Schutzbrillen und Helm. In den einzelnen Fertigungsstraßen wird jeweils ein individuelles Produkt hergestellt. Die Produkte unterscheiden sich in Inhaltsstoffen, in der Farbe und in der Beschaffenheit. Die Spezialität besteht in der Veredelung.

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Entwicklungen nach Kundenwunsch

Direkt auf Kundenwunsch oder auch als Neuentwicklung werden die Kunststoffspezialitäten ausgearbeitet und perfektioniert. So wird eine gute Positionierung am Kunststoffmarkt praktisch zur Nebensache. Die Eigenschaften der Produkte sprechen für sich. Dabei ist der grundlegende Produktionsablauf immer derselbe: Granulat wird abgewogen und die vorbereiteten Zusätze werden untergemischt. Nun wird die Masse aufgeschmolzen und durch Düsen gepresst, die so entstandenen Stränge werden gekühlt und geschnitten.

Veredeltes Granulat

Am Ende entsteht also wieder ein Kunststoffgranulat, nur diesmal mit Voraussetzungen, die sich vom Üblichen abheben. Durch den Zusatz von Lichtschutzfiltern, Kohlefasern, Farben, Glasfasern oder sogar Metallen entstehen völlig neue Möglichkeiten für die Weiterverarbeitung der Stoffe. So werden sie zum Beispiel leitfähig, besonders biegsam oder thermisch stabil. Im sogenannten Innovation Center experimentieren die Experten an neuen Kunststoff-Highlights für den Markt. In aktiven Testphasen werden mehrmals täglich entzündbare Flüssigkeiten in Kleinmengen benötigt.

Vorschriften für Gefahrstoffe

Der Gesetzgeber hat Lagerung und Tätigkeiten mit Gefahrstoffen am Arbeitsplatz streng geregelt. Mensch und Umwelt müssen vom Arbeitgeber vor den Gefahren giftiger, ätzender oder entzündbarer Chemikalien geschützt werden. Die Anforderungen sind festgeschrieben in der Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV), der Gefahrstoffverordnung (GefStoffV), den Technischen Regeln für Gefahrstoffe (TRGS) und auch in den Technischen Regeln für Betriebssicherheit (TRBS). Um nachhaltig zu schützen, schreibt der Gesetzgeber für die sicherheitstechnischen Einrichtungen, zu denen Sicherheitsschränke gehören, eine regelmäßige Überprüfung vor. Auch für die Instandhaltung gelten einige Regeln. Bei Sicherheitstechnik zum Beispiel, die zum Schutz vor Gefahrstoffen am Arbeitsplatz dient, schreibt der Gesetzgeber eine regelmäßige Überprüfung auf korrekte Funktionalität vor.

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