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Automatica Flexible Montagetechnik ermöglicht angepasste Automation

| Redakteur: Rüdiger Kroh

Die Montage- und Handhabungstechnik steht wirtschaftlich momentan glänzend da. 15% betrug das Umsatzplus im vergangenen Jahr. Mit modularen Lösungen sorgen die Hersteller für eine flexible Automatisierung der Montage.

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Stefan Roßkopf, Geschäftsführer der Teamtechnik Maschinen und Anlagen GmbH. Bild: Kroh
Stefan Roßkopf, Geschäftsführer der Teamtechnik Maschinen und Anlagen GmbH. Bild: Kroh
( Archiv: Vogel Business Media )

Sie steht immer etwas im Schatten der medienwirksameren Roboter, dabei ist die Montage- und Handhabungstechnik der umsatzstärkste Bereich der Branche Robotik und Automation. Nach Angaben des zugehörigen VDMA-Fachverbands aus dem April betrug der Umsatz der deutschen Hersteller von Montage- und Handhabungstechnik im vergangenen Jahr 5,1 Mrd. Euro. Das ist ein Zuwachs von 15% im Vergleich zu 2006. Für das laufende Jahr prognostiziert der Verband unter Berücksichtigung der immer noch ansteigenden Bestellungen eine weitere Steigerung um 10% auf 5,7 Mio. Euro. Inzwischen stehen die Unternehmen sogar vor Kapazitätsengpässen und Fachkräftemangel.

Gerade die Montagetechnik bietet großes Potenzial, um die Effizienz in der Fertigung zu erhöhen. Vor dem Hintergrund, dass die Hersteller von Konsumgütern ihre Fertigung an immer kürzere Produktlebenszyklen und damit sinkende Losgrößen anpassen müssen, sind flexible Montagelösungen gefragt. Die Hersteller von Montage- und Handhabungstechnik sind deshalb gefordert, ihren Kunden den jeweils optimalen Automatisierungsgrad anzubieten.

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„Heute sind flexible Produktionsmittel erforderlich, um auf Stückzahlschwankungen und Variantenvielfalt reagieren zu können“, erklärt Stefan Roßkopf, Geschäftsführer der Teamtechnik Maschinen und Anlagen GmbH in Freiberg am Neckar. Er setzt mit seinem Unternehmen dabei auf modulare Montageanlagen, die einen möglichst raschen Modulwechsel und die Wiederverwendbarkeit von Modulen bei unterschiedlichen Aufgaben ermöglichen.Auf diese Weise lässt sich die erforderliche Flexibilität in der Fertigung wirtschaftlich erreichen.

Für große Flexibilität stehen auch hybride Montagekonzepte, bei denen automatisierte Stationen und Handarbeitsplätze intelligent gemischt werden. Hingegen gilt es bei Produkten, die in großen Stückzahlen bei hoher Präzision gefertigt werden müssen, nach wie vor die Taktzeiten zu verkürzen und eine hohe Verfügbarkeit der Anlage zu gewährleisten.

Montagetechnik muss Prüfaufgaben integrieren

Ein weiterer Trend, dem sich die Unternehmen stellen müssen, ist die Zunahme von Prüfaufgaben. Die Sortimat Technology GmbH & Co. in Winnenden gibt beispielsweise an, dass inzwischen 50% der Aufgaben innerhalb einer Montageanlage Prüf-aufgaben sind. Auch Teamtechnik will sich auf die Kombination von Montieren und Prüfen konzentrieren und sieht darin ein Unterscheidungsmerkmal zum Wettbewerb.

Auf der Fachmesse Automatica können sich die Besucher über diese Entwicklungen informieren und zugehörige Produkte in Augenschein nehmen. Insgesamt 323 Hersteller von Montage- und Handhabungstechnik werden sich in München auf einer Netto-Ausstellungsfläche von 13 000 m2 präsentieren.

Teamtechnik: Modulare Konzepte für die flexible Automatisierung

„Teamtechnik setzt bei seinen Entwicklungen weiterhin auf hohe Flexibilität, auf Konzepte, die intelligente Prozesstechnik mit modularen Anlagenstrukturen verbindet. Eine Produktionsanlage muss heute in vielen Bereichen schnell erweiter- oder umrüstbar sein und somit wirtschaftlich auf Stückzahlschwankungen, neue Varianten oder Produktionsverlagerungen reagieren können“, sagt Stefan Roßkopf, Geschäftsführer der Teamtechnik Maschinen und Anlagen GmbH.

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