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Flexibles Absicherungskonzept für Abkantpressen

| Autor / Redakteur: Götz Fiessler / Frauke Finus

Die Beschäftigten der Karthaus Werkstätten werden dank eines zusätzlichen Lichtvorhangs bestmöglich vor Arbeitsunfällen geschützt.
Die Beschäftigten der Karthaus Werkstätten werden dank eines zusätzlichen Lichtvorhangs bestmöglich vor Arbeitsunfällen geschützt. (Bild: Fiessler)

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Bei Mitarbeitern mit besonderen Bedürfnissen bedarf es auch schon mal besonderen Schutzeinrichtungen. So realisiert in einem Absicherungskonzept für Abkantpressen in den Karthaus Werkstätten.

Die Werkstätten Karthaus mit Sitz in Dülmen beschäftigen sich seit Jahren mit der qualifizierten Eingliederung von Menschen mit Behinderung in das Arbeitsleben. Mit Dienstleistungen unter anderem in den Bereichen Industriemontage, Textil- und Holzverarbeitung, Verpackungsarbeiten als auch in der Metallverarbeitung werden die Beschäftigten ihrer individuellen Fähigkeiten für industrienahe Arbeiten eingesetzt. Dies geht je nach Maschine auch mit einem erhöhten Restrisiko einher.

Als die Entscheidung zur Anschaffung einer neuen Abkantpresse gefallen war, sollte genau dieses Restrisiko so gut es geht reduziert werden.

Zusätzlicher Lichtvorhang für mehr Sicherheit

Im Fokus stand dabei jeglicher Eingriff einer dritten Person in den Gefahrenbereich als auch das Klemmen der Finger an der Oberwange, wenn das Blech falsch gehalten wird. Im Zuge dieser Anforderung nahm das Unternehmen Volz aus Witten mit Fiessler Elektronik mit Sitz in Aichwald Kontakt auf, um ein geeignetes Sicherheitskonzept zu erarbeiten. Nach eingehender Diskussion wurde zusätzlich zu der standardmäßigen vorgesehen Frontabsicherung Aakas ein Lichtvorhang implementiert.

Dieser Lichtvorhang soll jegliche Abwärtsbewegung der Oberwange stoppen. Somit werden Dritte, welche aus Unachtsamkeit in den Gefahrenbereich gelangen als auch die Quetschmöglichkeit der Hände an der Oberwange abgefangen.

Flexibler Einsatz des Lichtvorhangs

Eine weitere Anforderung an den Lichtvorhang ist, dass eine vorgelagerte Blechauflage im Bereich des Lichtvorhangs ausgeblendet werden muss, als auch ein Blech mit 6 mm Stärke nicht zur Abschaltung führt. Die Auswahl fiel auf einen Sicherheitslichtvorhang der Serie BLVT aus dem Hause Fiessler Elektronik. Neben einer schnellen Reaktionszeit glänzt dieser Lichtvorhang mit bis zu 11 verschiedenen Blanking-Programmen so dass dieser Lichtvorhang an die verschiedensten Anwendungsbereiche einfach angepasst werden kann. In diesem Falle kann die Höhe der Biegehilfeauflage variierten. Dies würde dann aber zur Abschaltung des Lichtvorhangs führen, wenn die neue Position nicht neu eingelernt werden würde.

Weiterhin sollte der Lichtvorhang so in das Sicherheitskonzept eingebunden werden, dass dieser per Schlüsselschalter zu- als auch abgeschaltet werden kann. Je nach Qualifikation und Fähigkeit des Bedieners hat der Gruppenleiter die Möglichkeit die Maschine mit oder ohne Lichtvorhang zu betreiben. Ein Fingerschutz ist durch das Abkantpressenabsicherungssystem Akas zu jeder Zeit gewährleistet. Um den Aufwand von zusätzlichen Geräten beziehungsweis Komponenten gering zu halten wurden die neuen Funktionen, das Programmieren als auch die Auswertung des Lichtvorhangs auf der vorhandenen Sicherheitssteuerung FPSC von Fiessler Elektronik integriert.

Diese Integration wurde dann nach Wünschen von Volz von Fiessler Elektronik durchgeführt und getestet. Die Installation, Inbetriebnahme und Einweisung an der Maschine vor Ort dann führte Volz durch. Somit wurde eine Standard-Abkantpresse innerhalb kürzester Zeit fit für einen neuen Anwendungsfall gemacht.

Den Nutzen haben die Beschäftigten der Karthaus Werkstätten: Sie werden nun optimal vor Arbeitsunfällen an der Abkantpresse geschützt.

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