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Neues Forschungsprojekt am WZL

Fliegende Messtechnik: Oberflächeninspektion sehr großer Bauteile mit Multikoptern

| Redakteur: Udo Schnell

Am WZL der RWTH Aachen ist bereits im Oktober der Startschuss für ein Forschungsprojekt zur Oberflächeninspektion sehr großerBauteile gestartet. Mit Multikopern soll die Messtechnik über Bauteile bewegt werden.

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Das Forschungsteam kam im Oktober 2017 zu einem ersten Kick-Off Meeting zusammen.
Das Forschungsteam kam im Oktober 2017 zu einem ersten Kick-Off Meeting zusammen.
(Bild: WZL/RWTH Aachen)

Messtechnik – us. Im Oktober ist in Aachen das Projekt „Automatische, Multikopter-basierte Indoor-Inspektion von großen Oberflächen“ (Amiigo) gestartet. Wie das Werkzeugmaschinenlabor WZL an der RWTH Aachen mitteilt, soll mit dem Projekt erreicht werden, dass der Aufwand der zerstörungsfreien Inspektion signifikant reduziert wird. Bisher stelle die zerstörungsfreie Inspektion eine große Herausforderung dar, wenn die Abmessungen der Bauteile die Reichweite eines Roboterarmes oder den Arbeitsraum eines Messplatzes überschreite.

Die Reduziertung des Aufwandes soll durch den Einsatz Indoorfliegender, kooperierender Messmittel möglich werden. Dabei wird, wie es weiter heißt, die optische Messtechnik zukünftig mit einem Multikopter automatisiert über die Oberfläche von beispielsweise Flugzeugen bewegt, um Defekte zu identifizieren. Erkannte Fehler sollen dann in einer „Defect-Map“ gespeichert werden.

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AiF fördert das Projekt

Gefördert wird das Projekt, so das WZL weiter, durch die AiF, konkret die deutsche Forschungsvereinigung für Mess-, Regelungs- und Systemtechnik e.V. (DFMRS). Zwei Jahre lang werden demnach das Institut für Regelungstechnik IRT und der Lehrstuhl für Fertigungsmesstechnik und Qualitätsmanagement am Werkzeugmaschinenlabor WZL der RWTH Aachen University Hand in Hand einen Ortungsalgorithmus für Defekte erarbeiten, die Integration und Realisierung sowie die Validierung der Daten übernehmen.

Das IRT werde seine Forschung zudem vorwiegend auf die Multikopter-Automatisierung fokussieren, während das Werkzeugmaschinenlabor die Messtechnik, das Projektmanagement und die Vernetzung und Kommunikation der Schnittstellen übernehmen werde. Im projektbegleitenden Ausschuss sind neben dem DFMRS, dem Werkzeugmaschinenlabor WZL und dem Institut für Regelungstechnik IRT der RWTH Aachen auch die Apodius GmbH, die Automated Precision Europe GmbH, das Faserinstitut Bremen e.V., die Five Robots GmbH, das Interdisciplinary Imaging & Vision Insitute Aachen e.V., die Lufthansa Technik AG, die Nikon GmbH, die Scisys Deutschland GmbH und die Spectair Group GmbH vertreten.

Wie das WZL ausführt, wurde während des Kick-Off Meetings am 18. Oktober die obere Rumpfstruktur von Flugzeugen und als wesentliche Baugruppe das Leitwerk (sowohl horizontaler als auch vertikaler Stabilizer) als präferierter Untersuchungsgegenstand identifiziert. Im Laufe des Projektes werde sich das Forschungsteam vorwiegend auf die Flugzeugwartung insbesondere auf die Beschädigungsuntersuchung von Flugzeugen nach Blitzeinschlag fokussieren. Neben der Flugzeugwartung wurde, wie es weiter heißt, die automatisierte Untersuchung von Beschichtungen und Schweißnähten im Inneren großer Öltanks diskutiert, die nur eine bedingte Zugänglichkeit für den Mitarbeiter gestatten.

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Udo Schnell

Udo Schnell

, MM MaschinenMarkt