Motek 2017 Fokus auf Robotik und Digitalisierung

Redakteur: Andrea Gillhuber

Anfang Oktober findet die 36. Motek statt. Begleitet wird sich von der ebenfalls von Schall organisierten Messe Bondexpo.

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Die Motek startet am 9. Oktober 2017.
Die Motek startet am 9. Oktober 2017.
(Bild: Schall)

Am 9. Oktober ist es wieder soweit: Das Stuttgarter Messeduo öffnet für vier Tage seine Tore. Parallel zur Motek, der internationalen Fachmesse für Produktions- und Montageautomatisierung, findet auch die Bondexpo statt, die internationale Fachmesse für Klebtechnologien.

Robotik und Automatisierungsbranche weiter im Aufwind

Die Vorzeichen stehen gut für die Motek, setzt doch die Automatisierungs- und Robotikbranche weltweit ihren Aufwärtstrend fort. Das vermeldet auch der VDMA: Laut dem Verband des deutschen Maschinen- und Anlagenbaus boomen die drei Segmente „Robotik, Integrated Solutions und Industrielle Bildverarbeitung“ nunmehr im 7. Jahr in Folge und auch für das Jahr 2017 wird ein Umsatzwachstum in Höhe von rund 7 % prognostiziert.

Zwar beziehen sich die Zahlen 12,8 Mrd. Euro Umsatz in 2016 und das erwartete Wachstum auf 13,7 Mrd. Euro in 2017 auf die deutsche Robotik und Automatisierung, doch lässt dies nach Meinung der Messeveranstalter durchaus Rückschlüsse auf die globale Situation zu: Der Exportanteil bewegt sich mittlerweile in Richtung 60 %, verteilt unter anderem mit 30 % auf Europa, 10 % auf China und 9 % auf Nordamerika. Damit haben sich die Umsätze von 6,2 Mrd. Euro im Krisenjahr 2009 auf 12,8 Mrd. Euro im Jahr 2016 bereits mehr als verdoppelt und ein Wachstumsende ist trotz mancher (wirtschafts-)politischen Wirren nicht abzusehen.

Veranstalter rechnet mit einer weiteren positiven Entwicklung der Messe

Die Messeverantwortlichen von Schall sind durch die positive Entwicklung, sprich: stetiges Wachstum an Robotersystemen und vor allem an robotergestützten Anwendungen beziehungsweise Automatisierungslösungen, für den weiteren Erfolg ihrer Veranstaltung positiv gestimmt.

Wie schon in den Jahren zuvor sind im Spezial- Messeführer für den Montageanlagenbau und die Roboter-Systemintegration mehr als 160 Aussteller aufgeführt. Der verstärkte Einsatz von Robotik in Produktion, Montage und Service sowie allen peripheren Bereichen stützt auch die fortschreitende Digitalisierung der Produktion in Richtung Industrie 4.0. Um den Fachbesuchern neben der Hardwarepräsentation von geschlossenen Prozessketten für die Produktions- und Montageautomatisierung auch ergänzende Informationen aus dem Bereich Software an die Hand geben zu können, wartet die 36. Motek zusätzlich mit einem Rahmenprogramm zu diesen Themen auf.

Zu erwähnen wäre hier die vom Landesnetzwerk Mechatronik BW e.V. organisierte „Arena of Integration 2017“, in der anhand eines personalisierten Produkts die Integrationsfähigkeit unterschiedlicher Kernkompetenzen einer Wertschöpfungskette realisiert wird. Beteiligt sind hier 18 Unternehmen, die sich von der Prozess- und Anlagensteuerung über das Datenmanagement und Edge-Cloud-Lösungen mit allen I4.0-relevanten Aspekten beschäftigen.

Ein weiteres Highlight stellt das im Rahmen der Motek und der Bondexpo 2017 vom Partner-Unternehmen Pilz veranstaltete Fachforum „Sicherheit + Automation“ dar. Das Fachforum informiert in sechs Einzelvorträgen zu den Themen „Umsetzung von Betriebssicherheitsverordnung und CE-Prozess“ sowie „Sichere Mensch-Roboter-Kollaboration“.

Darüber hinaus engagiert sich der Partner Verein Deutscher Ingenieure e.V. mit dem „VDI-Forum: Digitalisierung in der Produktion“. Ziel ist es, für mehr Verständnis und Akzeptanz zu werben sowie vor allem die Nutzungsmöglichkeiten der digitalisierten Produktion in kleinen und mittelständischen Unternehmen hervorzuheben.

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