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EMO Hannover 2017 Fokus liegt auf vernetzten Systemen

| Redakteur: Simone Käfer

Umfassendes IT-Know-how zieht in die Werkzeugmaschinenindustrie ein. Denn durch die digitale Vernetzung lassen sich Produktionsprozesse vereinfachen und beschleunigen. Wodurch sich für Kunden große Produktivitätssprünge erschließen können. Daher legt die EMO Hannover 2017 einen Schwerpunkt auf die digitale Werkzeugmaschine.

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Eine digitale Werkzeugmaschine soll Produktionsprozesse vereinfachen und beschleunigen.
Eine digitale Werkzeugmaschine soll Produktionsprozesse vereinfachen und beschleunigen.
(Bild: Sonnenberg)

„Connecting systems for intelligent production“ lautet das Motto der EMO Hannover 2017. Damit rückt die Weltleitmesse der Metallbearbeitung vom 18. bis 23. September 2017 das Thema Digitalisierung im Sinne von Industrie 4.0 in den Fokus. „Als Schlüsseltechniken für die Industrieproduktion stehen Werkzeugmaschine und Produktionsprozess besonders im Zentrum der vernetzten Fabrik“, erläutert EMO-Generalkommissar Carl Martin Welcker.

Ganzheitliche Lösungen

Geringere Losgrößen, komplexere Teile, größere Teilevielfalt oder die Kombination von Verfahren sind nur einige aktuelle Herausforderungen für die Industrieproduktion. Kunden benötigen intensive Unterstützung dabei, ihre Maschinen möglichst effizient auszulasten, den Materialfluss zu verbessern und die immer aufwändigeren administrativen Nebenzeiten von der Angebotserstellung bis zur Rechnungslegung weitestgehend zu automatisieren. „Diese Prozesse sind sehr komplex“, erläutert Welcker. Beherrscht man sie jedoch, erschließen sich für Kunden große Produktivitätssprünge. Sie mit passenden, durchgängigen Angeboten auch für den Mittelstand zugänglich zu machen, sei die derzeitige Herausforderung für die Werkzeugmaschinenhersteller, so Welcker.

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Dabei stehen digitalisierte Produkte und Prozesse im Fokus. Zwar können nicht alle Prozesse von der Online-Bestellung über die Auftragsabwicklung, Fertigung und Auslieferung Vollständig abgebildet werden; jedoch geht es um ein möglichst getreues virtuelles Abbild der Fabrikrealität in Echtzeit, den digitalen Schatten oder digitalen Zwilling. Auch das Prozesswissen wird zunehmend digital und damit schneller reproduzier- und optimierbar. Lieferzeiten werden kürzer, die Fehlerquote sinkt. Werkzeugmaschinenhersteller, gleichermaßen Anbieter und Anwender vernetzter Produkte, stehen mit ihrem Know-how für den Erfolg dieser Entwicklung.

Vernetzung der Wertschöpfungskette

Weiteren Fortschritt bringt die lückenlose Vernetzung der Wertschöpfungskette. Dazu gehören die eigenen Vertretungen, Niederlassungen, Lieferanten und Kunden. Firmenübergreifendes Netzwerkdenken nutzt Ressourcen und Intelligenz aus allen Quellen des Firmenverbunds. Dazu bedarf es der Offenheit bei Systemen und im Denken. Umfassendes IT-Know-how zieht in die Werkzeugmaschinenindustrie ein.

Dienstleistung rückt in den Fokus

Aus der Digitalisierung von Produkten und Prozessen können neue Lösungen und Geschäftsmodelle mit Kundennutzen entstehen und neue Anbieter in den Markt eintreten. Dienstleistung, Beratung und Service seitens der Werkzeugmaschinenhersteller bekommen einen höheren Stellenwert und sichern den Wettbewerbsvorsprung in den kommenden Jahren zusätzlich. Denn ihr Anteil am Umsatz steigt.

„Gefragt sind ganzheitliche Lösungen, die durchgängig in einem System abgebildet werden können. Sie erfordern ein umfassendes Verständnis der Prozesse bei unseren Kunden einerseits, die sich individuell stark unterscheiden können, und der komplexen Technik unserer Maschinen andererseits“, beschreibt Welcker die aktuelle Diskussion. Wo die einzelnen Anbieter in diesem Prozess stehen und wer die Nase vorn hat, das soll die EMO Hannover 2017 zeigen. „Sie ist das internationale Schaufenster für die Produktionstechnik und die beste Plattform dafür, dass Anwender Lösungen für ihre immer vielfältigeren Anforderungen finden“, so der EMO-Generalkommissar.

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