formnext-Premiere 2015 formnext zeigt Zukunft des Werkzeug- und Formenbaus

Redakteur: Peter Königsreuther

Der internationale Werkzeug- und Formenbau zeigt auf der formnext 2015 die großen Potenziale, die sich durch den Einsatz additiver Fertigungsverfahren für die Bauteilproduktion ergeben.

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Im Hybridverfahren hergestellte Angussbuchsen für Heisskanalsysteme: Der unterer Teil wurde konventionell gedreht, die Kappe mit Kühlkanal jeodch mittels additivem Prozess aufgebaut. Das und noch viel mehr gibt es auf der formnext 2015 von Ecoparts zu sehen...
Im Hybridverfahren hergestellte Angussbuchsen für Heisskanalsysteme: Der unterer Teil wurde konventionell gedreht, die Kappe mit Kühlkanal jeodch mittels additivem Prozess aufgebaut. Das und noch viel mehr gibt es auf der formnext 2015 von Ecoparts zu sehen...
(Bild: Ecoparts)

Im Bereich Werkzeug- und Formenbau werden unter anderem aktuellste Trends wie die schnellere und flexiblere Produktion von Formeinsätzen, der Einsatz neuer Materialien und die Verwendung verschiedener Additiver Fertigungstechniken präsentiert, berichtet die Mesago. „Besucher der formnext finden Lösungswege für die aktuellen und künftigen Herausforderungen in der Produktentwicklung, die stetig eine höhere Schnelligkeit und Flexibilität bei gleichzeitig hoher Qualität verlangen“, so Sascha Wenzler, Bereichsleiter formnext beim Messeveranstalter Mesago Messe Frankfurt.

Formnext punktet mit Internationalität

Der Werkzeug- und Formenbau ist außer den additiven Fertigungsmethoden einer der thematischen Schwerpunkte des Messe-Newcomers in Frankfurt am Main. Von den bisher registrierte 183 Ausstellern sind 38 in diesem Industriebereich tätig. Insgesamt hat die formnext mit zusätzlich 23 Fachverlagen gerechnet 206 Teilnehmer (Stand 01.10.2015). Der Bereich Werkzeug- und Formenbau auf der formnext 2015 zeichne sich zusätzlich durch eine hohe Internationalität aus. Diese zeige sich auch bei den spezialisierten Werkzeugbau-Ausstellern, wie Käfer Werkzeugbau, Lamy Werkzeugbau (Deutschland), Ecoparts (Schweiz), E-Mould Plastic Technology (China), Hispamoldes (Spanien), Intertech Machinery (Taiwan), oder Uratani Shoji (Japan). Außerdem präsentiert die formnext die Sonderschau Audi Werkzeugbau und verspricht einzigartige Einblicke in die Produktentwicklung der modernen Automobilindustrie.

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Welche Trends verfolgen die formnext-Aussteller?

Aufgrund der ständig kürzer werdenden Entwicklungszeiten der OEMs und gleichzeitig höherer Produktvielfalt wird der Werkzeugbau laut Dieter Käfer, Geschäftsführer von Käfer Werkzeugbau, seine Durchlaufzeit für Werkzeuge kontinuierlich reduzieren müssen. Auch die Produktivität müsse deshalb ständig verbessert werden, was eine flexible Standardisierung auf Kunden – sowie Produktgruppenebene einschließt. Eine wichtige Rolle bei dieser Entwicklung spielt laut Käfer die additive Fertigung; besonders im Bereich Spritzgusstechnik. „Aber auch der Sektor Blechumformung tut gut daran, die Entwicklung am Markt auf der Anbieter- als auch auf der Kundenseite sehr aufmerksam zu verfolgen,“ betont Käfer.

Additive Fertigung wird immer besser

Dass Potenzial aus der Kombination aus additiver Fertigung und Formenbau steckt, zeigt auf der formnext auch Ecoparts aus der Schweiz. Das Unternehmen hat sich auf die additive Fertigung von Formeneinsätzen spezialisiert und beliefert damit laut geschäftsführendem Inhaber Daniel Kündig Formenbauer in ganz Europa und Übersee. „Durch die Kombination aus beiden Technologien können wir zum Beispiel im Spritzguss die Zykluszeiten noch weiter verkürzen“, so Kündig. „Außerdem hat die additive Technik den großen Vorteil, dass wir durch die größtenteils mannlosen Prozesse auch in der Hochlohninsel Schweiz sehr konkurrenzfähig produzieren können.“ Auch für die Zukunft rechnet Kündig mit einer steigenden Nachfrage von additiv gefertigten Formeinsätzen aufgrund der raschen Weiterentwicklung der Technologie bezüglich Geschwindigkeit und Präzision.

Neu Chancen für Werkzeug- und Formenbauer

Neue, additive Alternativen für den Werkzeug- und Formenbau zeigt auch das Fraunhofer IPT: Im Projekt Ventopt etwa wurden mithilfe eines Lasers Entlüftungskanäle in ein Spritzgießwerkzeug eingebracht, wodurch eine Erhöhung der Bauteilqualität bei gleichzeitiger Reduzierung der Zykluszeit erreicht werden konnte. Dieses Werkzeug wird erstmalig auf der formnext 2015 präsentiert.

Der Schreibgerätehersteller Lamy ist auch mit im Boot und setzt im eigenen Werkzeugbau schon seit rund fünf Jahren auf additive Technologien. Lamy präsentiert deshalb auf der formnext sein entsprechendes Know-how. „So fertigen wir etwa Formeinsätze mit konturnaher Kühlung oder bereiten Kernen“, erklärt Bernd Hirth, Leiter Vertrieb Werkzeugbau bei Lamy. Besonders durch die Weiterentwicklung von neuen Materialien und Legierungen sieht Hirth viele Chancen auf die Werkzeug- und Formenbau-Branche zukommen. MM

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