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Wüstenstrom-Projekte

Forscher arbeiten am Superstromnetz

| Redakteur: Stéphane Itasse

Viele Wüstenstromprojekte setzen auf CSP-Kraftwerke – im Bild ein Beispiel aus Spanien.
Viele Wüstenstromprojekte setzen auf CSP-Kraftwerke – im Bild ein Beispiel aus Spanien. (Bild: Sener)

Lokale Politiker und Initiativen wie die DII treiben Wüstenstromprojekte in Nordafrika voran. Damit der Strom nach Europa gelangen kann, sind aber noch technische Hürden zu nehmen. Das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE forscht gemeinsam mit weiteren Fraunhofer-Instituten an verschiedenen Aspekten eines solchen „Supergrid“

In Ouarzazate (Marokko) entsteht das größte Solarkraftwerk Nordafrikas. Bereits 2016 soll dort günstiger und emissionsfreier Strom für eine halbe Million Menschen produziert werden. Zukünftig könnten Projekte wie Ouarzazate auch Strom für Europa liefern.

Auch die Wüste braucht für Stromprojekte einen zuverlässigen Netzverbund

Um Strom von Kontinent zu Kontinent zu transportieren, ist jedoch ein zuverlässiger Netzverbund auch vor Ort Voraussetzung. Fraunhofer-Forscher arbeiten deshalb an der Modellierung eines geeigneten Energiesystems und an technischen Lösungen für die Speichertechnik sowie für Gleichstrom-Erzeugungs- und -Verteilnetze.

Den technischen Details haben die Wissenschaftler des Fraunhofer ISE Modellierungen für ein geeignetes Energiesystem vorangestellt, wie das Institut berichtet. Zunächst sei das Zusammenspiel von Kraftwerken basierend auf erneuerbaren Energien und konventionellen Kraftwerken anhand einer Systemmodellierung für den Stromsektor in Nordafrika und Südeuropa abgebildet worden. Mit Hilfe eines Energiesystemmodells (Reslion), das als Optimierungsmodell implementiert worden sei, sei dann die Standortsuche für neue Kraftwerke unter Berücksichtigung aller existierenden Erzeugungs- und Speichersysteme sowie der Netzinfrastruktur erfolgt.

CSP-Kraftwerke machen Stromerzeugung aus der Sonne planbar

Demnach profitierten in Nordafrika Photovoltaik-Anlagen, die verbrauchsnah installiert sind, auch wenn dafür eine niedrigere Einstrahlung in Kauf genommen werde. Solarthermische Kraftwerke (Concentrated Solar Power/CSP) kämen vor allem dort zum Zug, wo es um große thermische Speicherkapazitäten zur Sicherung der Systemstabilität im Netzverbund gehe.

„Es ist wichtig, dass wir planbar Strom aus erneuerbaren Quellen erhalten. Strom aus Nordafrika kann zum Beispiel Lücken in der europäischen Stromerzeugung durch erneuerbare Energien füllen. Strombedarf und -überschuss standortübergreifend auszugleichen, das ist einer der Leitgedanken des Supergrid“, sagt Dr. Werner Platzer, Bereichsleiter Solarthermie und Optik am Fraunhofer ISE und Koordinator im Projekt Supergrid.

Im Unterschied zu anderen Kraftwerken auf Basis erneuerbarer Energien könnten solarthermische Kraftwerke kostengünstig und regelbar Strom liefern. Das geschehe mittels Wärmespeichern, die Wärme in Zeiten von Überproduktion zwischenspeichern und bei Bedarf in einer Dampfturbine in Strom umwandeln.

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