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Massivumformung/Leichtbau Forschungsverbund massiver Leichtbau weckt großes Interesse

| Autor: Stéphane Itasse

Über 70 Vertreter aus Industrie und Wissenschaft haben sich im Stahlzentrum Düsseldorf beim ersten Statustreffen des AiF-Forschungsverbunds „Massiver Leichtbau - Innovationsnetzwerk für Technologiefortschritt in Bauteil-, Prozess- und Werkstoff-Design für massivumgeformte Bauteile der Automobiltechnik“ über die Inhalte informiert. Wie der Industrieverband Massivumformung mitteilt, hat das Projekt eine Laufzeit von drei Jahren.

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Gruppenfoto der Teilnehmer des ersten Statustreffens des Forschungsverbunds massiver Leichtbau im Stahlzentrum Düsseldorf.
Gruppenfoto der Teilnehmer des ersten Statustreffens des Forschungsverbunds massiver Leichtbau im Stahlzentrum Düsseldorf.
(Bild: Industrieverband Massivumformung)

Nach der Begrüßung durch Dr. Hans-Joachim Wieland (Fosta – Forschungsvereinigung Stahlanwendung e. V.) stellte Dr. Hans-Willi Raedt (Hirschvogel Automotive Group, Denklingen) die Motivation zum Leichtbau in Antriebsstrang und Fahrwerk von Fahrzeugen dar, die zu der Gemeinschaftsinitiative „Massiver Leichtbau“ von Stahlherstellern und Massivumformern geführt hat, wie es in der Mitteilung heißt.

Massivumformteile sollen leichter werden und stabil bleiben

In seinem Übersichtsvortrag habe Prof. Hans-Werner Zoch (IWT – Stiftung Institut für Werkstofftechnik) die Punkte aus den vorherigen Beiträgen aufgegriffen und sie in den Zusammenhang mit den Arbeiten des neuen Forschungsverbunds gesetzt. Er habe dabei deutlich gemacht, dass Leichtbau im Automobilbau zu weniger Treibstoffverbrauch führt. Gleichzeitig sei es aber erforderlich, eine hohe Lebensdauer der verbauten Teile zu erreichen. Dazu sei eine hohe Beanspruchbarkeit der Bauteile erforderlich.

Eine Schlüsseltechnologie stelle hier der Leichtbau mit Stahl dar, der sich aber bisher überwiegend nur auf die Karosserie beschränkt habe. Das Ziel des Forschungsverbunds massiver Leichtbau sei es, mithilfe neuer Stahlwerkstoffe sowie Bauteilkonstruktionen und Fertigungsmethoden auch den Antriebsstrang und das Fahrwerk von Automobilen – vom Motor über das Getriebe bis zu den Rädern – leichter zu machen und trotzdem hohe Lebensdauererwartungen zu erfüllen.

Forschungsverbund massiver Leichtbau betrachtet komplette Prozesskette

Der Forschungsverbund mit seinen fünf Teilprojekten verbindet laut Mitteilung interdisziplinär die Prozesskette aus Werkstoff, Konstruktion, Fertigung und Innovationsmanagement bis hin zu den OEMs. Dieser Forschungsverbund gliedere sich in die Hightech-Strategie des Bundes Produktions- und Werkstofftechnologien ein und decke die Bedarfsfelder Klima/Energie und Mobilität ab. Gleichzeitig werde neben der technischen Problemlösung ein nachhaltiges Entwicklungsnetzwerk für eine neue Innovationskultur entlang der Prozesskette aufgebaut, das auch auf andere Branchen übertragbar sein soll.

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 Stéphane Itasse

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