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„Women in Work“-Index

Frauen im Job fast gleichberechtigt

| Redakteur: Jürgen Schreier

Immer mehr Frauen stehen im Job „ihren Mann“.
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Immer mehr Frauen stehen im Job „ihren Mann“. (Bild: Lizenz: CC0 Public Domain)

Deutschland verbessert sich im„Women in Work“-Index auf Rang 7 von PwC. Auch die Gehaltsunterschiede zwischen Frauen und Männern in Deutschland nehmen ab. Allerdings sei man noch nicht am Ziel, stellt das Beratungsunternehmen fest.

Die Diskussion um die Gleichbehandlung von Frauen im Berufsleben ist wieder aufgeflammt im Zusammenhang mit dem von Familienministerin Manuela Schwesig geplanten Gesetz zur Offenlegung der Gehälter. Faktisch sind die Gehaltsunterschiede zwischen Frauen und Männern in Deutschland 2014 deutlich zurückgegangen. Im aktuellen „Women in Work“-Index der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC verbessert sich Deutschland deshalb auf den 7. Rang (Vorjahr 8. Rang).

Deutschland liegt heute über dem OECD-Durchschnitt

Mit 47,7 Index-Punkten (18. Rang) lag Deutschland im Jahr 2000 noch unter dem OECD-Durchschnitt (50 Punkte). Seitdem hat sich die Teilhabe von Frauen am Arbeitsleben in Deutschland deutlich verbessert. Die Bundesrepublik liegt mit einem Index-Wert von 66,6 Punkten heute deutlich über dem OECD-Durchschnitt (59,1 Punkte). Spitzenreiter bleibt Norwegen (82,9 Punkte), es folgen Dänemark (77,9 Punkte) und Schweden (75 Punkte).

„In Deutschland nehmen Frauen heute weitgehend gleichberechtigt am Berufsleben teil. Zwar ist es Deutschland als einzigem OECD-Staat bisher gelungen, sich im Women in Work-Index seit 2000 kontinuierlich zu verbessern“, stellt Petra Justenhoven, Mitglied des Vorstands von PwC Deutschland, fest, „am Ziel sind wir aber noch nicht. Vor allem in Führungspositionen sind Frauen hierzulande noch immer deutlich unterrepräsentiert“, so Justenhoven weiter.

Der Frauenanteil in den Vorständen der DAX30-Unternehmen war seit Ende 2012 von 7,8 % auf 5,5 % im Juli 2014 gesunken. Ende 2014 war der Frauenanteil wieder auf 7 % gestiegen. Der Anteil weiblicher Aufsichtsräte in den DAX30-Unternehmen lag Ende 2014 bei 24,7 % (Erhebung des DIW). 2016 tritt die gesetzliche Frauenquote für Aufsichtsräte in Kraft und schreibt einen Frauenanteil von 30 % vor.

Gehaltslücke hat sich leicht verringert

In Deutschland verringerte sich im letzten Jahr die Gehaltslücke zwischen Frauen und Männern von 16 auf 14 %. Der Anteil der erwerbstätigen Frauen blieb bei 72 %, der Anteil der Frauen in Vollzeitbeschäftigung bei 62 % konstant, ebenso die Arbeitslosenrate von Frauen (5 %) und der Unterschied zwischen den Anteilen von Frauen und Männern an der Erwerbstätigkeit (72 zu 82 %).

Der "Women in Work"-Index misst die Beteiligung von Frauen am Wirtschaftsgeschehen einer Volkswirtschaft anhand von fünf standardisierten und gewichteten Kriterien, die zu einem Index-Wert aggregiert werden:

  • Gehaltsunterschiede (25 %)
  • Anteil der Frauen in Erwerbstätigkeit (25 %)
  • Unterschied zwischen den Anteilen von Frauen/Männern an Erwerbstätigkeit (20 %)
  • Arbeitslosenrate von Frauen (20 %)
  • Anteil von Frauen in Vollzeitbeschäftigung (10 %).

Der Index misst sowohl absolute als auch relative Fortschritte und berücksichtigt die neuesten Daten der OECD. Der „Women in Work“-Index kann Werte von 0 bis 100 annehmen. Der Basiswert für das Jahr 2000 wurde auf 50 festgelegt.

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