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Frequenzumrichter Frequenzumrichter macht effiziente Schleifprozesse möglich

| Autor/ Redakteur: Torsten Blankenburg / Sandra Häuslein

In einer Werkzeugmaschine für Dreh- und Schleifarbeiten setzt die Schaublin Machines SA den Frequenzumrichter SD2S von Sieb & Meyer ein. Dabei ist vor allem Präzision gefragt.

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Der Frequenzumrichter SD2S von Sieb & Meyer ermöglicht den Antrieb von synchronen und asynchronen Motoren bis zu einer Drehzahl von 480.000 min–1.
Der Frequenzumrichter SD2S von Sieb & Meyer ermöglicht den Antrieb von synchronen und asynchronen Motoren bis zu einer Drehzahl von 480.000 min–1.
(Bilder: Schaublin Machines SA)

Die hochpräzise Werkzeugmaschine 202 TG der Schweizer Schaublin Machines SA kombiniert das Schleifen und Drehen und ermöglicht eine Bearbeitung mit bis zu acht CNC-Achsen. Die Maschine verfügt über einen Gussrahmen, einen W25er-Spindelstock und zwei Schlitten (X-/Z-Achse). Anwender können an ein- und derselben Maschine Dreh- und Schleifarbeiten ausführen. Sie kann aber auch ausschließlich für Schleifaufgaben eingesetzt werden, zumal die Schutzeinrichtungen der Maschine speziell für diese Art der Bearbeitung ausgelegt wurden.

In der Entwicklungsphase der 202 TG suchte Schaublin nach einer geeigneten Lösung für den Antrieb der Schleifspindeln. Bei letzteren hatte man sich im Vorfeld bereits für Produkte des Herstellers Meyrat entschieden – einem Unternehmen, das seit vielen Jahren mit Sieb & Meyer zusammenarbeitet. Daher waren die Lösungen der beiden Unternehmen bereits optimal aufeinander abgestimmt. Nichtsdestotrotz prüften die Schweizer Maschinenbauer auch vergleichbare Systeme von Wettbewerbern, die allerdings die Motorfrequenzen von bis zu 2000 Hz nicht leisten konnten.

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Speziell für Hochgeschwindigkeitsanwendungen entwickelt

Letztlich war für Schaublin aber die Tatsache ausschlaggebend, dass der Frequenzumrichter SD2S von Sieb & Meyer speziell für Hochgeschwindigkeitsanwendungen wie das Innenschleifen konzipiert ist. Das System sorgt für geringe Temperaturerhöhungen auch bei maximaler Leistung und verhindert so eine übermäßige Erwärmung des Motors. Davon profitieren die sensiblen Materialien der Maschinen, aber auch die Qualität der Bearbeitung. Die Integration erfolgt nach dem Prinzip Plug-and-play. Zudem können im Gerät bis zu 64 Parametersätze für unterschiedliche Spindeln vorgehalten werden. Über die Steckerkodierung der jeweiligen Motorspindeln erkennt der Frequenzumrichter, welcher Parameteraufsatz gefahren wird. Die integrierten Technologiefunktionen für die Anfunkerkennung erlauben ein sensibles Monitoring der Spindelbelastung basierend auf dem Spindelstrom. Basis für die Anfunkerkennung ist der in allen SD2X-Geräten integrierte Lastindikator mit umfänglichen Funktionen für Erkennung und Visualisierung. Dies erhöht die Produktivität und Flexibilität von Schleifmaschinen maßgeblich.

Anforderungen bezüglich Motorfrequenzen erfüllt

Auch bezüglich der Motorfrequenzen erfüllt der SD2S die Anforderungen: Er ermöglicht den Antrieb von synchronen und asynchronen Motoren bis zu einer Drehzahl von 480.000 min–1 (8000 Hz). Der Betrieb kann geberlos oder geberbehaftet erfolgen. Für die Anbindung an die übergeordnete Steuerung stehen unterschiedliche Optionen zur Verfügung – die Schnittstellen reichen von analogen Sollwertsignalen (+/-10 V), digitalen E/As, RS232 und USB bis zu CAN-Bus. Zusätzlich besteht die Möglichkeit zur Anbindung an Profibus, Profinet und Ethercat.

Schaublin ist sehr zufrieden mit der Entscheidung, denn der SD2S hat alle Erwartungen erfüllt.

* Torsten Blankenburg ist Chief Technical Officer (CTO) bei der SIEB & MEYER AG in Lüneburg.

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