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Internet of Things

Fünf Empfehlungen zur erfolgreichen IoT-Umsetzung

| Redakteur: Jürgen Schreier

Unterschiedlichste cyber-physikalische Systzme komnmunizieren im IoT miteinander.
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Unterschiedlichste cyber-physikalische Systzme komnmunizieren im IoT miteinander. ()

Das Internet der Dinge (IoT) hält in immer mehr Produktionshallen Einzug. So werden Sensoren, Aktoren, Maschinen, Anlagen und Werkzeuge zu cyber-physikalischen Systemen, die im Netz miteinander kommunizieren. Das Internet of Things ist Katalysator für außergewöhnliche industrielle Innovationen und fördert zudem das Reshoring von Wertschöpfung.

Werkstücke, die scheinbar wie von Geisterhand über Förderbänder gesteuert werden, und Produktionsanlagen die folgenden Arbeitsschritte mitteilen – spätestens seitdem Industrie 4.0 als der Zukunftstrend der Fertigungsindustrie ausgerufen wurde, hält das Internet der Dinge (Internet of Things, IoT) in immer mehr Produktionshallen Einzug. Hierbei werden Sensoren, Aktoren, Maschinen, Anlagen und Werkzeuge zu cyber-physikalischen Systemen, die in einem Internet-ähnlichen Netz miteinander kommunizieren.

Industrie 4.0 konkret: Anpacken statt warten

Bosch Software Innovations

Industrie 4.0 konkret: Anpacken statt warten

21.08.15 - „Industrie 4.0“, „Internet der Dinge“ und „Big Data“ sind Schlagworte, die mittlerweile auf keiner Fachmesse im Maschinenbau-Umfeld fehlen. Trotz vieler Potenziale tun sich Maschinen- und Komponentenhersteller noch schwer mit der Umsetzung. Deshalb bietet Bosch nun mit Handlungsempfehlungen Hilfe an. lesen

Damit ist das IoT nicht nur die technologische Basis für Industrie 4.0, sondern auch eine Revolution mit enormem Wertschöpfungspotenzial. Denn mithilfe selbststeuernder Produktionsabläufe können kürzere Produktzyklen und steigende Produktvarianten mit kleinen Losgrößen bis zum Unikat wirtschaftlich bewältigt werden. Anwendungsgebiete gibt es zuhauf – sei es die vorausschauende Planung („Predictive Maintenance“), die Maschinen-Stillstandzeiten minimiert, oder die Just-in-Time/Just-in-Sequence-Produktion, bei der Zulieferer exakt die benötigte Anzahl an Komponenten bis ans Montageband liefern und so die Lagerhaltung und Kapitalbindung optimieren.

IoT mit Industrie 4.0 im Geschäftsalltag angekommen

Laut einer Studie, die das Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO im Auftrag des Bitkom durchgeführt hat, sind durch Industrie 4.0 allein in sechs volkswirtschaftlich wichtigen Branchen bis zum Jahr 2025 Produktivitätssteigerungen in Höhe von insgesamt rund 78 Milliarden Euro möglich. Eine McKinsey-Studie beziffert das weltweite Wirtschaftspotenzial des IoT in der Produktion auf 3,7 Billionen Dollar, vor allem durch höhere Produktivität, mehr Energieeffizienz und sicherere Arbeitsplätze. Dieses Potenzial hat laut dem deutschen ITK-Branchenverband Bitkom ein Großteil der Unternehmen bereits erkannt: Vier von zehn Unternehmen (44 %) nutzen derzeit Industrie 4.0-Anwendungen. Doch wie gelingt es Unternehmen, das IoT einzuführen und gewinnbringend zu nutzen? Die Software AG hat fünf Trends – Voraussetzungen, Herausforderungen und Potenziale – des IoT identifiziert, die sich mittlerweile bewahrheitet haben.

Die Top-5-Prognosen der Software AG

  • 1) Das IoT ist ein Katalysator für außergewöhnliche industrielle Innovationen: Durch die umfassende Vernetzung eröffnet das IoT eine neue Dimension der Datenerfassung und dadurch eine bislang nie dagewesene Transparenz von der Produktion über die komplette Wertschöpfungskette hinweg bis zum Kundenerlebnis. Damit wächst allerdings die Herausforderung, diese Daten gewinnbringend einzusetzen. Laut einer Vanson-Bourne-Studie sind derzeit nur 38 % der Unternehmen in der Lage, Echtzeit-Daten zu nutzen – dies sind genau die Unternehmen, die den harten Kampf um innovative Entwicklungen gewinnen.
  • 2) Automation erschließt neue Umsatzpotenziale und senkt Kosten: Hand in Hand mit dem IoT geht die Automation von Fertigungsabläufen, die zu einer höheren Sicherheit, niedrigeren Wartungskosten, reduzierten Stillstandszeiten und optimierten Prozessen beiträgt – eine Erkenntnis, die sich derzeit weltweit in der Industrie Bahn bricht.
  • 3) „Reshoring“ nimmt trotz komplexer, globaler Wertschöpfungsketten zu: Der Trend zum sogenannten „Reshoring“ – also die Rückführung der Wertschöpfung in die Ursprungsländer – hält an, weil er die Produkte näher zum Kunden bringt – allerdings nicht von heute auf morgen. Daher bleibt ein gewisser Teil der Wertschöpfungsketten offshore und erfordert genau die Transparenz, die das industrielle IoT bietet.
  • 4) Prozessspezialisten sind Mangelware und extrem begehrt auf dem Arbeitsmarkt: Mitarbeiter mit Know-how für wertschöpfende Prozesse sind schwer für Arbeitsplätze an den oft entlegenen Industriestandorten zu begeistern. Unternehmen müssen die Attraktivität dieser Arbeitsplätze mittels einer digitalen Arbeitsumgebung und strategischer Verantwortung steigern.
  • 5) Staatliche Finanzspritzen fördern die Zusammenarbeit, sogar zwischen Wettbewerbern: Regierungen finden zunehmend Gefallen daran, IoT-Projekte und -Initiativen finanziell zu unterstützen. So bezuschusst das amerikanische Verteidigungsministerium beispielsweise einen Wettbewerb zwischen Unternehmen, Hochschulen und NGOs, aus dem ein neuer „Manufacturing Hub“ entstehen soll, mit 75 Mio. Euro, die eine mindestens ebenso hohe Fördersumme aus der Wirtschaft nach sich ziehen. Doch damit ist die Problematik der Vielzahl konkurrierender Standards noch lange nicht behoben. Hierfür müssen weit mehr Unternehmen als bislang kooperieren.

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