Unternehmenssoftware Für viele ist das Reporting ein mühseliges Geschäft

Redakteur: Peter Steinmüller

Branchenübergreifend steht bei Unternehmen die Flexibilisierung der IT-Landschaft oben auf der Agenda. Dies zeigt eine Marktforschungsstudie zu Stand und Entwicklung von IT-Investitionen mittelständischer Unternehmen im Maschinen-, Apparate- und Fahrzeugbau.

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Für drei Viertel aller Unternehmen im Maschinen-, Apparate- und Fahrzeugbau ist das Erstellen von Reports mit einigem manuellen Aufwand verbunden. (Bild: RAAD Research)
Für drei Viertel aller Unternehmen im Maschinen-, Apparate- und Fahrzeugbau ist das Erstellen von Reports mit einigem manuellen Aufwand verbunden. (Bild: RAAD Research)

Das Marktforschungsinstitut RAAD Research, beauftragt vom ERP-Anbieter Sage Software in Frankfurt am Main, befragte über 500 Finanz- und IT-Leiter dieser Branchen. Ein Ergebnis: 15% der Unternehmen planen innerhalb der kommenden zwei Jahre die Konsolidierung ihrer ERP-Systeme.

Reduzierter Wartungsaufwand für IT-Systeme

Indem aus vielen Prozessen oder Systemen ein Standard entwickelt wird, reduzieren Unternehmen zum einen den Wartungsaufwand. Zum anderen lassen sich mit der Konsolidierung die IT-Systeme einfacher an geänderte Geschäftsprozesse anpassen. Gelingt es Unternehmen, Fachbereichsanforderungen und IT-Leistungsfähigkeit zu synchronisieren, lässt sich zudem ein deutlicher Wettbewerbsvorteil erzielen.

Für ein agiles Marktverhalten bedarf es jedoch mehr als nur schneller Anpassbarkeit und der Verabschiedung von Insellösungen. Mitarbeiter müssen schnell und effizient an die relevanten Informationen kommen, um die richtigen Entscheidungen treffen zu können. Hier zeigt sich, dass noch längst nicht alle Unternehmen ohne Aufwand die notwendigen Zahlen aus den bestehenden Softwaresystemen erhalten (siehe Grafik).

Hoher Aufwand zur Erstellung von Reportings

So gaben 61% der Befragten an, dass sie Reports nur mit mittlerem manuellen Aufwand erstellen können. Jedes siebte Unternehmen sieht sich sogar mit hoher händischer Anstrengung konfrontiert und 4% können die benötigten Informationen gar nicht aus den IT-Systemen herausfiltern. Diese Unternehmen arbeiten nicht nur ineffizient, sondern sie haben dadurch auch ein Wissens- und Informationsdefizit.

Mit der konjunkturellen Aufhellung steigt die Investitionsbereitschaft insbesondere in den noch unterentwickelten Bereichen Kundenbeziehungsmanagement (CRM) und Dokumentenarchivierung (DMS). Aktuell verfügen 41% der Befragten über kein CRM-System, 47% haben keine DMS-Lösung im Einsatz. Im Zuge der Internationalisierung und eines immer stärkeren Wettbewerbs wächst die Bedeutung von Kundenmanagement.

Ein deutlicher Indikator für diese Entwicklung ist die Investitionsquote im CRM-Bereich. 11% projektierten eine Neuinvestition, weitere 3% wollen die bisherige Lösung erweitern oder ersetzen. Beim Dokumentenmanagement plant sogar jedes fünfte Unternehmen eine Neuanschaffung und weitere 2% wollen die aktuelle Software ablösen oder ausgestalten.

Wunsch nach Effizienzgewinnen

Grund hierfür ist neben den gesetzlichen Pflichten zur Aufbewahrung von Dokumenten vor allem der Wunsch nach Effizienzgewinnen. Lösungen zur Planung und Steuerung der Produktion werden in der Regel bereits durch Standardsoftware abgebildet. Doch selbst hier wollen 10% der Befragten investieren. 3% planen Neuinvestitionen, während 7% modernisieren oder austauschen wollen.

Die kompletten Ergebnisse können kostenlos per E-Mail (mittelstand@sage.de) bei Sage bestellt werden.

* Franz Bruckmaier ist Leiter des Geschäftsbereichs Mittelstand der Sage Software GmbH in 60439 Frankfurt am Main

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