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Industrielle Netzwerke Funktechnologien wachsen jährlich um 30 %

| Redakteur: Nadine Schweitzer

Maschinenbauer und Systemintegratoren nutzen zunehmend drahtlose Netzwerke zur Realisierung innovativer Automatisierungsarchitekturen.

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Thilo Döring, Geschäftsführer bei HMS: „Der Netzwerkmarkt bleibt fragmentiert. Nutzer fragen weiterhin nach Anbindungen an eine Vielzahl verschiedener Netzwerke – je nach Anwendung.“
Thilo Döring, Geschäftsführer bei HMS: „Der Netzwerkmarkt bleibt fragmentiert. Nutzer fragen weiterhin nach Anbindungen an eine Vielzahl verschiedener Netzwerke – je nach Anwendung.“
(Bild: HMS Industrial Networks)

Der Industrial-Ethernet-Standard hat bei den neu installierten Netzwerkknoten die Feldbusse überholt – das ist die Haupterkenntnis der jüngsten Studie von HMS Industrial Networks über die Marktanteile der industriellen Netzwerke.

Der Anteil von Industrial Ethernet an den neu installierten Knoten beträgt 52 % (Vorjahr 46 %), der von Feldbussen 42 % (Vorjahr 48 %). Weltweit ist Ethernet/IP mit 15 % das am häufigsten installierte Netzwerk, gefolgt von Profinet und Profibus mit jeweils 12 %.

Das Unternehmen HMS Industrial Networks, das als Anbieter von industrieller Kommunikationstechnik über fundierte Einblicke in den Markt der industriellen Netzwerke verfügt, führt die Studie über die industriellen Netzwerke jährlich durch und hat auch für das laufende Jahr Trends ausgemacht und zurückgeblickt.

Dabei kam zutage, dass sich die Industrial-Ethernet-Netzwerke zuletzt mit einer Wachstumsrate von 22 % schneller als die traditionellen Feldbusse ausgebreitet haben. „Wir haben die Entwicklung aufmerksam verfolgt und den Übergang zu Industrial Ethernet kommen sehen, aber erst jetzt hat es die Feldbusse bei der Anzahl neu installierter Knoten tatsächlich überholt“, sagt Thilo Döring, Geschäftsführer bei HMS: „Wesentliche Treiber für Industrial Ethernet sind der Zwang zu hoher Performance, die Integration von Fabrikinstallationen und IT/IoT-Systemen sowie das Industrial Internet of Things."

Dank einer starken Industrie und Bedenken hinsichtlich Cyber Security wachsen Feldbusse der Studie zufolge immer noch leicht. Obwohl sie mit einer Wachstumsrate von 6 % (Vorjahr 4 %) zugelegt hätten, sei davon auszugehen, dass die Anzahl der Feldbusinstallationen in den nächsten Jahren stetig abnehme, heißt es. Der dominierende Feldbus sei nach wie vor der Profibus mit 12 % weltweitem Marktanteil.

Funk-Technologien wachsen um 32 % (Vorjahr ebenfalls 32 %) und machen 6 % (Vorjahr ebenfalls 6 %) des Gesamtmarktes aus. Bei den Wireless-Netzen ist WLAN die am weitesten verbreitete Technologie, gefolgt von Bluetooth. „Wireless wird zunehmend von Maschinenbauern und Systemintegratoren zur Realisierung innovativer Automatisierungsarchitekturen genutzt“, sagt Döring: „Dabei können Unternehmen den Verkabelungsaufwand reduzieren und neue Lösungen für die Konnektivität und Steuerung umsetzen – einschließlich des Konzepts Bring Your Own Device (BYOD), bei dem Tablets oder Smartphones zum Einsatz kommen.“

In Europa und dem Nahen Osten sind Profinet und Ethernet/IP führend. Auch Profibus ist dort immer noch weit verbreitet. Der US-Markt wird von den CIP-Netzwerken dominiert, mit einer deutlichen Verschiebung in Richtung Ethernet/IP. In Asien ist kein Netzwerk marktführend, aber Profinet, Ethernet/IP, Profibus, Ethercat, Modbus und CC-Link sind stark. Auch die Ethernet-Version CC-Link IE Field gewinnt an Bedeutung.

Trotz der Wachablösung an der Spitze ergibt sich laut Döring kein grundlegend verändertes Bild: „Der Netzwerkmarkt bleibt fragmentiert. Nutzer fragen weiterhin nach Anbindungen an eine Vielzahl verschiedener Netzwerke – je nach Anwendung.“

Für die zunehmende Vernetzung von Geräten durch das Industrial Internet of Things und Industrie 4.0 sei HMS als Technologieanbieter in jeder Hinsicht gut gerüstet, sagt Döring – genau diese Botschaft soll der Claim des Unternehmens „Connecting Devices“ ausdrücken.

HMS Industrial Networks GmbH auf der Hannover Messe: Halle 8, Stand D31

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