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Instandhaltungsmanagement

Ganzheitliches Management der Instandhaltung

| Autor / Redakteur: Hans-Jürgen Bayerl / Beate Christmann

Intelligente Sensoren und entsprechende Protokolle sowie neuartige Speichermodelle machen es möglich, große Mengen von Zustandsdaten der Anlagen im laufenden Betrieb durchgängig zu erfassen. Mittels spezieller Software der Anlagenbetreiber werden diese Daten ausgewertet und analysiert. So können auf Störungen hindeutende Muster rechtzeitig erkannt, Verschleiß prognostiziert und Maßnahmen zur Wartung sowie Instandhaltung betroffener Komponenten zeitnah eingeleitet werden. Im optimalen Fall kann man so einer Störung oder dem Totalausfall entgegenwirken, bevor sie eintreten.

Lösungen für Heterogene Datenmenge gefragt

Innerhalb eines Unternehmens mit einem in der Regel sehr heterogenen und vielfältigen Bestand an Maschinen und Anlagen werden solche Informationen nur von einem Teil der Anlagen – und dann auch in unterschiedlicher Form und Qualität – zur Verfügung stehen. Für den effizienten Einsatz von PM innerhalb eines Betriebes ist es daher entscheidend, dass diese Informationen zusammengeführt und in einheitlicher Form aufbereitet für die Wartungsplanung bereitgestellt werden. Andernfalls entstehen wiederum neue Insellösungen für Teilbereiche der Instandhaltung. Die Konsolidierung und Aufbereitung dieses Datenbestands sowie dessen Integration in die Module zur Wartungsplanung ist daher aktuell eine große Herausforderung für die Hersteller von Instandhaltungssoftware.

Verfügbarkeit von Ersatzteilen als Grundvoraussetzung

Eine rechtzeitige und bedarfsgerechte Bereitstellung von Ersatzteilen zählt als Grundvoraussetzung für den reibungslosen Ablauf von Instandhaltungsmaßnahmen. Innerhalb des IPS-Systems werden der Ersatzteilbedarf für planmäßige Wartungen verwaltet sowie Störreserven für strategische Ersatzteile geführt. Durch einen Abgleich dieses Bedarfs mit der Materialwirtschaft des betrieblichen Enterprise-Resource-Planning-Systems (ERP-System) können Bedarfsanforderungen rechtzeitig generiert und an ebendieses übergeben werden. Damit erreicht man eine Minimierung der Lagerkosten bei gleichzeitiger Sicherstellung von Reserven. Weiterhin muss die Verfügbarkeit von Ersatzteilen auch im IPS-System jederzeit einsehbar sein. Im Gegenzug wird der Materialverbrauch innerhalb von Instandhaltungs- und Reparaturaufträgen erfasst und dem ERP-System zur Aktualisierung der Materialbestände übergeben.

Mobile Lösungen für eine flexible Störungsverwaltung

Das Management der Störungserfassung und -behebung ist eine wesentliche Komponente eines IPS-Systems. Wahrgenommene Störungen gehen direkt ins System ein und lösen entsprechend Reparaturaufträge aus. Hier nehmen – ebenso wie bei der Abarbeitung und Rückmeldung planmäßiger Wartungen – neben stationären Frontends die mobilen Lösungen über Apps immer größeren Raum ein. Damit lassen sich Störungen und Rückmeldungen unabhängig vom Vorhandensein eines Industrieterminals oder stationären PCs an jedem Ort im Unternehmen und auch außerhalb dessen erfassen. Ebenso hat der zuständige Mitarbeiter Zugriff auf Objekte und damit verknüpfte Dokumente.

Voraussetzung hierfür ist lediglich die Verfügbarkeit von WLAN oder eines Mobilfunknetzes. Außerdem bieten eingesetzte Geräte wie Tablet-PCs und Smartphones komfortable Möglichkeiten der Zuordnung des Instandhaltungsobjekts über daran angebrachte Barcodes oder RFID-Chips, die mit der Kamera oder integriertem Lese-Equipment identifiziert werden können. Durch Fotos, die dem Vorgang unmittelbar zugeordnet werden, lassen sich Schäden und Störungen einfach und aussagekräftig dokumentieren.

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