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Igus

Gebündelte Leitungen für den Einsatz in Energieketten

| Autor / Redakteur: Rainer Rössel / Reinhold Schäfer

Durch die mehrfache Verseilung bei der Bündelverseilung wird sichergestellt, dass eine Überdehnung der einzelnen Adern innerhalb des Kettenradius vermieden wird.
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Durch die mehrfache Verseilung bei der Bündelverseilung wird sichergestellt, dass eine Überdehnung der einzelnen Adern innerhalb des Kettenradius vermieden wird. (Bild: Igus)

Leitungen in Energieketten – das war nicht immer eine harmonische Beziehung. In den späten Achtzigerjahren traten häufig Schäden an sogenannten hochflexiblen oder energiekettentauglichen Leitungen beim Einsatz in Energieketten auf. Dies war damals für einen Hersteller von Energieketten Anlass, eigene Kabel mit Bündelverseilung zu entwickeln.

Gerade in den immer schneller werdenden automatischen Regalsystemen in Hochregallagern von Unternehmen kam es in den langen Gassen zu Stillständen, da die am Markt erhältlichen Leitungen sich nach und nach aufwickelten. Die zahlreichen Bemühungen der verschiedensten Leitungsanbieter, diesen „Korkenziehereffekt“ zu eliminieren, führten nicht zum nachhaltigen Erfolg. Damit fiel vor über 25 Jahren der Startschuss für Igus als eigenständigen Anbieter von Leitungen, die sich seitdem schon lange als der Standard auf dem Markt etabliert haben.

Bei der Suche nach einer eigenständigen Lösung wurde Igus beim Aufbau von Stahlseilen und der sogenannten Bündelverseilung fündig. Dabei unterscheidet sich diese Bündelverseilung deutlich von den bis dahin verwendeten und auch heute noch üblichen Verseilkonzepten, den sogenannten „lagenverseilten“ Leitungen. Bei lagenverseilten Leitungen werden die Adern in mehreren Lagen um das Zentrum der Leitung verseilt, wobei häufig zwischen den Lagen noch Folien oder Vliese eingebracht werden. Der Hauptnachteil dieses wesentlich kostengünstigeren Fertigungsverfahrens liegt darin, dass die Adern bei der Biegung innerhalb des Radius der Energiekette besonderen Streck- und Stauchkräften ausgesetzt sind. Diese Kräfte, die auf die Adern einwirken, führen dann zu den gefürchteten Korkenziehern – besonders bei langen, gleitenden Verfahrwegen und vieladrigen Leitungen.

Bündelverseilung zeigt: Mehrfach verseilt hält besser

Ganz anders ist das Verfahren der bündelverseilten Chainflex-Leitungen: Bei beispielsweise 18 Adern werden diese nicht in mehreren Lagen übereinander verseilt, sondern zunächst in sogenannten Dreierbündeln miteinander verseilt. Anschließend werden dann diese insgesamt sechs Bündel mit jeweils drei Adern in einer Gesamtverseilung miteinander verseilt. Durch diese mehrfache Verseilung, die auch mit unterschiedlichen Rückdrehverfahren gefertigt wird, wird sichergestellt, dass eine Überdehnung der einzelnen Adern innerhalb des Kettenradius vermieden wird. Besonders wichtig ist dabei die Unterstützung des Verseilverbandes durch sogenannte zwickelfüllend extrudierte Innen- und Außenmäntel, bei dem die Zwischenräume zwischen den Adern völlig mit dem Mantelwerkstoff ausgefüllt werden. So kann sich die Verseilung nicht aufdrehen.

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