Forschungszentrum Next Energy Gemeinsam Brennstoffzellensysteme entwickeln

Redakteur: Stéphane Itasse

Das EWE-Forschungszentrum Next Energy zeigt auf der Hannover-Messe 2016, wie es sein Brennstoffzellen-Know-how von der Materialforschung bis hin zur Systembewertung als Projekt- und Entwicklungspartner einsetzt.

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An den Next-Energy-Testständen können verschiedene Kraft-Wärme-Kopplungs-Techniken installiert werden. Die Effizienzwerte der Anlagen lassen sich anhand genormter Verbrauchsszenarien überprüfen.
An den Next-Energy-Testständen können verschiedene Kraft-Wärme-Kopplungs-Techniken installiert werden. Die Effizienzwerte der Anlagen lassen sich anhand genormter Verbrauchsszenarien überprüfen.
(Bild: Next Energy)

Zu den wesentlichen Leistungsmerkmalen einer Technik zählt die Lebensdauer eines Produkts. Ein Beispiel sind Brennstoffzellen-Heizgeräte im Kraft-Wärme-Kopplungs-Bereich. Erwartet wird, dass sie mindestens 15 Jahre oder 80.000 Betriebsstunden halten“, sagt Dr. Alexander Dyck, Bereichsleiter Brennstoffzellen bei Next Energy. „Um solche Zeiträume nachweisen zu können, haben wir beschleunigte Alterungstests entwickelt.“

Effizienz muss stimmen

Für die Markteinführung ist es ebenfalls erforderlich, dass die vom Hersteller zugesagte Effizienz einer Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlage im Labor belegt wird. Bei Next Energy sind dafür Laborumgebungen für Installationen verschiedener Technologien im Einsatz. Mit ihnen lassen sich unabhängig von milden Wintern oder individuellem Verhalten vergleichbare Ergebnisse ermitteln. Zudem erheben die Forscher Daten aktueller Verbrauchsszenarien von Gebäuden und ihren Bewohnern für neue, hochaufgelöste Planungswerte. Diese Szenarien für Wohnfläche, Familienstatus und Klimazone werden auch als Datenmaterial für andere Energiespeichersysteme genutzt, wie sie Next Energy auf der Hannover-Messe zum Beispiel mit dem Resiflow-Heimenergiespeicher in Halle 2 an Stand A 08 präsentiert.

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Welchen Einfluss einzelne Komponenten auf ein Brennstoffzellen-System haben, erprobt Next Energy bereits in der Entwicklungsphase. Hierbei lassen sich Schwachstellen frühzeitig erkennen. „Bedeutsam ist das insbesondere für unsere neuen Ansätze mit der HT-PEMFC, die wir derzeit im europäisch geförderten Projekt Cistem erforschen“, erläutert Projektkoordinator Peter Wagner. „Hier standen wir vor der Aufgabe, wesentliche Bestandteile des Systems an die erhöhten Temperaturbedingungen anzupassen und Qualitätsanforderungen zu definieren.“

Vortrag zum Projekt

Zunehmend wird auch die Wartung der Systeme ein Thema. So wird derzeit im EU-geförderten Projekt D2Service Schulungsmaterial für die Wartung visualisiert. Zudem wird untersucht, wie sich durch die Vereinfachung der Systeme Kosten reduzieren lassen. Projektleiter Tobias Thomsen stellt es am Dienstag, 26. April 2016, ab 12 Uhr auf dem Technical Forum in Halle 27 im Ausstellungsbereich Wasserstoff und Brennstoffzellen vor.

Next Energy – EWE-Forschungszentrum für Energietechnologie e. V. an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg auf der Hannover-Messe 2016: Halle 27, Stand D57

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