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Ubifrance Gemeinsame Projekte von Clustern aus Deutschland und Frankreich

| Redakteur: Stéphane Itasse

Gemeinsam geht es leichter: Diese Erkenntnis haben nicht nur Unternehmen und Forscher als auch in Deutschland zu Clustern (in Frankreich: Pôles de Compétivité) zusammengeführt, sondern auch zu einer Zusammenarbeit über die Grenzen hinweg. Auf der Messe stellen jetzt Forscher aus Fraunhofer-Instituten und der Instituts Carnot ihre Projekte vor.

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François Fillon, Premierminister der Republik Frankreich, und Bundesforschungsministerin Prof. Dr. Annette Schavan beim Eröffnungsrundgang auf der Hannover-Messe 2011. Bild: Deutsche Messe
François Fillon, Premierminister der Republik Frankreich, und Bundesforschungsministerin Prof. Dr. Annette Schavan beim Eröffnungsrundgang auf der Hannover-Messe 2011. Bild: Deutsche Messe
( Archiv: Vogel Business Media )

Unterstützt werden die Forscher beidseits des Rheins von der französischen Handelsförderungsstelle Ubifrance, die auch bei der Vorbereitung des Partnerlandauftritts Frankreichs in diesem Jahr federführend war. Insgesamt 30 französische Cluster wird Ubifrance im Jahr 2011 bei ihren Auftritten im Ausland unterstützen, sagte Bertrand Le Tallec, Direktor von Ubifrance in Deutschland. Er betonte ausdrücklich, dass die französische Clusterpolitik nicht ausschließlich auf französische Unternehmen fokussiert ist.

Clusterallianz Mécafuture umfasst acht französische Maschinenbau- und Werkstoff-Clustern

Olivier Bonnet, Geschäftsführer des Clusters Matéralia, stellte die Clusterallianz Mécafuture vor. Darin haben sich acht französische Cluster aus den Sektoren Maschinenbau und Werkstoffe zusammengeschlossen. In der Allianz Mécafuture wollen die Cluster aus den verschiedenen Regionen Frankreichs Synergien heben und den französischen Maschinenbau im Ausland sichtbar machen. Zudem ist Mécafuture die französische Vertretung bei der europäischen Plattform Manufuture.

Wie eine deutsch-französische Forschungskooperation konkret aussehen kann, zeigten Philippe Bertrand, internationaler Koordinator des Clusters Viaméca, und Dr. Gerrit von Borries, Netzwerkmanager für das Kompetenznetz Inplas e.V. beim Fraunhofer-Institut für Schicht- und Oberflächentechnik (IST) in Braunschweig. Beide Cluster arbeiten seit vier Jahren zusammen und haben im Jahr 2010 sogar eine formelle Kooperationsvereinbarung unterzeichnet.

Carnot-Institute haben in Frankreich über ein Netzwerk von 33 Einrichtungen

Über die Zusammenarbeit der Fraunhofer-Institute und ihrer französischen Pendants Instituts Carnot sprach Djea Djeapragache, verantwortlich für die internationale Geschäftsentwicklung beim Institut Cetim Carnot. Die Carnot-Institute verfügen in Frankreich über ein Netzwerk von 33 Einrichtungen mit 13.000 Forschern und kommen damit auf ein mit den Fraunhofer-Instituten vergleichbares Niveau.

Beide Einrichtungen haben folglich 2008 eine strategische Zusammenarbeit vereinbart, in die inzwischen 15 Cluster eingebunden sind und die sich auf die sechs Hauptbereiche Sicherheit, Energie, Umweltschutz, Gesundheit, ITK und Transport erstreckt.

Ubifrance auf der Hannover-Messe 2011: Halle 2, Stand D55

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