Neue Modelle

Genfer Salon 2017: Neuheiten im Überblick

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Hyundai

Ohne Kombi geht es in Europa nicht: Hyundai stellt daher schon wenige Wochen nach dem Marktstart der neuen i30-Generation die Ausführung mit extra großen Gepäckabteil vor. Die zweite Karosserieversion des Kompaktmodells streckt sich auf auf 4,59 Meter Länge und gefällt mit einer sachlichen Linienführung, dezentem Chromschmuck und einer nach hinten leicht abfallenden Dachlinie. Trotzdem ist hinten viel Platz – bis zu 1.650 Liter stehen zur Verfügung. Bei der Antriebspalette bietet der Kombi das gleiche Portfolio wie die Limousine. Die drei Benziner leisten 74 kW/100 PS bis 103 kW/140 PS, die drei Diesel decken ein Leistungsspektrum von 70 kW/95 PS bis 100 kW/136 PS ab. Zum Teil sind die Motoren mit einem siebenstufigen Doppelkupplungsgetriebe kombinierbar. Preise sind noch nicht bekannt.

Italdesign

Das mittlerweile zum VW-Konzern gehörende Designstudio wird zum Fahrzeugbauer. Unter dem Namen „Automobili Speciali“ soll künftig jedes Jahr ein neues Pkw-Modell in Kleinstserie entstehen. Den Start macht ein Supersportler auf Basis des Lamborghini Huracan, der allerdings kaum mehr erkennbar ist, da die Außenhaut in dramatischer Weise umgestaltet wurde. Dank diverser Luftöffnungen, Lüftungsschlitzen, Wings, Flaps, Blades und anderem Aero-Hilfsmitteln ist der Auftritt deutlich martialischer als der des Plattformspenders. Lediglich fünf Exemplare des wohl mehr als 600 PS starken Boliden sollen gebaut werden.

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Jaguar

Auch eine Sportwagenmarke wie Jaguar sieht ihre Zukunft in einer Elektrifizierung des Antriebs. Die E-Ambitionen der Briten hat die im November 2016 auf der Los Angeles Autoshow gezeigte Studie I-Pace untermauert, in Genf wird das seriennahe Konzeptauto in neuer Lackierung als Europapremiere gezeigt. 2018 soll das rund 400 PS starke E-SUV mit rund 500 Kilometern Reichweite auf den Markt kommen.

Jeep

Mit dem Compass tritt Jeep künftig wieder im kompakten SUV-Segment an, nimmt aber auch größere Mini-Crossover wie Opel Mokka und Co. ins Visier. Der 4,40 Meter lange Allrader teilt sich die Technik mit dem kleineren Jeep Renegade und steckt wie dieser die meisten Segments-Konkurrenten bei Offroad-Ausflügen in die Tasche. Aber auch für den Alltag auf Stadt und Autobahn ist er dank modernem Infotainment und wohnlichem Innenraum gerüstet. Details zum Antrieb nennt die Fiat-Tochter auf der Messe, möglicherweise auch den Preis, der bei rund 25.000 Euro starten dürfte.

Kia

Auch aus kleiner Grundfläche lässt sich viel Platz generieren, findet Kia und hat dem Picanto bei der Neuauflage den Radstand gestreckt. So bietet Kleinstwagen bei unverändert 3,60 Metern Länge innen deutlich mehr Platz als zuletzt. Auch der Kofferraum wächst auf rund 1.000 Liter. Den bereits aus dem Vorgänger vertrauten Sauger-Aggregaten, einem Dreizylinder mit 49 kW/67 PS und einem 1,2-Liter-Vierzylinder mit 62 kW/84 PS, stellen die Koreaner ab Herbst einen Turbo-Dreizylinder mit 74 kW/100 PS zur Seite. Die Preise für die neue Picanto-Generation stehen noch nicht fest, dürften aber weiterhin bei knapp 10.000 Euro starten.

Land Rover

Die britische Geländewagenmarke baut die Range-Rover-Familie aus. Das neue Mittelklasse-SUV Velar soll die Lücke zwischen dem kompakten Evoque und dem einen halben Meter längeren Range Rover Sport füllen, fällt zudem deutlich flacher und optisch dynamischer aus als seine Verwandten. Prunkstück ist jedoch der Innenraum mit einem neuen Bediensystem. Herzstück ist ein berührungsempfindliches Display, das unterhalb des Infotainment-Bildschirms ausfährt und nahezu alle klassischen Tasten überflüssig macht. Das Motorenangebot reicht bis zu einem 278 kW/380 PS starken V6-Benziner, Premiere bei den Briten feiert ein Vierzylinderturbo mit 220 kW/300 PS. Die Markteinführung des vierten Modells in der Lifestyle-orientierten Familienlinie der Engländer erfolgt Ende Juli zu Preisen ab rund 57.000 Euro. Zu den Wettbewerbern zählen Modelle wie Audi Q5, BMW X4 und Maserati Levante.

Lexus

Das neue Markenflaggschiff LS feierte bereits Anfang des Jahres in Detroit Premiere, für Genf hat sich die Toyota-Tochter die Hybridversion 500h aufgehoben. Der bereits dem Coupé LC bekannte Antriebsstrang aus 3,5-Liter-V6-Benziner und E-Motor leistet 264 kW/359 PS und beschleunigt die Oberklasselimousine in 4,7 Sekunden auf Tempo 100. Verbrauchswerte und Preise hat Lexus noch nicht verraten.

Mazda

Nicht völlig neu, aber in großen Teilen doch deutlich verbessert präsentiert sich die zweite Generation des Mazda CX-5. Das Kompakt-SUV bleibt sich äußerlich weitgehend treu und hält auch an Plattform sowie Motorenangebot fest. Verbessert wurden vor allem Details. So wirkt der Innenraum nun deutlich wertiger, für einen sportlicheren Auftritt soll die vorne und hinten um einen Zentimeter verbreitere Spur sorgen, zudem wurde der Fahrzeugschwerpunkt leicht abgesenkt. Zu den wichtigsten technischen Veränderungen gehört das schon aus dem Mazda 6 bekannte „G-Vectoring-Control“. Das System nimmt bei schneller Kurvenfahrt das Drehmoment ganz kurz zurück, was mehr Last auf die Vorderräder bringt und den Wagen besser in der Spur hält. Die Preise werden sich vermutlich wenig ändern und bei rund 25.000 Euro starten.

Mercedes

Passend zum Frühjahrsbeginn debütiert bei Mercedes das Cabrio der E-Klasse. Wie schon das bereits vorgestellte Coupé basiert der Viersitzer erstmals komplett auf der namensgebenden Business-Limousine, verzichtet diesmal auf C-Klasse-Komponenten. Das Cabrio wird dadurch fast zum vollwertigen Viersitzer: Dank des um elf Zentimeter verlängerten Radstands steht den Fahrgästen künftig deutlich mehr Platz als bisher zur Verfügung. Allein der Abstand zwischen Vorder- und Rücksitzen ist im Vergleich zum Vorgänger um fünf Zentimeter gewachsen. Zudem bietet das Cabriolet im Fond Leselampen und sogar Sitzheizungen. Vermutlich wird das E-Klasse Cabriolet mit dem gleichen Motorenangebot wie das E-Klasse Coupé starten, Basistriebwerk ist dort ein 135 kW/184 PS starker Benziner.

Wie weit das Leistungspotenzial in der Business-Baureihe mittlerweile reicht, zeigt die zweite Genf-Premiere, das Mercedes-AMG E 63 T-Modell. In dem Allradkombi arbeitet der aus dem AMG GT bekannte 4,0-Liter-V8-Biturbo, der in zwei Ausführungen mit 420 kW/571 PS und 450 kW/612 PS angeboten wird. Die Sprintzeit des Zweitonners gibt Mercedes mit 3,6 respektive 3,5 Sekunden für den S an. Bei der Höchstgeschwindigkeit bleibt es bei den obligatorischen 250 km/h. Dieses Limit lässt sich ab Werk aber auf 290 km/h anheben.

Anders als ein E-Klasse-Kombi zählt das große SUV GLS zu den seltensten Mercedes-Modellen auf Deutschlands und wohl auch Europas Straßen. Trotzdem stellen die Stuttgarter die neue Generation ihres Fünf-Meter-Geländewagens nicht in den USA, sondern in Genf vor. Wohl auch, weil das dortige Publikum dem Luxus durchaus zugeneigt ist. Und mit dem prasst das größte SUV der Marke gewohnheitsmäßig. Auf den Markt kommt die Symbiose aus den Geländeeigenschaften der G-Klasse und dem Flair der S-Klasse im Lauf des Jahres. In Sachen Exklusivität wird es sich dann allerdings mit dem Mercedes-Maybach G 650 Landaulet nicht messen können. Das 5,35 Meter lange Halbcabrio mit Allradantrieb und Portalachsen kostet mehr als eine halbe Million Euro und wird wohl nur in wenigen Exemplaren gebaut. Darüber hinaus könnte Mercedes in Form einer Studie zeigen, wie eine viertürige Variante des Sportwagens GT aussehen würde.

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Mitsubishi

Mit dem Eclipse Cross schließt Mitsubishi im Herbst die Lücke zwischen dem kleinen Kompakt-SUV ASX und dem Mittelklasse-Crossover Outlander. Der Tiguan-Herausforderer setzt auf sportliches Design, Allradantrieb und voraussichtlich auch Hybridtechnik.

Nissan

Die Japaner zeigen ihren gründlich aufgefrischten Bestseller Qashqai. Zu den wichtigsten Neuerungen zählt ein Autobahn-Assistent, der automatisiertes Fahren ermöglicht. Weitere Details sollen erst zum Messestart bekannt gegeben werden.

Opel

Der Opel Insignia ist zu bedauern. Eigentlich hätte er in Genf im Rampenlicht stehen sollen, nun sind es wohl eher die Diskussionen rund um die Übernahme der Marke durch PSA. Die Franzosen zumindest dürften sich freuen, hat Opel sein Flaggschiff gegenüber der Vorgängergeneration doch kräftig aufgemöbelt. Limousine und Kombi strecken sich nun an die Fünf-Meter-Marke und setzen die Länge auch in ein großzügiges Platzangebot um. Auch bei der Innenraumgestaltung orientiert sich das Mittelklassemodell stark an höheren Marktsegmenten. Antriebsseitig verspricht Opel effizientere Motoren und einige kleinere Innovationen. Wie bisher wird es den Insignia ausschließlich mit turbogeladenen Benzin- und Dieselmotoren geben, die nun ein Leistungsspektrum von 81 kW/110 bis 184 kW/250 PS abdecken. Neu ist eine Achtstufen-Automatik, die vorerst ausschließlich in Kombination mit Allradantrieb angeboten werden soll. Zu den weiteren Neuerungen zählen ein Abstandstempomat mit Kollisionsverhinderer, ein aktiver Spurhalte-Assistent mit Gegenlenk-Funktion sowie Matrixlicht mit 32 LED-Segmenten. Die Preise starten bei 26.000 Euro.

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