Neue Modelle

Genfer Salon 2017: Neuheiten im Überblick

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Pagani

Vor sechs Jahren sorgte Sportwagen-Extremist Pagani in Genf mit der Präsentation des Flügeltürers Huayra für Aufsehen. Nun kommt die Roadster-Version an den Lac Léman. Die bietet für knapp 2,7 Millionen Euro ein Höchstmaß an Exklusivität, atemberaubende Performance und zwei abnehmbare Dächer. Denen fielen allerdings die Flügeltüren zum Opfer. Für den Antrieb des nur knapp 1.300 Kilogramm schweren Cabrios sorgt ein V12-Biturbo-Triebwerk von Mercedes-AMG, das 562 kW/764 PS und 1.000 Newtonmeter über eine Siebengang-Automatik und ein elektronisch gesteuertes Sperrdifferenzial auf die Hinterachse loslässt.

Peugeot

Nach den Premieren der SUV-Modelle 3008 und 5008 auf der Autoshow Paris im Herbst vergangenen Jahres lässt es Peugeot in Genf eher ruhig angehen. Die Franzosen zeigen einige neue Varianten ihrer Crossover und haben zudem einige Sondermodelle im Programm. Dazu gibt es die Studie Instinct, einen autonom fahrenden Kombi mit speziellen Fahrprogrammen für Selbstfahrer.

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Porsche

Kombis gab es aus Zuffenhausen noch nie. Mit dem Porsche Panamera Sport Turismo ändert sich das nun. Die laderaumoptimierte Version der Oberklasselimousine ist natürlich kein simpler Lademeister, sondern ein formschöner Shooting Brake mit potenten Motoren. Mit einem zwischen 520 und 1.390 Liter großen Ladeabteil ist der Porsche enger als die meisten Mittelklasse-Kombis, aber geräumiger als jeder andere Oberklassewagen. Das Motorenprogramm umfasst zum Start drei Benziner, einen Diesel und einen Plug-in-Hybriden, allesamt an Allradantrieb gekoppelt und bis zu 404 kW/550 PS stark. Die Preislistet startet bei 97.560 Euro für das Basismodell mit 243 kW/330 PS. Zunächst nicht für den Kombi zu haben ist der neue Plug-in-Hybridantrieb der Limousine Panamera Turbo S E-Hybrid. Mit ihren 500 kW/680 PS toppt sie auch die Versionen mit Verbrennungsmotor deutlich. Der relativ theoretische Normverbrauchswert liegt bei 2,9 Litern auf 100 Kilometer. Die Preisliste startet bei 185.736 Euro, die Langversion gibt es ab 199.183 Euro.

Renault

Anfang 2016 hatte Renault nach einer ganzen Reihe von Showcars die erste seriennahe Studie des neuen Alpine präsentiert. Der fertige Sportwagen steht nun in Genf und soll der Startschuss für eine ganze Modellfamilie unter der wiederbelebten Traditionsmarke sein. Der Mittelmotorsportler in der Größe eines Audi TT wird von einem Vierzylinderturbo mit rund 250 PS angetrieben und soll dank geringen Gewichts Tempo 100 aus dem Stand nach rund 4,5 Sekunden erreichen. Zur Markteinführung gibt es eine „Première Edition“ zum Preis von knapp 60.000 Euro. Gleich mehrere Nummern größer fällt der Alaskan aus, ein mittelgroßer Pick-up auf Basis des Navara von Allianzpartner Nissan. Anders als die auf gleicher Plattform angekündigte Mercedes X-Klasse wird das Grundmodell optisch und beim Komfort nur wenig modifiziert, Hauptmarkt ist Südamerika. Komplettiert wird das Messeprogramm der Franzosen durch die bereits 2016 auf der Messe in Peking gezeigte zweite Generation des Mittelklasse-SUV Koleos, das nun auf dem Nissan X-Trail basiert. Das Mini-SUV Captur erhält zudem zur Mitte seines Lebenszyklus‘ ein Lifting.

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Seat

Obwohl der Kleinwagen Ibiza erst vor knapp anderthalb Jahren ein Lifting erhalten hat, kündigt sich in Genf bereits die neue Generation an. Neben einem stark veränderten Außendesign, das große Ähnlichkeiten mit dem großen Bruder Leon aufweist, bietet Generation vier dank neuer Plattform deutlich veränderte Proportionen. Vor allem in der Breite hat der Spanier zugelegt. Auch ausstattungstechnisch will der Ibiza künftig mit Optionen aufwarten, die man sonst von größeren Fahrzeugen kennt – etwa Voll-LED-Scheinwerfern oder Abstandstempomat. Bei den Benzinern bietet Seat zum Marktstart im Juni zunächst nur Dreizylindermotoren mit 1,0 Liter Hubraum an. Neben dem Basisbenziner 1.0 MPI mit wahlweise 48 kW/65 PS oder 55 kW/75 PS ist noch der aufgeladene 1.0 TSI mit 70 KW/95 PS und 85 KW/115 PS beziehungsweise einer 66 kW/90 PS starken Erdgas-Version zu haben. Außerdem gibt es den überarbeiteten Kompakt-Sportler Leon Cupra zu sehen, der nun serienmäßig auf 221 kW/300 PS kommt.

Skoda

Für Skoda steht der Genfer Salon im Zeichen von Ausbau und Erneuerung. So erhält die frisch geliftete Octavia-Baureihe im RS 245 ein neues Topmodell mit 180 kW/245 PS, die Kodiaq-Familie wächst um einen kernige „Scout“-Version und ein sportlich gestaltetes „Sportline“-Modell. Darüber hinaus zeigen die Tschechen den leicht gelifteten Golf-Konkurrenten Rapid, der neben einer aufpolierten Front ein Infotainment- und Technik-Update erhält.

Smart

Die Modellpalette ist erst einmal komplett, in Genf bleibt Smart daher nur die Präsentation von Sonderauflagen seiner Kleinstwagen. Interessantestes Exemplar ist der offenen Fortwo Brabus Edition #2 mit rotem Leder, 16-Zoll-Alus und zahlreichen Optik-Upgrades.

Subaru

Das Kompakt-SUV XV sollte für Subaru schon in der ersten Generation neue Kundenkreise jenseits der eingeschworenen Markenfans ansprechen. Die Neuauflage tut das mit schnittiger Karosserie noch einmal konsequenter. Boxermotoren und Allradantrieb sind selbstverständlich, auf den Markt kommen dürfte das Kompakt-SUV in der zweiten Jahreshälfte.

Suzuki

Nachdem der Suzuki Swift in den letzten beiden Generationen zumindest äußerlich kaum voneinander zu unterscheiden war, tritt die neueste Auflage des Kleinwagens wieder optisch eigenständiger auf. Vor allem die rundlicher gezeichnete Front unterscheidet ihn von seinen Vorgängern. Der Charakter des Fünftürers dürfte sich weniger stark ändern: Er bleibt klein, leicht und agil.

Ssangyong

Bei Ssangyong hat es mittlerweile Tradition, neue Serienmodelle mehrstufig mit Konzeptfahrzeugen anzukündigen. So gaben die Koreaner im September 2015 auf der Frankfurter IAA mit der Studie XAV einen ersten Ausblick auf eine Neuauflage des Mittelklasse-SUV Korando. In Genf folgt mit dem Konzeptfahrzeug XAVL der zweite Vorbote – allerdings deutlich länger und mit sieben Sitzen. Das Serienmodell dürfte dann auf der IAA im Herbst Premiere feiern.

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Toyota

Statt eine neue Generation aufzulegen, spendiert Toyota im Frühjahr 2017 dem Kleinwagen Yaris nach der umfangreichen Modellüberarbeitung im Jahr 2014 ein zweites Facelift. Dieses beschert dem Japaner im Sommer neben einer aufgefrischten Optik gleich noch einen neuen Benziner und eine Sportversion mit 154 KW/210 PS. Preise sind noch nicht bekannt. Deutlich spektakulärer als das überarbeitete Stadtauto tritt die Studie i-TRIL Concept auf. Der autonom fahrende 1+2-Sitzer ist eine Mischung aus Kleinstwagen und Motorrad und soll einen Ausblick auf die Mobilität der Zukunft geben.

Volvo

Die Schweden treiben die Erneuerung ihrer Modellpalette konsequent vorn. Nachdem in den beiden vergangenen Jahren die 90er-Baureihe frisch aufgelegt wurde, fängt in Genf die Renovierung der kleineren 60er-Modelle an. Den Start macht das Mittelklasse-SUV XC 60, das im neuen, eleganten Designstil der Marke gehalten ist. Für den Antrieb gibt es ausschließlich Vierzylindermotoren, sowohl als Diesel als auch als Benziner. Auch ein Hybridmodell wird wohl kommen.

Volkswagen

Zwischen Phaeton und Passat platziert VW mit dem Arteon Mitte des Jahres ein neues Limousinen-Flaggschiff. Der coupéhaft geschnittene Viertürer ist so etwas wie der Nachfolger des Passat-Ablegers CC, tritt aber deutlich eigenständiger auf. Ein wichtiges neues Element ist eine große und weit nach oben öffnende Heckklappe, die einen guten Zugang zum großen Gepäckraum ermöglicht. Um sich optisch klarer vom Passat abzuheben, kommt der Arteon mit einem aristokratisch gestalteten Gesicht vorgefahren, bei dem die verchromten Kühlergrillrippen von LED-Elementen in den dreidimensional gestalteten Scheinwerfern fortgeführt werden. Zu den Konkurrenten zählen Modelle wie der Audi A5 Sportback und das BMW 4er Gran Coupé. Zweite wichtige Neuheit der Wolfsburger ist der bereits Anfang des Jahres in der US-Version präsentierte Tiguan Allspace, die siebensitzige Langversion des Kompakt-SUVs. Mit 4,70 Metern ist sie knapp 22 Zentimeter länger als das Standardmodell und bietet neben mehr Kniefreiheit in Reihe zwei bis zu 1.920 Liter Gepäckraum. Darüber hinaus soll eine weitere E-Auto-Studie die Elektroauto-Pläne der Marke unterstreichen.

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Der Beitrag erschien zuerst auf unserer Schwesterseite Automobil-Industrie.

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