Kurzgeschlossen? Geplante Batteriefabrik von Daimler-Zulieferer auf dem Prüfstand

Autor / Redakteur: dpa / Peter Königsreuther

In Bitterfeld-Wolfen in Sachsen-Anhalt wollte Farasis, ein Experte für Batterien, ein Batteriewerk bauen, um Daimler beliefern zu können. Alles schien unter Dach und Fach. Jetzt kommen Zweifel auf.

Wird`s was?! Farasis ist der chinesische Hersteller und Daimler-Zulieferer in Sachen Batterien für E-Mobile. In Bitterfeld-Wolfen sollte eine Batteriefabrik entstehen. Das scheint jetzt nicht mehr so sicher.
Wird`s was?! Farasis ist der chinesische Hersteller und Daimler-Zulieferer in Sachen Batterien für E-Mobile. In Bitterfeld-Wolfen sollte eine Batteriefabrik entstehen. Das scheint jetzt nicht mehr so sicher.
(Bild: Daimler)

Der Bau der geplanten Batteriefabrik des chinesischen Herstellers und Daimler -Zulieferers Farasis in Bitterfeld-Wolfen könnte nochmals auf den Prüfstand kommen, berichtet das Handelsblatt. Das Unternehmen teilte gestern auf Anfrage mit, dass man die europaweite „Lokalisierungsstrategie“ nochmals überarbeiten will. Es gehe dabei um die Entscheidung, welche Batteriezellen wo produziert würden. Fragen dazu, inwiefern sich der Bau der geplanten Fabrik in Sachsen-Anhalt damit verzögern wird, oder ob die Errichtung des Werks gänzlich ad acta werden könnte, ließ Farasis allerdings unbeantwortet. Es heißt lediglich, dass Bitterfeld nach wie vor ein Bestandteil dieser Lokalisierungsstrategien bleibt.

Das war noch vor einiger Zeit beabsichtigt:

Geplant war, dass das Werk 2022 eröffnen wird. Farasis wollte dafür rund 600 Millionen Euro investieren, hieß es einst. Geschaffen werden sollten 600 Arbeitsplätze. Der Standort sollte sogar der neue Europasitz des Konzerns werden. Farasis wurde 2002 in Kalifornien gegründet, ist aber inzwischen im chinesischen Ganzhou verortet. Seinen Deutschland-Sitz hat das Unternehmen in Frickenhausen bei Esslingen.

Keine Rede von Kooperations-Ende

Farasis ist nur einer von mehreren Batteriezellen-Zulieferern des Autobauers Daimler. Die Stuttgarter bauen die Batterien für ihre Elektroautos zwar selbst, kaufen einen Großteil der Zellen, die in den Batterien stecken, aber zu, heißt es. Farasis betont, dass die Belieferung von Daimler laufe und auch für die Zukunft gesichert sei. Ein Daimler-Sprecher wies Spekulationen darüber, dass die Kooperation beider Unternehmen geplatzt sein könnte, auf Anfrage zurück.

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