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Metallverarbeitung Geprüfter Explosionsschutz für Abscheideanlagen

| Redakteur: M.A. Frauke Finus

Mit Pro-Pipe-Plus stellt Keller Lufttechnik ein nach DIN EN 16009 zugelassenes Explosionsschutzsystem für Abscheideanlagen in der Metallverarbeitung vor. Die flammenlose Druckentlastung ist zudem so konzipiert, dass die herkömmlichen Sicherheitsbereiche um die Anlage unnötig sind. Das schafft neue Stellflächen und kann Arbeitsprozesse vereinfachen.

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Explosionen treten zwar äußerst selten ein, ihre Folgen können jedoch verheerend sein. Anlagenbetreiber sind daher gesetzlich verpflichtet, Schutzmaßnahmen zu treffen.
Explosionen treten zwar äußerst selten ein, ihre Folgen können jedoch verheerend sein. Anlagenbetreiber sind daher gesetzlich verpflichtet, Schutzmaßnahmen zu treffen.
(Bild: Keller Lufttechnik)

Beim Strahlen, Schleifen, Polieren und Weiterverarbeiten von Metall entstehen feine Stäube. Abscheidesysteme erfassen diese Fremdstoffe und filtern sie aus der Atemluft. Im Inneren der Anlagen ergeben sich jedoch zeitweise hohe Staubkonzentrationen und damit eine explosionsfähige Atmosphäre. „Dann genügt der Eintrag eines kleinen Funkens, um ein Unglück auszulösen“, erläutert Jens Kuhn, Spezialist für Explosionsschutz bei Keller Lufttechnik. „Explosionen treten zwar äußerst selten ein, ihre Folgen können jedoch verheerend sein. Anlagenbetreiber sind daher gesetzlich verpflichtet, Schutzmaßnahmen zu treffen.“

Viel Platz gespart

Keller Lufttechnik stellt jetzt mit Pro-Pipe-Plus ein patentiertes System vor, das für eine flammenlose Druckentlastung an explosionsgefährdeten Metallstaub-Abscheidern sorgt. Die Besonderheit: Die Fachleute richteten die Berstscheibe zur gezielten Druckentlastung sowie die Flammenfalle, ein Drahtgestrick, das durch seine große Oberfläche, die Temperaturen senkt und die Flammen zum Erlöschen bringt, senkrecht aus und haben sie mit einem zusätzlichen Schutzschild versehen. Im Explosionsfall tritt dadurch lediglich Staub aus, der nach oben abgeleitet wird. Dadurch müssen Betreiber bei diesem System keinen Sicherheitsbereich mehr ausweisen. „Dieser Pluspunkt ist viel Geld wert“, sagt Christian Zöller vom Keller-Lufttechnik-Vertrieb, „denn Hallenflächen sind teuer. Fällt um einen mit Pro-Pipe-Plus ausgerüsteten Abscheider der sonst vorgeschriebene Sicherheitsbereich mit einem Radius von 2,5 Metern weg, verringert dies den erforderlichen Platzbedarf erheblich und kann Arbeitswege und -prozesse erleichtern.“

Prüfung nach DIN EN 16009 erfolgreich

Funktionierende Schutzsysteme für die Verarbeitung von Stahl oder Aluminium zu entwickeln ist anspruchsvoll, denn im Explosionsfall können Temperaturen bis 3000 °C entstehen. Daher sieht die 2012 neu in Kraft getretene Prüfnorm DIN EN 16009 vor, dass entsprechende Sicherheitskomponenten einen speziellen Prüfnachweis für den Einsatz in der Metallverarbeitung besitzen müssen. Pro-Pipe-Plus hat die dafür erforderlichen Tests anstandslos bestanden und ist damit eines der wenigen zugelassenen Explosionsschutzsysteme für Abscheider von Metallstäuben.

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