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3D-Drucker

Gesamtpakete für den professionellen 3D-Druck

| Redakteur: Luca Meister

3D-gedruckt: sämtliche Komponenten eines Wälzlagers.
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3D-gedruckt: sämtliche Komponenten eines Wälzlagers. (Bild: Faigle)

Die René Faigle AG hat im April 2013 die Vertretung der 3D Systems Corp. übernommen. Damit wird die umfassende Produktpalette des weltweit führenden Herstellers von 3D-Druckern einer breiten Schicht von Schweizer Unternehmen zugänglich.

Was bis vor kurzem höchstens in einem Science-Fiction-Roman vorkommen konnte, ist heute Realität und in der Praxis anwendbar: Systeme, die dreidimensionale Gegenstände drucken. Wobei das Verb „drucken“ nur insofern gerechtfertigt ist, als der dreidimensionale Gegenstand hergestellt wird, indem das Gerät – vergleichbar mit einem Tintenstrahldrucker – Schicht für Schicht flüssigen Kunststoff aufträgt, der sich dann mit der darunterliegenden Schicht verfestigt.

Produktion von Kleinserien mit 3D-Drucker möglich

Ihren Anfang nahmen 3D-Drucker in der Produktentwicklung. In diesem Bereich ermöglichen sie die schnelle Herstellung von Prototypen und Modellen („Rapid Prototyping“) direkt ab CAD-Daten. So kann zum Beispiel ein Schuhdesigner das neuste Modell seiner Sommersandale in der Originalform und -größe „drucken“ und begutachten, ein Goldschmied Wachsmodelle eines Schmuckstücks, das als Vorlage für eine Gussform verwendet werden kann, herstellen oder ein Architekt für die Bauherrschaft innert Stunden ein bis ins Detail getreues Modell seines Projektes fertigen. Ebenso eignet sich der 3D-Druck zur Erstellung von Gussformen, Werkzeugen, Implantaten oder Prothesen usw. Selbst die Produktion von Kleinserien ist mit diesem Verfahren denkbar.

Beim 3D-Druck werden verschiedene Technologien und Systeme eingesetzt, die mit unterschiedlichen Materialien arbeiten. Die Unterschiede zeigen sich vor allem in der Detailtreue und Präzision sowie bei der Oberflächenbeschaffenheit. Je nach Verwendung können Objekte aus diversen plastikartigen Kunststoffen, Gips oder auch Metall hergestellt werden. Dr. Andres Iten, Verwaltungsratspräsident der René Faigle AG: „Wir sind stolz auf die Vertriebspartnerschaft mit dem führenden Hersteller von 3D-Systemen und freuen uns, dieser innovativen Technologie in der Schweiz zum Durchbruch zu verhelfen. Mit unserem schweizweiten Support- und Service-Netz und unserer Kompetenz im technischen Bereich verfügen wir hierzu über ideale Voraussetzungen.“

Markt der 3D-Drucker könnte Weltwirtschaft verändern

Der Markt der 3D-Drucker und -Anwendungen entwickelt sich rasch und könnte die Weltwirtschaft erheblich verändern. Das Potenzial könnte im Jahr 2025 zwischen 230 und 550 Milliarden US-Dollar betragen, die sich aus reduzierten Kosten und der Individualisierung von Produkten zusammensetzen. Dies berichtet der McKinsey-Report über den 3D-Druck in der online gestellten Zusammenfassung (1.6.2013).

3D-Drucker werden bereits für unterschiedlichste Zwecke in verschiedenen Industrien, wie zum Beispiel in der Architektur, Raumfahrt sowie in der Automobil- und Rüstungsindustrie eingesetzt. Aber auch in der Bildung, im Gesundheitswesen (in der Zahnmedizin und Prothetik) sind solche Systeme bereits nicht mehr wegzudenken.

Professionelle Anwendungen

Die René Faigle AG, die zu den führenden Schweizer Anbietern von herkömmlichen Drucksystemen und Dokumentmanagement-Lösungen zählt, will sich frühzeitig in diesem Markt positionieren. Seit April dieses Jahres hat sie die Vertretung der 3D Systems Corp. übernommen. Das US-amerikanische Unternehmen mit Sitz in Rock Hill, South Carolina, ist einer der weltweit führenden Hersteller von 3D-Drucksystemen. Seine umfassende Produktpalette deckt alle Anwendungen und Preisklassen ab. „Marktwachstum und Medienhype um den 3D-Druck sind beeindruckend. Uns interessieren aber die konkreten Anwendungsmöglichkeiten im professionellen Bereich. Bei richtigem Einsatz additiver Fertigungstechniken können ab rund hunderttausend Franken phantastische Effizienzgewinne erzielt werden“, erklärt Caspar Steiner, Leiter des 3D Systems-Bereich bei Faigle in Zürich.

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