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Steinbichler Geschlossene Arbeitsabläufe mit neuer Automatisierungssoftware

| Autor / Redakteur: Marco Pohle / Dipl.-Ing. (FH) Reinhold Schäfer

Ein Messtechnikunternehmen hat einen durchgängigen Arbeitsablauf zur Roboterprogrammierung entwickelt, in dem alle Prozessschritte vom Projektstart über die Simulation und die Auswertung bis zur Protokollierung abgebildet sind. Dies soll die Bedienungssicherheit erhöhen und eine Menge Programmierzeit einsparen.

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Dank des Zusammenspiels der virtuellen und physischen Gegebenheiten ist es in Zukunft möglich, einfach und schnell ein Roboterprogramm zu erstellen.
Dank des Zusammenspiels der virtuellen und physischen Gegebenheiten ist es in Zukunft möglich, einfach und schnell ein Roboterprogramm zu erstellen.
(Bild: Steinbichler)

Die Nachfrage nach automatisierten Anlagen steigt und damit steigen die Anforderungen an das Softwarekonzept. Steinbichler Optotechnik hat dazu einen durchgängigen Arbeitsablauf entwickelt, in dem alle Prozessschritte vom Projektstart über die Simulation und die Auswertung bis hin zur Protokollierung abgebildet sind. Dies sorgt für eine hohe Bedienungssicherheit und spart Zeit bei der Programmierung ein.

Die Software bildet die reelle Roboteranlage des Kunden 1:1 virtuell ab. Dazu gehören die Roboterperipheriegeräte, das Zellenlayout, die Sicherheitstechnik und die Messsensorik. Die CAD-Daten vom Bauteil sowie von den Befestigungen und Messpläne können in die Software importiert und entsprechend platziert werden.

Dank Offlineprogrammierung gibt es keine Stillstandszeiten mehr

Dank der Offlineprogrammierung entstehen in Zukunft auf der Roboteranlage keine Stillstandszeiten mehr. Die Anlage kann somit optimal genutzt werden. Durch das Platzieren und Bewegen des Roboters im virtuell abgebildeten Messraum ist es dem Programmierer möglich, die Positionen entsprechend den Vorgaben von den Messplänen zu platzieren. Mittels der virtuellen 3D-Scans, die direkt durchgeführt werden, erhält der Programmierer sofort eine Rückmeldung auf Vollständigkeit des Programms. Dazu zählen Überlappbereich, Erreichbarkeit und Vollständigkeit der Messpunkte. Während der Offlineprogrammierung erfolgt simultan zu jeder Position eine Kollisionskontrolle – das erhöht die Betriebssicherheit.

Anlagenbelegungszeit wird so gering wie möglich gehalten

Nach Abschluss einer reellen Messung erhält der Benutzer postwendend einen Status zu der Messung und Auswertung. Im Falle eines Abbruchs lässt sich die Ursache dadurch schnell beheben und es kann ab dem Abbruch noch mal gestartet werden. Die gesamten Prozesse, die während einer Messung laufen, werden von der Software so gesteuert, dass die Anlagenbelegungszeit so gering wie möglich gehalten wird. Sobald der Roboter alle Positionen angefahren hat, kann sofort das neue Bauteil aufgespannt werden und im Hintergrund laufen noch die Auswertungen. Mit dem zentralen Datenmanagement, der Historienverwaltung, lassen sich auch zu einem späteren Zeitpunkt Auswertungen mit geänderten Informationen schnell und einfach wiederholen.

Die offenen Schnittstellen bezüglich Sensor, Auswertung und Roboter ermöglichen die Integration aller gängigen Hersteller. Dank des Zusammenspiels der virtuellen und physischen Gegebenheiten ist es in Zukunft möglich, einfach und schnell ein Roboterprogramm zu erstellen – und das jetzige, komplizierte Teach-in fällt weg. MM

* Marco Pohle ist Produktmanager bei der Steinbichler Conzept Solutions GmbH in 83115 Neubeuern, Tel. (0 80 35) 8 70 40, m.pohle@steinbichler-cs.de

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