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Sensorik Geschwindigkeitsmessung mit Temperaturdatenaufzeichnung

Redakteur: Jürgen Schreier

Ob in Walzwerken oder Prozesslinien: Geschwindigkeit und Länge werden heute meistens berührungsfrei gemessen. Die Micro-Epsilon-Gruppe hat ihre Ascospeed-Sensoren weiterentwickelt und für Geschwindigkeiten bis 3000 m/min ausgelegt.

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Berührungslos arbeitender Geschwindigkeits- und Längensensor Ascospeed 5500 zur Anwendung in der Metall verarbeitenden Industrie. Bild: Micro-Epsilon
Berührungslos arbeitender Geschwindigkeits- und Längensensor Ascospeed 5500 zur Anwendung in der Metall verarbeitenden Industrie. Bild: Micro-Epsilon
( Archiv: Vogel Business Media )

Die Micro-Epsilon-Gruppe ist mit Sensoren unter dem Markennamen Ascospeed seit mehreren Jahren erfolgreich in der Geschwindigkeitsmesstechnik tätig. So hat das Unternehmen mit dem Einsatz von LED der herkömmlichen Halogen- und der Lasertechnik eine klare Absage erteilt und die Ortsfiltertechnik als Messprinzip derart verbessert, dass sich mittlerweile Ausgabezeiten von 500 µs realisieren lassen. Hardware-Chips mit internen Messzyklen im Mikrosekunden-Raster bewirken, dass unabhängig von der Ausgabezeit dem Anlagenbetreiber stets geprüfte und somit sichere Werte zur Verfügung stehen.

Datenrekorder registriert auch in ausgeschaltetem Zustand unzulässige Gerätetemperaturen

Diese Technik erfährt nun zusätzliche Erweiterungen. Ausgelegt für Geschwindigkeiten von maximal 3000 m/min bietet der Ascospeed-Sensor selbst für den Einsatz in Folienwalzgerüsten, Dopplern oder Separierern noch genügend Leistungsreserven hinsichtlich des Arbeitsbereiches.

Ein Temperaturdatenrekorder – nun Bestandteil jedes Geräts – kann selbst im ausgeschalteten Zustand eine unzulässige Gerätetemperatur registrieren und diese dann beim nächsten Einschalten als Fehler an die Steuerung melden. Damit reagiert man vorbeugend auf Anwendungen, bei denen an Walzgerüsten die Masseflussregelung nur bedarfsweise aktiv ist und unter Vorsteuerung und Zugregelung die Messtechnik womöglich deaktiviert bleibt.

Eine abgeschaltete Messtechnik impliziert oft, dass auch die Kühlung der Geräte vom Netz ist. Dadurch entsteht die Gefahr einer Überhitzung der Messtechnik durch die Abwärme der gewalzten Bänder, was mit der neuen Temperaturüberwachung registriert und gemeldet werden kann.

Histogrammspeicher zum statistischen Erfassen der Temperaturbelastung

Ein ebenfalls zum Leistungsumfang gehörender Histogrammspeicher gestattet es, die Temperaturbelastung statistisch zu erfassen und zu bewerten. Damit lässt sich gleichzeitig die Gerätekühlung optimieren.

Ein weiteres Leistungsmerkmal ist die Setup-Tabelle, mit deren Hilfe bis zu zehn unabhängige Gerätekonfigurationen im Gerät hinterlegt werden können.

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