Metallurgiemessen-Quartett 2015 Gifa, Metec, Thermprocess und Newcast zeigen die Bright World of Metals

Autor: M.A. Frauke Finus

Beim Metallurgiemessen-Quartett Mitte Juni hat sich alles um Metalle und und ihre innovativen Verarbeitungsprozesse gedreht. In diesem Jahr war dabei alle Aufmerksamkeit auf Ressourcenschonung und Energieeffizienz gerichtet. Einen Überblick über die Themen und Impressionen im Bild gibt Ihnen dieser Beitrag.

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Die Gifa als Gießerei-Fachmesse, die Metec als Metallurgie-Fachmesse, die Thermprocess als Fachmesse für Thermoprozesstechnik und die Newcast als Messe für Gussprodukte sind eigenständige Messen, die jede für sich und ihre Märkte stehen. Gemeinsam ergeben sie das Bild der Bright World of Metals. 2.200 Aussteller aus aller Welt, zeigen in Düsseldorf, wie der Puls der Zeit ist.
Die Gifa als Gießerei-Fachmesse, die Metec als Metallurgie-Fachmesse, die Thermprocess als Fachmesse für Thermoprozesstechnik und die Newcast als Messe für Gussprodukte sind eigenständige Messen, die jede für sich und ihre Märkte stehen. Gemeinsam ergeben sie das Bild der Bright World of Metals. 2.200 Aussteller aus aller Welt, zeigen in Düsseldorf, wie der Puls der Zeit ist.
(Bild: Finus)

Mit über 2.000 Ausstellern auf einer Gesamt-Ausstellungsfläche von 86.971 qm war das Messe-Quartett 2015 so groß wie nie. Die Gifa als Gießerei-Fachmesse, die Metec als Metallurgie-Fachmesse, die Thermprocess als Fachmesse für Thermoprozesstechnik und die Newcast als Messe für Gussprodukte sind eigenständige Messen, die unter dem gemeinsamen Motto The Bright World of Metals Besucher aus der ganzen Welt begrüßen haben. Vor allem Neuvorstellungen rund um Metalle und und ihre innovativen Verarbeitungsprozesse, die Ressourcen schonen und Energie sparen, sind präsentiert worden. Bereits 2011 hatte der Veranstalter Messe Düsseldorf die Eco-Metals-Kampagne ins Leben gerufen. Mitmachen können Aussteller, die sich in dieser energieintensiven Branche des Messe-Quartetts Energieeinsparungen sowie Material- und Ressourceneffizienz auf die Fahnen geschrieben haben. Dieses Jahr waren 24 Unternehmen unter dem Motto Effiziente Prozesslösungen beteiligt. Mit der Kampagne soll das verantwortungsvolle und umweltbewusste Handeln von Unternehmen gefördert werden. Besucher konnten anhand einer Führung gezielt die Produkte der teilnehmenden Unternehmen an deren Messestand ansteuern.

Die Höhe der Messehallen wird voll ausgenutzt

Auf der Gifa sind traditionell viele Großanlagen zu sehen. Die meisten Herstellern von Gießereimaschinen waren mit kompletten bis zu 10 m hohen Anlagen angereist. Beispiele sind unter anderem die Strahl- und Schrottaufbereitungsanlagen von Rump, die Sandstrahlanlagen der italienischen IMF Group sowie die Gießmaschinen von Kurtz Esra, auf denen in 5 bis 6 Minuten mit einem Schuss gleich zwei Motorblöcke produziert werden können.

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Im Rahmenprogramm des Messegeschehens haben unter anderem am Gifa-Treff verschiedene Aktivitäten der deutschen Gießvereinigungen stattgefunden. Im Rahmen der Gifa-Institute-Schau präsentierten sich 16 Hochschulinstitute mit ihren neusten Entwicklungen aus den Bereichen Gießtechnik und -verfahren, Materialforschung und Werkstofftechnik. Im Rahmen der Metec sind zum Beispiel über 1.300 Vertreter der Stahlindustrie aus 45 Ländern zur Estad-Konferenz, veranstaltet vom Stahlinstitut VDEh, zusammengekommen. Dort stehen der Stahltechnologie und die Anwendung des Werkstoffs Stahl im Mittelpunkt. Heiß ging es auf dem Thermopress-Symposium her, hier haben sich die Teilnehmer über Wärmebehandlung und moderne energietechnische Anlagenkonzepte informiert. Auf dem Newcast-Forum tauschten sich Branchenexperten über den technisch-wissenschaftlichen Fortschritt in der Gießereitechnik aus.

Von der Messe direkt ins Morgenland

Ein realer Steuerstand der SMS Group hat den Besuchern der Metec ermöglicht, die Produktion von Grobblechgerüsten in einer Walzwerkanlage komplett zu steuern und die Prozesse zu analysieren. Mit Blick auf die Simulation in der Walzwerkanlage werden die Prozesse per Joystick gesteuert. Die SMS Group ist einer der führenden Anbieter für metallurgische Systemlösungen in der Stahl und NE-Metall-Industrie.

Nach Saudi Arabien verkauft ist eines der schwersten Exponate auf der Thermopress. Der 50 t schwere Induktionsofen des Dortmunder Unternehmens ABP wird im Anschluss an die Messe nach Rabigh in Saudi Arabien verschifft. Dort wird er als Teil eines Werkes zur Herstellung von Baustahl rund 35 t Stahl in 40 Minuten liefern können. ABP Induction gehört zu den Weltmarktführern von Induktionsanlagen und Dienstleistungen für die Gießerei- Schmiede und Stahlindustrie.

Kein Rennwagen ohne Gießereitechnik

An einem originalen Rennwagen hat das Schweizer Druckguss Unternehmen Bühler auf der Gifa die Vielzahl an Autoteilen, die mit Gießereitechnik produziert werden, demonstriert. Mit einer anschaulichen virtuellen Präsentation konnten Besucher am Rennwagen entlangfahren und so einen guten Einblick ins Innere des Wagens und der Teile, die auf Gießereimaschinen des Unternehmens produziert wurden, bekommen. Bühler ist weltweit führender Anbieter von Aluminium-Leichtbaulösungen für die Automobilindustrie und unterstützt diese bei der Reduzierung von CO2-Emissionen.

Erinnerungen an Kindertage mit Biene Maja kam mit der „Wespe“ daher: sie ist eine kleine Windkraftanlage für den Garten im Aussehen einer Wespe ähnelnd. Zwischen 30.000 bis 40.000 € müsste ein privater Nutzer für seine eigene Stromerzeugungsanlage aus Wind aufbringen. Die Wespe war auf dem Stand des Branchenverbandes bdguss ein sehr anschauliches Beispiel für den vielfältigen Einsatz von Gussprodukten. Der bdguss präsentiert sich mit einer Vielzahl an Präsentationen rund um das Thema Guss sowie dem Gifa-Treff mit hochkarätigen Vorträgen und Diskussionsforen.

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M.A. Frauke Finus

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Leitende Redakteurin, Redaktion @blechnet.com