Autozulieferer Gitter für neuen McLaren

Autor / Redakteur: Björn Hoffmann / M.A. Frauke Finus

Seit Frühjahr 2021 staunt die Welt über den ersten Supersportwagen mit Hybridantrieb, den neuen Artura von McLaren. Er besticht durch seinen „kleinen“ V6-Motor, dessen enorme Leistung und Effizienz auch ein Verdienst Graepels ist.

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Der McLaren Artura mit hybridem Antriebsstrang wird als „Supercar einer neuen Generation“ angepriesen.
Der McLaren Artura mit hybridem Antriebsstrang wird als „Supercar einer neuen Generation“ angepriesen.
(Bild: McLaren)

Die Löninger entwickelten verschiedene Luftgitter, die für die Be- und Entlüftung des insgesamt 680 PS starken Antriebs erforderlich sind. Dabei machte der Zulieferer den Briten zunächst einen Strich durch die Rechnung: Deren Initialentwurf sah eine Konstruktion vor, die sich physikalisch nicht verwirklichen ließ. Graepels Technikteam ging ans Werk: Eine Baugruppe wurde mit weniger Elementen neu konstruiert, eine andere als Einzelteil kalt geformt. Für den Kunden ein echter Gewinn, der Kosten und Einbauzeit spart.

Optik spielt eine große Rolle

McLaren bestückt den Artura mit sechs verschiedenen Graepelgittern aus Stahlblech. Diese sind galvanisch verzinkt und mit einer temperaturbeständigen Pulverbeschichtung versehen. Ihre Konstruktion ist technisch herausfordernder als oft vermutet, denn die Bauteile müssen nicht nur höchsten Festigkeitsansprüchen genügen, sondern auch leicht sein und einen maximalen freien Querschnitt bieten. Zudem spielt bei Premiumfahrzeugen wie dem Artura die Optik eine große Rolle. Graepels Hexagonalprägung und die hochwertige Veredelung im eigenen Oberflächenwerk sorgen hier für eine entsprechende Anmutung. Der Artura ist nicht nur der erste McLaren mit Elektromotor, sondern auch der erste mit einem V6-Verbrenner. Bislang setzte man allein auf große V8-Motoren. Indes, die Transformation scheint geglückt: Der Bolide katapultiert sich in drei Sekunden auf 100 km/h und verbraucht nach Norm nur 5,5 Liter Superbenzin.

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Entwicklung und Fertigung erfolgte „inhouse“,

Graepel hat mit dem neuen Auftrag seine Kompetenz unter Beweis gestellt, auch im automobilen Spitzenfeld mitfahren zu können. Für den Blechspezialisten sei McLaren sozusagen der dritte Sieg in Folge, hieß es: Der Artura markiere das Highlight in Graepels Sportwagensparte im Produktionsjahr 2021. In 2020 stand die Corvette C8 von General Motors im Rampenlicht, in 2019 der Honda NSX. Die gesamte Entwicklung und Fertigung erfolgte „inhouse“, also inklusive eigenem Prototypen- und Werkzeugbau. Mit diesem umfassenden Angebot hat man sich bereits bei Herstellern von Nutzfahrzeugen, Baumaschinen, Bussen, Bahnen und Landmaschinen etablieren können.

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