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Schutz vor Produktpiraterie Glasflächen per Laser fälschungssicher markieren

| Redakteur: Beate Christmann

Um der Produktpiraterie vorzubeugen, forschen Wissenschaftler an einem Weg, wie sie möglichst fälschungssichere Echtheitszertifikate auf geraden und gebogenen Glasflächen anbringen können. Dies soll mittels einem Markierlaser bereits während des Verpackungsprozesses in Sekundenschnelle erfolgen.

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Wissenschaftler des Laser Zentrums Hannover wollen ein Verfahren entwickeln, mit dem sie Glas fälschungssicher markieren können. Per Lasermarkierverfahren sollen sowohl gerade als auch gebogene Glasflächen einen individuellen Fingerabdruck erhalten.
Wissenschaftler des Laser Zentrums Hannover wollen ein Verfahren entwickeln, mit dem sie Glas fälschungssicher markieren können. Per Lasermarkierverfahren sollen sowohl gerade als auch gebogene Glasflächen einen individuellen Fingerabdruck erhalten.
(Bild: LZH)

Annähernd kein Produkt mehr ist sicher davor, kopiert und gefälscht zu werden. Die Produktpiraterie nimmt weiter zu. Das hat nicht immer nur wirtschaftliche Schäden in Milliardenhöhe zur Folge. Viel zu häufig ist auch die Gesundheit oder sogar das Leben von Menschen in Gefahr, insbesondere dann, wenn Medikamente gefälscht werden. Wissenschaftler des Laser Zentrums Hannover (LZH) arbeiten deswegen im Rahmen des Projekts Glasidee an einem Verfahren, mit dem sie unter anderem hochwertige Medizin in Glasampullen fälschungssicher machen möchten.

Individueller Fingerabdruck auf Glas

Mit einem robusten und industriell etablierten Markierlaser sollen gerade und gebogene Glasflächen schon während des Verpackungsprozesses sekundenschnell und individuell mit einem eineindeutigen Echtheitszertifikat versehen werden. Im Projekt soll ein spezielles Verfahren entwickelt werden, mit dem jedes Teil einen individuellen Fingerabdruck bekommt. Für die unsichtbaren Markierungen entwickelt das LZH außerdem ein Ausleseverfahren.

Das Projekt Glasmarkierung mit Laser als Sicherheits-, Identifikations- und Design-Element (Glasidee) wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie im Rahmen des Zentralen Innovationsprogramms Mittelstand.

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