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Hochfrequenztechnik Gradienten werden sichtbar

| Redakteur: Nadine Schweitzer

Ein Hochfrequenz-Durchlichtsystem wurde an die Prüfung von Komponenten angepasst, die mit zunehmender Tendenz im 3D-Druck entstehen.

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Bei der Qualitätsprüfung lässt die Dichteverteilung in Hochfrequenzstrukturen erkennen.
Bei der Qualitätsprüfung lässt die Dichteverteilung in Hochfrequenzstrukturen erkennen.
(Bild: Fraunhofer-Gesellschaft FHR)

Das Fraunhofer-Institut für Hochfrequenzphysik und Radartechnik (FHR) hat sein Hochfrequenz-Durchlichtsystem SAMMI (Stand Alone Millimeter wave Imager) an neue Anforderungen angepasst. Man habe darauf reagiert, heißt es, dass der 3D-Druck für die Entwicklung von Hochfrequenzsystemen an Bedeutung gewinne und völlig neue Designoptionen und Anwendungen eröffne.

Mithilfe des 3D-Drucks oder anderer additiver Fertigungsverfahren können dem FHR zufolge elektromagnetische Eigenschaften von Hochfrequenzsystemen sehr flexibel eingestellt werden. Dies gelinge unter anderem durch unterschiedliche Dichteverteilung des Materials in Komponenten, die bis in feinste Strukturen exakt ausgebildet werden könnten. Noch nicht befriedigend gelöst sei die Qualitätssicherung, denn die Durchlässigkeit der im 3D-Druck hergestellten Komponenten für Hochfrequenz-Signale könne noch nicht verlässlich geprüft werden.

Das transportable, ursprünglich zur Durchleuchtung von verpackten Gütern entwickelte Messystem des FHR scannt Materialien und deren Dichteverteilung den Angaben zufolge sicher und schnell. Visualisiert würden nicht nur die Gradienten-Verläufe im Material, auch die Detektion von Produktionsfehlern sei möglich.

FhG FHR – Fraunhofer-Institut für Hochfrequenzphysik und Radartechnik auf der Hannover Messe: Halle 2, Stand C22.

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