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Vakuum ohne Druckluft Greifen durch muskelartige Bewegungen

Redakteur: Nadine Schweitzer

Ein Vakuum-Sauggreifer basiert auf dem Formgedächtnis von Drahtbündeln, die durch An- und Entspannung eine Membran bewegen.

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Das neue Greifprinzip hat Prof. Seelecke zufolge „die höchste Energiedichte aller bekannten Antriebsmechanismen“.
Das neue Greifprinzip hat Prof. Seelecke zufolge „die höchste Energiedichte aller bekannten Antriebsmechanismen“.
(Bild: Universität des Saarlandes (Oliver Dietze))

Eine Arbeitsgruppe um Prof. Dr.-Ing. Stefan Seelecke, Inhaber des Lehrstuhls für intelligente Materialsysteme an der Universität des Saarlandes, präsentiert ein neues Konzept eines Vakuum-Sauggreifers, der ohne Druckluft auskommt.

Die in der industriellen Fertigung weit verbreiteten und üblicherweise mit Druckluft betriebenen Vakuum-Sauggreifer sind der Arbeitsgruppe zufolge laut, teuer und energieaufwendig. Der neue Greifer aus dem Saarland, der von Susanne-Marie Kirsch und Felix Welsch maßgeblich mitentwickelt wurde, arbeitet auf der Basis des Formgedächtnisses von bündelartig zusammengefassten Nickel-Titan-Drähten, die durch Stromfluss angespannt oder entspannt werden und dabei eine Membran bewegen, die ein tragfähiges Vakuum erzeugt.

Die haarfeinen Drähte kontrahieren – so Prof. Seelecke – wie Muskeln: „Sie haben die höchste Energiedichte aller bekannten Antriebsmechanismen. Auf kleinem Raum entwickeln sie hohe Zugkräfte.“

Universität des Saarlandes auf der Hannover Messe: Halle 2, Stand B46.

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