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Logistik

Grüne Logistik soll Klimawandel bremsen

20.11.2008 | Autor / Redakteur: Jürgen Schreier / Jürgen Schreier

Im Rahmen des Klimaschutzprogramms Go Green will DHL durch den Einsatz alternativer Fahrzeuge und Kraftstoffe die CO2-Emissionen beim Paket-transport vermindern. Bild: DHL
Im Rahmen des Klimaschutzprogramms Go Green will DHL durch den Einsatz alternativer Fahrzeuge und Kraftstoffe die CO2-Emissionen beim Paket-transport vermindern. Bild: DHL

Rund 18% der Treibhausgasemissionen entfallen auf den Transportbereich. Und so versuchen Logistikdienstleister, dem Klimawandel mit „grünen“ Logistikkonzepten entgegenzuwirken – Konzepten, die durchaus wirtschaftliche Vorteile bieten.

Das Transportaufkommen wächst rapide, die Lkw-Kolonnen auf Deutschlands Fernstraßen werden immer länger – und mit jedem weiteren Brummi, der sich in diese Karawane einreiht, nimmt der Ausstoß von Treibhausgasen und anderen Schadstoffen zu. Rund 18% der weltweiten CO2-Emissionen haben ihre Ursache im Transport von Gütern und Waren, wovon wiederum 72% auf den Straßentransport entfallen, wie das World Resources Institute (WRI) berechnet hat.

Logistiker setzen auf Umweltschutz

Dass in Sachen Umweltschutz Handlungsbedarf besteht, haben zumindest die Großen der Logistikbranche erkannt und entsprechende Umweltinitiativen oder -programme gestartet. So rief TNT 2007 die konzernweite Initiative „Planet me“ ins Leben, deren Ziel es ist, den CO2-Ausstoß im gesamten Unternehmen zu reduzieren und das Bewusstsein der Mitarbeiter, Kunden und Stakeholder für das Thema „Nachhaltigkeit“ zu sensibilisieren.

Bereits seit 1999 kommen bei TNT Erdgasfahrzeuge zum Einsatz. Aktuell sollen fast 160 dieser umweltfreundlichen Vehikel über Deutschlands Straßen. Doch auch in anderen Ländern liefert der KEP-Konzern emissionsarm aus: In England hat man dafür vor kurzem 7,5-Tonner mit Elektroantrieb in Dienst gestellt und in Amsterdam sorgen 50 Biosprit-Laster dafür, dass die Sendungen auf umweltfreundliche Weise den Empfänger erreichen.

Mit dem Einsatz emissionsarmer Fahrzeuge lässt es die Planet-me-Initiative aber nicht bewenden. So sei dieser zwar ein positiver Beitrag zur Verminderung des Kohlendioxid-Ausstoßes, doch gehe er „vor dem Hintergrund des fortschreitenden Klimawandels und der damit verbundenen Folgen für Umwelt und Menschen nicht weit genug“, meint Frank Markschat, Senior General Manager Strategy & Development bei TNT. „Denn jedes Unternehmen produziert im Rahmen sämtlicher Unternehmensprozesse CO2-Emissionen. Nachhaltig umweltfreundliches Handeln ist deshalb nur möglich, wenn alle Prozesse in Hinblick auf den Ausstoß von Kohlendioxid untersucht werden.“

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Videokonferenzen zur CO2-Reduzierung

Genau das wurde bei TNT getan und aus der Analyse Handlungsfelder zur CO2-Reduzierung formuliert. Eine dieser Maßnahmen war bespielsweise die Installation von 60 Videokonferenzsystemen im Konzern , wodurch der „Sitzungstourismus“ eingedämmt und der Ausstoß von 225 t umweltschädlicher Treibhausgase vermieden werden konnten.

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