Extrusion Günstigere Blasfolien durch Direktextrusion

Redakteur: Peter Königsreuther

Die Reifenhäuser Kiefel Extrusion hat bei der vergangenen K in Düsseldorf ein neu entwickeltes Verfahren zur Herstellung mehrschichtiger Blasfolien vorgestellt: Mit der Evolution-Ultra-Fusion-Technik erhöhen sich die Qualität und Wirtschaftlichkeit spürbar, wie die Reifenhäuser-Experten berichten.

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Ein Doppelschnecken-Extruder des Typs REI-truder von Reifenhäuser bildet das Herz der Evolution-Ultra-Fusion-Technologie, mit der Folienhersteller produktiver arbeiten können, dabei noch teure Ressourcen sparen und ihre Folienqualität auch noch verbessern.
Ein Doppelschnecken-Extruder des Typs REI-truder von Reifenhäuser bildet das Herz der Evolution-Ultra-Fusion-Technologie, mit der Folienhersteller produktiver arbeiten können, dabei noch teure Ressourcen sparen und ihre Folienqualität auch noch verbessern.
(Bild: Reifenhäuser)

Evolution Ultra Fusion: die erste Direktextrusions-Technologie für die Herstellung mehrschichtiger Blasfolien, steigert Produktivität und Energieeffizienz, senkt die Produktionskosten und verbessert die Folieneigenschaften, zählt der Hersteller Reifenhäuser auf. Praxistests im Technikum der Reifenhäuser Kiefel Extrusion untermauern die zur K 2013 unter dem Motto Rethinking Technology erstmals vorgestellten Wettbewerbsvorteile, wie es weiter heißt. Seit Kurzem entwickele man die Technologie zur kommerziellen Nutzung weiter.

Direktextrusion ist wirtschaflticher

Die Evolution-Ultra-Fusion-Technologie verarbeitet den Rohstoffe direkt, das heißt ohne vorherige Vortrocknung und Compoundierung, sagen die Verantwortlichen. Die Ingenieure haben dazu einen Doppelschneckenextruder der Baureihe REI-truder direkt in eine Blasfolienanlage integriert, heißt es. Die Produktionskosten für die Herstellung dreischichtiger Folien sinken mit dieser Direktextrusionmethode im Vegleich zur Verarbeitung von Compounds und Masterbatches um über 15 %.

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Das volle Einsparpotential des neuartigen Prozesses zeige sich vor allem bei der Herstellung gefüllter mehrschichtiger Folien, bei denen ein Teil des teuren Rohstoffs, wie etwa Polyethylen durch günstigere Füllmaterialien wie Calciumcarbonat (CaCO3) ersetzt werde. Laut Reifenhäuser erreichen die Kunststoffverarbeiter mit der Evolution-Ultra-Fusion-Technologie besonders hohe Füllgerade – im Idealfall bis 50 %. Nicht zuletzt ließen sich die Herstellkosten so um über 20 % verringern.

Kunststofffolien werden fester und steifer

Neben der Kosteneinsparung wirken sich die hohen Füllgerade außerdem positiv auf die Folieneigenschaften aus: Folienfestigkeit und Foliensteifigkeit steigen und die Dehnung der Folie fällt geringer aus. Darüber hinaus lassen sich mit der Technologie besondere Eigenschaften erzielen wie zum Beispiel für die Herstellung atmungsaktiver Folien.

Gemeinsam mit einem Industriepartner führt Reifenhäuser Kiefel Extrusion die Technologie durch die Entwicklung industrietauglicher Produkte derzeit zur Marktreife. Aber bereits jetzt könnte Evolution Ultra Fusion im weltweit größten Technikum für die Herstellung von Vliesstoffen, Folien und Wood Polymer Composites am Firmensitz in Troisdorf von Kunden getestet werden.

Neue Marktchancen durch höhere Qualität

Gebietsverkaufsleiter Sascha Skora bemerkt dazu: „Im Moment nutzen sehr viele Kunden die Testmöglichkeiten in unserem Forschungs- und Entwicklungszentrum.“ Die Technologie komme nicht nur wegen des hohen Einsparpotenzials gut an sondern auch wegen des möglichen Einstiegs in neue Märkte mit hohem Anspruch an die Folienqualität. Mit dem neu entwickelten Extrusionprozess können diese hohen Anforderungen und besondere Folieneigenschaften zuverlässig und wirtschaftlich realisiert werden, betont Skorka.

Hier noch einige Anwendungsbeispiele für die Evolution-Ultra-Fusion-Technologie:

  • Blumenerde- oder Torfverpackungssäcke;
  • Folien für Pressverpackungen;
  • Atmungsaktive und nicht atmungsaktive Backsheet Folien für Windeln;
  • Atmungsaktive Folien;
  • Bio-Folien, zum Beispiel PLA plus Füllstoff.

MM

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