Hannover Messe 2017 Gut gerüstet für die neue Leitmesse IAMD

Autor: Stefanie Michel

Die MDA ist nun Geschichte und daher ist es Zeit, ein Resümee der letzte Veranstaltung zu ziehen. Das große Thema Digitalisierung bewegte auch hier zahlreiche Aussteller, sodass die Veranstalter zuversichtlich auf die neue IAMD 2018 blicken.

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Die MDA ist Geschichte, doch Christian Kienzle und Hartmut Rauen (v.l.) freuen sich auf die IAMD.
Die MDA ist Geschichte, doch Christian Kienzle und Hartmut Rauen (v.l.) freuen sich auf die IAMD.
(Bild: Stefanie Michel)

Nicht nur die Hersteller für die Fabrikautomatisierung können von Industrie 4.0 profitieren, sondern auch die meisten Aussteller der Leitmesse Motion, Drive & Automation (MDA). Viele haben sich bereits gewandelt hin zum Anbieter von Systemlösungen, ihre Produkte integrieren wie selbstverständlich komplexe Software. Ihre Leistungsfähigkeit stellten die MDA-Aussteller unter anderem im Rahmen der Sonderschau „Predictive Maintenance 4.0“ dar. Seit der letzten Sonderschau 2016 hat sich hier viel getan: gab es im vergangenen Jahr zahlreiche Ideen und Visionen, sind heute bereits funktionsfähige Lösungen auf dem Markt verfügbar.

Hartmut Rauen, Geschäftsführer der Fachverbände Antriebs- und Fluidtechnik im VDMA, und Christian H. Kienzle, MDA-Vorsitzender, ziehen ein positives Fazit. Rauen: „Die MDA hat am Beispiel Predictive Maintenance gezeigt, dass sich softwarebasierte Lösungen in kurzer Zeit entwickeln lassen.“ Dieses Thema zeige, so Rauen, wie sich Big Data mit Big Thinking zu Big Business verbinden lasse. Daher sieht er die MDA-Aussteller gut gerüstet für die kommende IAMD und das Thema Industrie 4.0 als Wettbewerbsvorteil für die deutsche Industrie.

IAMD als „positive Provokation“ für die Aussteller

Günter Schrank, Geschäftsführer bei Parker Hannifin und größter Aussteller auf der MDA, zeigte sich ebenfalls zufrieden. Zwar war es an den Parker-Ständen etwas ruhiger, doch konnte die Qualität der Besucher die Quantität wettmachen. An der jährlich stattfindenden IAMD wird Parker natürlich teilnehmen, doch auch ein solch großes Unternehmen muss sich dann fragen, wie man den Messeauftritt sinnvoll bestücken kann. Nicht alle Unternehmensbereiche haben Entwicklungszyklen, die jährlich neue Produkte hervorbringen. Ähnlich würde es eventuell auch kleineren Unternehmen gehen, die nur Komponentenhersteller sind, so Schrank. Dennoch findet er die Entwicklung hin zur IAMD begrüßenswert: „Wir empfinden es als positive Provokation.“

So wird im nächsten Jahr die neue Leitmesse auch neue Impulse geben und die früheren MDA-Aussteller noch mehr zum Nachdenken anregen hinsichtlich weiterer Systemlösungen und neuer Geschäftsmodelle. Rauen ist zuversichtlich: „Die Hannover Messe hat durch Industrie 4.0 massiv gewonnen.“ Und das soll auch für die MDA-Aussteller gelten.

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 Stefanie Michel

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Journalist, MM MaschinenMarkt