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AMB 2016 Gute Stimmung trotz Besucherrückgang

| Redakteur: Andrea Gillhuber

Alle Vorzeichen zum Start der AMB in Stuttgart ließen auf eine Rekordmesse schließen: mehr Fläche, mehr Aussteller. Am Ende gab es einen Besucherrückgang zu vermelden. Für die Branche selbst sind die Vorzeichen gut.

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Junge Tüftler montieren Formel-1-Modellwagen auf der Sonderschau Jugend der VDW-Nachwuchsstiftung.
Junge Tüftler montieren Formel-1-Modellwagen auf der Sonderschau Jugend der VDW-Nachwuchsstiftung.
(Bild: Messe Stuttgart)

Die AMB hat die Messe Stuttgart an ihre Grenzen gebracht, denn die 1468 Aussteller (2014: 1356) haben die Hallenkapazitäten beinahe erschöpft. Ein Grund dafür war, dass verschiedene Gemeinschaftsstände und Sonderschauen mehr Mitaussteller gemeldet hatten. Rund 30 % der Aussteller kamen aus dem Ausland, die meisten davon aus Schweiz, Italien, Spanien und Österreich. Hinter den Erwartungen blieb die Messe lediglich bei den Besucherzahlen: Die zu Messebeginn erwartete Schwelle von 90.000 Fachbesuchern konnte nicht überschritten werden. Mit 86.156 Besuchern kamen rund 4000 Interessierte weniger als in den Jahren 2012 bis 2016. Das ist der erste Besucherrückgang im Vergleich zum Vorjahr in der Geschichte der Messe.

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Die ideellen Träger der Messe, der Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken, der VDMA-Fachverband Präzisionswerkzeuge und der VDMA-Fachverband Software, sind für die Zukunft der Branche positiv gestimmt. Der VDW hat für den deutschen und europäischen Markt die Produktionsprognosen für das laufende Jahr angehoben, trotz der Krisen und Turbulenzen auf internationalem Parkett. Im ersten halben Jahr lag der Auftragseingang 12 % über dem Vorjahr; die Inlandsnachfrage notierte ein Zehntel höher, die Auslandsorders legten um 13 % zu. Die hohe Nachfrage ist vor allem dem guten Inlandsgeschäft und Großprojekten der Automobilindustrie in China und Mexiko geschuldet, wovon hauptsächlich Bearbeitungszentren und Fräsmaschinen profitieren. Andere Zerspanungstechnologien, aber auch wesentliche Bereiche der Umformtechnik schneiden bei der Auslandsnachfrage schwächer ab.

Die Kapazitätsauslastung stieg zuletzt wieder leicht von 86,3 % im April auf 86,6 % im Juli an.

Auch die Produktionsprognosen hebt der VDW an: Zwar gab es im ersten Halbjahr noch einen leichten Produktionsrückgang von 1 %, doch wuchsen Service und Instandhaltung um 7 % an. Auch aufgrund der positiven Bestellentwicklung im ersten Halbjahr geht der Verein davon aus, dass zumindest ein Teil der Bestellungen noch in diesem Jahr produziert wird. Aufgrund dessen hebt der VDW die Produktionsprognose für Werkzeugmaschinen um einen Prozentpunkt an.

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