AMB Iran Guter Start für die Erstveranstaltung

Autor / Redakteur: Hans-Jürgen Kuntze / Udo Schnell

Ausgebuchte Hallen, angeregte Diskussionen an den Messeständen und vorsichtiger Optimismus bei den Ausstellern. Die erste AMB Iran ist gut gestartet.

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Große Maschinen und Anlagen sind kaum zu sehen, dafür viele kleine, offensichtlich rege Gesprächsrunden.
Große Maschinen und Anlagen sind kaum zu sehen, dafür viele kleine, offensichtlich rege Gesprächsrunden.
(Bild: Kuntze)

Werkzeugmaschinen – us. Es war nur ein kleiner Schnitt, als VDW-Geschäftsführer Dr. Winfried Schäfer und Ulrich Kromer von Baerle, Geschäftsführer der Messe Stuttgart, die erste AMB Iran eröffneten. Doch als das rote Band durchtrennt war, mag das möglicherweise ein großer Tag für den deutschen Maschinenbau gewesen sein.

Das Embargo fällt – und wir sind da, das dürfte die wesentliche Botschaft der mehr als 110 vorrangig deutschen Aussteller im Boostan Goftegoo´s Exhibition Center bei dieser Premiere sein. Weniger mit der Hoffnung, sofort die großen Kundengeschäfte zu machen, aber doch, um Kontakte der Vor-Embargo-Ära aufzufrischen, neue Handelspartner und Vertreter zu finden, generell Multiplikatoren für die eigene (Geschäfts-)Sache zu begeistern, hieß es unisono an den Ständen.

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Hilfreiche Initiative

Zwischen 500 und 1000 Besucher dürften es am ersten Messetag gewesen sein, die sich in den beiden ausgebuchten Hallen auf den Stand deutscher und europäischer Fertigungstechnik, vor allem im Bereich Zerspanung, brachten. „Ein Beleg dafür, dass es die richtige Strategie war, die AMB in den Iran zu exportieren“, bilanzierte Messechef Kromer den Starterfolg. Die Aussteller goutierten die Initiative der Messe Stuttgart und des VDW, nannten das Gemeinschaftsprojekt abwechselnd „löblich“, „hilfreich“ oder „dankenswert“.

Auffallend war die Anzahl der Gebrauchtmaschinenstände. Deren Händler rechnen sich offenbar ebenfalls gute Chancen aus. Ansonsten war der Mittelstand wie Hermle, Knuth oder Grob ebenso gut vertreten wie die typischen Größen des Messegeschäftes, beispielsweise Festo, Schuler oder DMG Mori.

Viele rege Gesprächsrunden

Nur eben noch ein wenig kleiner und bescheidener als sonst. Große Maschinen und Anlagen sind kaum zu sehen, dafür viele kleine, offensichtlich rege Gesprächsrunden. Ob die tatsächlich dazu führen werden, dass der Iran wieder auf den 9. Platz der wichtigsten Ausfuhrmärkte (Anfang der 90er fast 190 Mio. Euro) für die deutschen Hersteller gelangen kann, werden wohl erst künftige Ausgaben der AMB Iran weisen. Der erste Schritt ist mit diesem Auftakt getan.

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