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Industrie 4.0

Hackathon zeigt: Industrie 4.0 geht nicht im Alleingang

| Redakteur: Stefanie Michel

48 Stunden mit aktuellen IoT-Werkzeugen und realen Fertigungsdaten zu mehr Gesamtanlageneffizienz (GAE): Dieses Ziel verfolgten etwa 100 Teilnehmer aus 14 Ländern auf dem Manufacturing Hackathon der Bosch Connected Experience. Austragungsort der insgesamt 500 Besucher zählenden Veranstaltung war die Station Berlin.

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Mit aktuellen Tools wie dem Rexroth IoT Gateway suchten die rund 100 Teilnehmenden der Hack Challenge Manufacturing nach neuen Wegen für mehr Gesamtanlageneffektivität.
Mit aktuellen Tools wie dem Rexroth IoT Gateway suchten die rund 100 Teilnehmenden der Hack Challenge Manufacturing nach neuen Wegen für mehr Gesamtanlageneffektivität.
(Bild: Bosch Rexroth)

Für ihre Arbeit in den drei klassischen GAE-Feldern Performance, Verfügbarkeit und Qualität bot „Hack Master“ Janette Kothe den 14 Hack-Teams konkrete Datenquellen aus der Praxis an. So etwa den digitalen Zwilling eines auf der zeitgleich stattgefundenen IoT-Konferenz Bosch Connected World ausgestellten Maschinenmoduls einer Verpackungslinie, reale Maschinedaten aus der Hydraulikfertigung oder die Echtzeitaufzeichnungen des Industrie-4.0-tauglichen Handschraubers Nexo.

Werkzeugseitig stellte Bosch Rexroth den Teams einen kompletten Connectivity Stack zur Verfügung. Im Zentrum: das schnell konfigurierbare Rexroth IoT Gateway, welches Sensor-und Maschinendaten ohne Beeinflussung der vorhandenen Automatisierungslogik sammelt und an ein übergeordnetes Analysetool weiterleitet. Zur Auswertung, Visualisierung und Initiierung von Maßnahmen, beispielsweise für eine zustandsbasierte Wartung, nutzten die Teilnehmer entweder den als Starter Kit mit dem IoT Gateway erhältlichen Production Performance Manager von Bosch Software Innovations oder die Cloud-Plattform Predix von GE Digital. Auf der „unteren“ Datenebene profitierten die Teams von modernsten Sensoren nebst zugehöriger Plattformen wie Sick App Space oder Bosch Sensor Cloud. Ein Team von Accenture unterstütze die Konzeption der Use-Cases mit Design Thinking. Zu den weiteren 14 Hack Enablern zählten unter anderem Amazon Webservices, Axway und die Eclipse Foundation.

Siegerteams bewiesen: vernetzte Lösungen sind schnell erstellt

Zu Gewinnern der Hack Challenge Manufacturing wurden die Teams „Sick Fridge“ und „Hydra – Hydraulic Data Realtime Analysis“ gewählt. Aufgabe von „Hydra“ war es, per IoT Gateway erfasste Daten eines Hydraulikprüfstands über PPM und Predix in Echtzeit auszuwerten, um Verfügbarkeit und Wartungszyklen zu optimieren. Für ihre Predix-Implementierung erhielt das Team von Hack Partner GE Digital einen Sonderpreis.

Das zweite Gewinnerteam Sick Fridge bearbeitete spielerisch die Themen Verfügbarkeit und Produktqualität: Um stets ein bestimmtes Sortiment an gut temperierten Kaltgetränken parat zu haben, überwachte das Projekt den Kühlschrank auf der Manufacturing Hack Area in Echtzeit mittels Kamera- und Temperatursensoren. Die Smart Fridge konnte so mitteilen, zu welchem Zeitpunkt welches Produkt in welcher Menge nachzufüllen war.

„Die Veranstaltung machte allen großen Spaß und zeigte einmal mehr, wie schnell sich das Connected Automation Portfolio von Bosch Rexroth und die gezeigten Lösungen aus dem breiten Partnerökosystem in konkrete Use Cases verwandeln lassen“, resümiert Hack MC Janette Kothe, Technical Sales Support für Industrie 4.0 bei Bosch Rexroth. „Darüber hinaus macht der Hackathon die Bedeutung der Zusammenarbeitet bei den Themenkomplexen IoT und Industrie 4.0 deutlich, die sich nur gemeinsam bewältigen lassen.“

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