Wegen Lieferengpässen Hafen von Los Angeles wechselt auf Dauerbetrieb

Autor / Redakteur: dpa-AFX / Peter Königsreuther

US-Präsident Joe Biden sagt den weltweiten Lieferengpässen den Kampf an. Deshalb geht der Hafen von Los Angeles in den rund-um-die-Uhr-Betrieb. Und nicht nur der.

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Die Unternehmen der Welt leiden unter Lieferengpässen, mit bisher nie dagewesenem Ausmaß. Um das Problem zu entschärfen, geht der Hafen in Los Angeles jetzt in den Dauerbetrieb, wie die dpa meldet. Der Hafen von Long Beach (Bild) ist schon in diesem Modus.
Die Unternehmen der Welt leiden unter Lieferengpässen, mit bisher nie dagewesenem Ausmaß. Um das Problem zu entschärfen, geht der Hafen in Los Angeles jetzt in den Dauerbetrieb, wie die dpa meldet. Der Hafen von Long Beach (Bild) ist schon in diesem Modus.
(Bild: dpa)

Die Lieferengpässe an Häfen in Kombination mit fehlenden Containerkapazitäten machen sich bekannterweise zunehmend bemerkbar. Und traditionell sind die US-Häfen nur von Montag bis Freitag geöffnet und in der Regel nachts und an den Wochenenden geschlossen, erklärte US-Präsident Biden gestern der dpa. Nach Verhandlungen seiner Regierung mit Gewerkschaften, Betreibern und Spediteuren ändert sich das nun gravierend – zum Wohl vieler. Denn durch die Öffnung an sieben Tagen in der Woche, in der Nacht und an den Wochenenden wird der Hafen von Los Angeles mehr als 60 zusätzliche Stunden pro Woche aktiv sein. Der Hafen von Long Beach, ebenfalls im US-Bundesstaat Kalifornien und quasi daneben, arbeitet bereits im Dauerbetrieb. Die beiden Häfen sind übrigens die größten der USA.

Zeichen für eine sich bessernde Versorgungslage

Der US-Einzelhändler Walmart und die US-Paketdienste UPS und Fedex sollen bereits grünes Licht gegeben haben, ebenfalls außerhalb ihrer Hauptzeiten zu arbeiten, um die Waren zu entladen oder zu transportieren. Die heute eingegangenen Verpflichtungen gelten für Biden als Symbol eines großen Fortschritts und dafür, dass die Versorgung bald wieder klappt. Aber: „Wir sind nicht die Post oder UPS oder Fedex. Wir können nichts garantieren“, merkte die Sprecherin des Weißen Hauses, Jen Psaki, dennoch auf die Frage an, ob zum Beispiel Weihnachtspakete rechtzeitig ankommen werden. Es würden aber alle der Regierung zur Verfügung stehenden Mittel eingesetzt, um möglichst reibungslose Abwicklungen zu schaffen.

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