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VDMA-Hochschulpreis 2017 Hamburger Hochschule überzeugt durch hohe Praxisorientierung

| Redakteur: Rebecca Vogt

Die Hochschule für angewandte Wissenschaften (HAW) Hamburg hat den VDMA-Hochschulpreis 2017 gewonnen. Entscheidend für den Sieg war der enge Bezug zur Praxis, der bereits bei den Erstsemestern im Fokus steht. Insgesamt wurden vom VDMA deutschlandweit fünf Konzepte ausgezeichnet.

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Die Preisträger des VDMA-Hochschulpreises 2017. Insgesamt wurden fünf Konzepte ausgezeichnet.
Die Preisträger des VDMA-Hochschulpreises 2017. Insgesamt wurden fünf Konzepte ausgezeichnet.
(Bild: X21de/Tatjana Dachsel)

Neben den üblichen Grundlagenvorlesungen in Physik oder Elektrotechnik bietet die HAW Hamburg den Studierenden ab Beginn des Studiums einen engen Bezug zur Praxis. Dafür sorgen Schwerpunktthemen wie Photovoltaik oder Windkraft. Die Lehrveranstaltungen sind nach dem Konzept der fächerintegrierend-themenorientierten Lehre miteinander verzahnt. In Grundlagenvorlesungen werden die Kompetenzen vermittelt, die nötig sind, um Praxisaufgaben zu lösen.

Hartmut Rauen, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des VDMA, erklärt: „Das Konzept fördert die Fähigkeit zur Problemlösung und erzeugt Einsicht in die Notwendigkeit der wissenschaftlichen Grundlagen. Dies motiviert die Studierenden und ist gleichzeitig eine hervorragende Berufsvorbereitung.“

Lehrinnovationen in einer digitalen Welt

Mit diesem Konzept sicherte sich das Department Informations- und Elektrotechnik der Fakultät Technik und Informatik der HAW Hamburg den Sieg. Der sogenannte Maschinenhauspreis, der zum dritten Mal vergeben wurde, ist mit 100.000 Euro dotiert. „Die Digitalisierung ist eine epochale Herausforderung. Wir brauchen Ingenieure, die aus virtuellen reale Welten machen. Unser Gewinner zeigt eindrucksvoll, welche Lehrinnovationen möglich und nötig sind, um das zu erreichen“, betont Rauen.

Hochwertige Ausbildung als Grundlage für Qualität

„Die herausragenden Leistungen deutscher Ingenieurinnen und Ingenieure prägen das Label 'Made in Germany' seit Jahrzehnten. Ihre hochwertige Ausbildung hierzulande ist der Schlüssel dafür. Aus aller Welt strömen Studierende nach Deutschland, um hier ein Ingenieurstudium zu absolvieren“, sagt Johanna Wanka, Bundesministerin für Bildung und Forschung.

„Ich danke dem VDMA für sein Engagement und gratuliere dem Gewinner für das zukunftsweisende Konzept. Dieser Hochschulpreis passt zu den Aktivitäten der Bundesregierung: Ein Ziel des Bund-Länder-Programms für bessere Studienbedingungen und mehr Qualität in der Lehre ist es zum Beispiel, allen Studierenden in ihrer Vielfalt die gleichen guten Chancen zu geben und unseren Nachwuchs exzellent auszubilden. Im Fokus stehen dabei unter anderem die Förderung von Selbstständigkeit und Praxisbezug. Die Ingenieurwissenschaften sind in diesem Programm prominent vertreten.“

Fünf Konzepte ausgezeichnet

Neben der HAW Hamburg wurden die Fakultät für angewandte Naturwissenschaften und Mechatronik der Hochschule München sowie die Fakultät Maschinenbau der HAW Würzburg-Schweinfurt mit 35.000 beziehungsweise 15.000 Euro ausgezeichnet. Zwei Sonderpreise für sich noch im Aufbau befindliche Lehrkonzepte mit jeweils 7.500 Euro Preisgeld gingen an den Campus Nordschwarzwald der Universität Stuttgart sowie den Studiengang Systems Engineering der Hochschulen in Augsburg und Kempten.

Die fünf Gewinner wurden bei einer feierlichen Preisverleihung vor über 100 Gästen aus Industrie, Wissenschaft sowie Politik und Gesellschaft ausgezeichnet.

Initiative Maschinenhaus

Der VDMA-Hochschulpreis ist Teil der Initiative „Maschinenhaus – Campus für Ingenieurinnen und Ingenieure“. Mit dem Maschinenhaus will der VDMA einen Beitrag für geringere Studienabbruchquoten und einen gut ausgebildeten Ingenieurnachwuchs leisten. Der Verband unterstützt dazu ingenieurwissenschaftliche Fachbereiche und Fakultäten bei der Verbesserung ihrer Lehre.

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