Scanner Handlicher 3D-Scanner liefert farb- und strukturgenaue Daten im Handumdrehen

Autor / Redakteur: Peter Königsreuther / Peter Königsreuther

Bei der Artec Group Inc. heißt das neue Highlight Eva. Es handelt sich um einen portablen und besonders flexiblen 3D-Scanner, der mit einem patentierten Abtastverfahren in kurzer Zeit für genaue Daten sorgt.

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Weltpremiere auf der Control 2012 in Stuttgart: Anna Zevelyov, Director of Sales beim californischen Unternehmen Artec, präsentierte den handlichen 3D-Scanner EVA aus dem Hause Artec. Er registriert Oberflächenstrukturen und Farben im sekundenkurzen Handumdrehen, ist mit zwei Knöpfen leicht bedienbar und belastet das Handgelenk mit nur 0,85 kg Gesamtgewicht.
Weltpremiere auf der Control 2012 in Stuttgart: Anna Zevelyov, Director of Sales beim californischen Unternehmen Artec, präsentierte den handlichen 3D-Scanner EVA aus dem Hause Artec. Er registriert Oberflächenstrukturen und Farben im sekundenkurzen Handumdrehen, ist mit zwei Knöpfen leicht bedienbar und belastet das Handgelenk mit nur 0,85 kg Gesamtgewicht.
(Bild: Königsreuther)

Das luxemburgische Unternehmen Artec Group Inc. präsentierte auf der Control 2012 in Stuttgart, zum ersten Mal den Echtzeit-3D-Scanner Eva der Öffentlichkeit. Das System tastet 16 Bilder in der Sekunde ab und ist damit etwa 12 mal schneller als ein üblicher Laserscanner, wie Anna Zevelyov, Director of Sales, bei ihrer Präsentation betonte. Die Besucher konnten sich davon überzeugen lassen, dass Eva sich mit seinen beiden Bedienknöpfen so leicht handhaben lässt wie eine Videokamera.

3D-Scanner ist flexibel und präzise durch Kombi-Tracking

Der neue 3D-Scanner Eva liefere seine herausragenden Scan-Ergebnisse durch eine optimierte Scantechnik, denn für die Erstellung eines 3D-Scans kombiniere das System zwei verschiedene Trackingmethoden. So klappt die Abtastung entweder über die Oberflächengeometrie oder über existierende Farbunterschiede des Objekts. Aber Eva bietet auch eine Kombination aus beidem. „Das ist im momentanen Marktumfeld einzigartig", wie Zevelyov herausstellt, denn die meisten Scan-Techniken registrierten traditionell nur die Farbunterschiede.

Je nach Beschaffenheit des Objekts, wählt der Anwender bei Eva entweder die eine oder die andere Methode oder beide auf einmal. Ein herkömmlich er Scanvorgang führt nur zu Ergebnissen, wenn die verschiedenen Bilder korrekt übereinandergelegt werden können. Mit der Kombinationoption wird dies selbst für schwierige Objekte (Einfarbigkeit oder gleiche Oberflächenstruktur), wie zum Beispiel bei einem Fußball möglich, der eine optisch gleichmäßige Oberfläche hat, die üblicherweise keine ausreichenden Daten liefert denn die einzelnen abgetasteten Frames sind gleich und können keiner klaren Position zugeordnet werden. Im Kombi-Modus wird aber auch die Farbe registriert und der Scan gelingt, wie Zevelyov erklärt.

3D-Scanner liefert brilliante Ergebnisse ohne Marker

Mit Eva entfällt die umständliche Kalibrierung ebenso wie die zeitraubende Platzierung von Markern auf dem Objekt vor Beginn jedes Scanvorgangs. Zudem arbeitet Artec Eva ohne elektromagnetisches Tracking, so dass im Raum befindliche Objekte aus Metall keine Störeinflüsse auf die Abtastqualität ausüben können. Eva erfasst Farbinformationen mit 24 Bit pro Pixel (bpp) bei einer Auflösung von 1,3 Megapixel. Aufgrund dieser Leistungsstärke können laut der Expertin, die texturierten 3D-Modelle in Bereichen wie der CG/Animation, der Forensik und der Medizin nützlich sein.

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