Bearbeitungszentren Hartfeinbearbeitungszentrum fürs Schleifen und Hartdrehen

Redakteur: Bernhard Kuttkat

Das neue Hartfeinbearbeitungszentrum Studer S 242 bietet ideale Voraussetzungen zum Rundschleifen und Hartdrehen in einer Aufspannung, so der Hersteller. Die Maschine ist in der Lage, die Produktivität auf die höchste Qualitätsstufe zu steigern. Damit habe man eine Alternative geschaffen, die leistungsfähiges Schleifen und Hartdrehen in einer Aufspannung ermöglicht.

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Für das Hartdrehen stehen stabile Werkzeugaufnahmen, ein großer Drehzahlbereich der Werkstückspindel sowie schwingungsstabile Werkstückspannsysteme zur Verfügung. Die Schrägbauweise sorgt für freien Spänefall. Ein Kratzbandförderer übernimmt zuverlässig den Abtransport der Drehspäne.

Leistungsgerechte Schleifspindeln übernehmen das Schleifen

Das Schleifen übernehmen leistungsgerechte Schleifspindeln; dazu kommen eine Vorrichtung zum Auswuchten, Inprozess-Messsteuerungen, Abrichtwerkzeuge, eine Einrichtung zur Zylindrizitätsfeinverstellung und Kühlschmiersysteme – eben alles, was das Herz eines Schleifers begehrt.

Vor allem beim Bearbeiten von Führungsbolzen, Werkzeugaufnahmen oder Pumpenritzeln kann das Hartfeinbearbeitungszentrum laut Unternehmen seine Stärken ausspielen. Führungsbolzen werden bisher auf einer Schleifmaschine mit mehreren Scheiben erst schrupp- und dann feingeschliffen. Dabei erzielt man zwar hervorragende Ergebnisse, muss aber gleichzeitig lange Bearbeitungszeiten in Kauf nehmen. Vor allem das Schwenken des Schleifkopfs ist zeitintensiv, dauert 8 bis 10 s.

Nebenzeiten tendieren gegen Null

Bei der Fertigung eines Führungsbolzen auf einer S 242 übernimmt die Drehvorrichtung das Schruppen beziehungsweise die komplette Vorbearbeitung – und zwar endkonturnah, so dass anschließend nur noch eine Finish-Schleifscheibe zum Einsatz kommt. Das Ergebnis: eine superfeine Oberfläche von etwa Ra = 0,03 µm und vor allem eine deutliche Ersparnis von Haupt- und Nebenzeit. Denn durch die Anordnung der zwei oder drei Querschlitten in Linie gehen die Nebenzeiten gegen Null, so das Unternehmen.

Auch bei der Fertigung von Werkzeugaufnahmen könnte die S 242 als Sieger hervorgehen, wird versprochen. Weil die Außenkontur der Aufnahme keine speziellen Anforderungen erfüllen muss, genügt die Hartdrehbearbeitung. Der Innenbereich erfordert deutlich höhere Genauigkeit. Vorbohren oder -drehen und anschließendes Innenschleifen erfüllen alle Anforderungen und sind dennoch wesentlich schneller, als wenn die Innenkontur komplett geschliffen werden müsste. Zeitvorteile lassen sich auch beim Fertigen von Pumpenritzeln realisieren, meint der Hersteller. Solche Bauteile sind meist in Teilefamilien zu fertigen, bei denen ein Abschnitt stets die gleiche Kontur aufweist.

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