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Hermes-Deckungen

Hermes deckt Gebrauchtmaschinen-Weiterverkäufe

| Redakteur: Stéphane Itasse

Hamburg (si) – Maschinenhersteller können gebrauchte Maschinen künftig im Ausland leichter in Zahlung nehmen. Gebrauchtmaschinengeschäfte können ab sofort auch dann über die Exportkreditgarantien des Bundes („Hermes-Deckungen“) abgesichert werden, wenn die gebrauchte Maschine nicht aus Deutschland exportiert wird, wie die Euler Hermes Kreditversicherungs-AG berichtet.

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Bei den Hermes-Deckungen lassen sich ab sofort auch Gebrauchtmaschinen absichern, die im Ausland in Zahlung genommen und gleich weiterverkauft werden.
Bei den Hermes-Deckungen lassen sich ab sofort auch Gebrauchtmaschinen absichern, die im Ausland in Zahlung genommen und gleich weiterverkauft werden.
( Archiv: Vogel Business Media )

Dies hat die Bundesregierung für den Fall beschlossen, dass mit der Absicherung des Gebrauchtmaschinen-Geschäfts gleichzeitig eine neue Maschine verkauft wird, heißt es weiter. Ziel ist es, die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen zu stärken.

Maschinen-Exporteure sollen profitieren

Von dieser Erweiterung der Deckungsmöglichkeiten profitieren laut Hermes alle Unternehmen, die Investitionsgüter exportieren. Nachgefragt würden diese zusätzlichen Absicherungsmöglichkeiten bereits jetzt von Druckmaschinenherstellern.

Für die Absicherung solcher Gebrauchtmaschinen-Geschäfte müssen bei Hermes allerdings die folgenden Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Die Rücknahme und anschließende Weiterveräußerung der Gebrauchtmaschine im Ausland muss in einem engen Zusammenhang mit einem gedeckten, mithin förderungswürdigen Parallelgeschäft stehen („Annex zum gedeckten Exportgeschäft über eine neue Maschine“).
  • Bei der im Rahmen des Neugeschäfts veräußerten und der in Zahlung genommenen Gebrauchtmaschine muss es sich um ein Investitionsgut gleicher Kategorie handeln („Gleichwertigkeit der Austauschlieferung“).
  • Die im Rahmen der Weiterveräußerung der Gebrauchtmaschine zu deckende Kaufpreisforderung ist grundsätzlich auf den Betrag zu begrenzen, der im Rahmen des Neugeschäftes dadurch „frei wird“, dass die Gebrauchtmaschine in Zahlung genommen wird. Gegebenenfalls ist auch eine Erhöhung des zu deckenden Auftragswertes zulässig, sofern dem Exporteur zusätzliche Kosten (für Montage, Ersatzteile oder bei einer Generalüberholung der Maschine) entstehen.
  • Ein Exporteur, der Forderungsrisiken aus der Weiterveräußerung von in Zahlung genommenen Gebrauchtmaschinen absichern möchte, hat hierauf bereits im Antrag der Indeckungnahme des Neugeschäftes ausdrücklich hinzuweisen, ohne dass dabei der Käufer der Gebrauchtmaschine schon bekannt sein muss.
  • Hinsichtlich der Kreditlaufzeit gelten die bei der Indeckungnahme von Gebrauchtware (Berücksichtigung der verbliebenen Nutzungszeit) üblichen Einschränkungen.

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