Automatisierung Hier steckt Einfachheit im Baukastenprinzip

Ein Gastbeitrag von Norbert Botesch und Hans-Joachim Müller

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Damit in modularen Ansätzen nicht nur Flexibilität steckt, sondern auch das Prinzip „Einfachheit“, hat SEW-Eurodrive in seinen Baukasten Movi-C auch die Softwaremodule für eine schnelle Maschinenautomatisierung gepackt.

RTT Robotertechnik-Transfer entwickelte eine automatisierte Handhabungslösung für Rohre und parametrierte die Kinematiken mit Movikit Robotics.
RTT Robotertechnik-Transfer entwickelte eine automatisierte Handhabungslösung für Rohre und parametrierte die Kinematiken mit Movikit Robotics.
(Bild: SEW)

Eine komplexe Aufgabe vereinfachen? Das funktioniert bekanntlich, indem man sie erstmal zerlegt. Zusammensetzen lässt sich dann nach dem Baukastenprinzip, das gerade in der Automatisierung von Maschinen eine ganz gezielte Integration von Komponenten und Funktionalitäten ermöglichen kann – wenn das Konzept durchgängig ist. Deshalb stellt SEW-Eurodrive seinen Kunden mit Hardwarekomponenten, Engineeringsoftware, Plattform und Softwaremodulen alles aus einer Hand zur Verfügung.

Aber der Reihe nach: Mit der Engineeringsoftware Movisuite bietet SEW-Eurodrive ein kostenloses, durchgängiges Tool zur Realisierung der Maschinenautomatisierung zur Verfügung. Das Tool unterstützt bei der Planung, Konfiguration, Parametrierung, Inbetriebnahme, Bedienung und Diagnose von Automatisierungslösungen. Und zwar für sämtliche Komponenten des Automatisierungsbaukastens Movi-C, also von der Steuerungstechnik über die Frequenzumrichter bis zu den Motoren und Getrieben. Außerdem erfolgt mit Movisuite auch die Programmierung der Aufgaben und Funktionalitäten. Dafür gibt es zudem die vorkonfigurierten Softwaremodule Movikit.

In der Roboterschweißanlage von Severt Maschinenbau für 45 Tonnen schwere Großbauteile müssen zwei Antriebe absolut synchron arbeiten. Das Movikit Multiaxiscontroller realisiert mechanisch gekoppelte Antriebe und gleicht die Drehmomente zwischen ihnen aus.
In der Roboterschweißanlage von Severt Maschinenbau für 45 Tonnen schwere Großbauteile müssen zwei Antriebe absolut synchron arbeiten. Das Movikit Multiaxiscontroller realisiert mechanisch gekoppelte Antriebe und gleicht die Drehmomente zwischen ihnen aus.
(Bild: SEW)

Plattform für Parametrierung und Programmierung

Um Softwaremodule baukastenmäßig nutzen zu können, braucht es eine Plattform als Grundbaustein. Movirun heißt die Softwareplattform des Automatisierungsbaukastens Movi-C. Bei „Movirun flexible“ handelt es sich um eine frei programmierbare und offene Plattform für die Automatisierung mit Movi-C- und Fremdkomponenten. Sie dient als die Basis für interpolierte Betriebsarten, für anspruchsvolle Motion-Control-Anwendungen und beinhaltet ein modernes Programmiersystem nach IEC 61131-3.

Topologie einer Maschinenautomatisierung: Das Engineeringsoftware Movisuite unterstützt  Konfiguration, Inbetriebnahme und Bedienung. Hierüber erfolgt auch die Programmierung der Softwaremodule Movikit.
Topologie einer Maschinenautomatisierung: Das Engineeringsoftware Movisuite unterstützt Konfiguration, Inbetriebnahme und Bedienung. Hierüber erfolgt auch die Programmierung der Softwaremodule Movikit.
(Bild: SEW)

Durch integrierte Funktionen wie Positionieranwendungen, Energieversorgungslösungen oder synchronisierte Bewegungsfunktionen bringt Movirun flexible bereits viele Automatisierungsoptionen mit. Für besonders anspruchsvolle oder kundenspezifische Anforderungen kommen die Softwaremodule Movikit von SEW-Eurodrive zum Einsatz. Sie können mittels Movirun flexible einfach auf einem Movi-C-Controller implementiert und anschließend programmiert bzw. parametriert werden. SEW-Eurodrive will damit eine hohe Funktionalität bei einfacher Parametrierung ermöglichen. Gleichzeitig besteht die Option, auch komplexe eigenprogrammierte Anwendungen mit den Movikit-Softwaremodulen zu implementieren.

Die Softwaremodule Movikit sind vorkonfigurierte Software-Bausteine für unterschiedliche Aufgaben. Das Einsatzspektrum erstreckt sich von einfachen Antriebsfunktionen wie einer Drehzahlregelung bis hin zu anspruchsvollen Motion-Control-Funktionen, z. B. Robotersteuerungen. Die Softwaremodule werden auf dem Echtzeitbetriebssystem des Movi-C-Controller betrieben. Movikit-Softwaremodule der Kategorie „Drive“ laufen auf dem Applikationsumrichter Movidrive. Über die Engineering-Software Movisuite wird das entsprechende Softwaremodul Movikit direkt einer Achse oder dem Controller zugewiesen und konfiguriert. Damit hat der Anwender in einer Parametrieroberfläche Zugriff auf alle relevanten Parameter – von der Motor-Inbetriebnahme bis zu den Softwareeinstellungen.

Vordefinierte Module für verschiedene Applikationen

Insgesamt stehen elf Kategorien mit über 35 verschiedenen Movikit-Softwaremodulen sowie Add-ons zur Verfügung. Damit lassen sich nahezu alle Automatisierungsvorgänge umsetzen – entweder parametrierbar oder frei programmierbar. Durch die große Zahl verschiedener Movikit-Softwaremodule lassen sich vielseitige Applikationen realisieren. So erlauben Softwaremodule der Movikit-Kategorie Stackercrane beispielsweise die Realisierung von Regalbediengeräten, meist in Hochregallagern genutzt. Und Softwaremodule der Kategorie Movikit Multiaxiscontroller ermöglichen die Inbetriebnahme von automatisierten Brückenkränen, die in Logistik und Produktion zum Einsatz kommen. Ergänzend bieten Add-ons wie das Movikit Motion Addon Antisway eine Vibrationsunterdrückung, um unerwünschte Schwingungen zu vermeiden.

Ein weiteres Einsatzfeld der Softwaremodule ist die Automatisierung von Verpackungsmaschinen, egal ob Becherabfüllmaschine, vertikale oder horizontale Schlauchbeutelmaschine, Toploader oder Palettierer. In Kombination mit Komponenten aus dem Automatisierungsbaukasten Movi-C ermöglichen die Softwaremodule es, die Kundenforderungen umzusetzen. Diese Beispiele bilden nur einen kleinen Einsatzbereich der Movikit-Softwaremodule ab.

Movikit-Softwaremodule verschaffen dem Anwender also Flexibilität. Sie verkürzen zudem die Inbetriebnahmezeiten durch einfache Parametrierung und ermöglichen es, eigene Applikationen zu programmieren. Moderne Softwarebausteine gelten als Schlüssel für eine optimierte Produktion und Logistik. Darauf richtet sich SEW-Eurodrive in Zukunft mit weiteren neuen Movikit-Softwaremodulen für die Automatisierung von Kundenapplikationen aus.

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* Norbert Botesch ist Produktmanager für Maschinenautomatisierung und Hans-Joachim Müller Marktmanager für Antriebselektronik und Software, beide SEW-Eurodrive

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