Open Mind Hocheffiziente Schlichtstrategie spart bis zu 90 % Zeit

Redakteur: Stefanie Michel

Das Performance-Paket Hypermill Maxx Machining von Open Mind Technologies beinhaltet drei hocheffiziente Module für das Schruppen, Schlichten und Bohren. Ein besonderes Highlight des Paktes ist die Strategie Fünf-Achs-tangentiales Ebenenschlichten.

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Die Hypermill-Strategie Fünf-Achs-tangentiales Ebenenschlichten ermöglicht hocheffizientes Schlichten von steilen und flachen Ebenen.
Die Hypermill-Strategie Fünf-Achs-tangentiales Ebenenschlichten ermöglicht hocheffizientes Schlichten von steilen und flachen Ebenen.
(Bild: Open Mind)

Unternehmen in der spanenden Fertigung können mit CAM-Systemen ihre Wettbewerbsfähigkeit sichern und ausbauen. Auch das aktuelle Hypermill-Release beinhaltet laut Anbieter wieder zahlreiche leistungsstarke Strategien, mit denen Kunden ihre Produktivität erneut erhöhen können – bei gleicher oder besserer Qualität der Werkstücke. Besondere Leistungssteigerungen seien mit den Power-Strategien für das Schruppen, Schlichten und Bohren des Performance-Pakets Hypermill Maxx Machining zu erzielen

Neue Schlichtstrategie mit passendem Werkzeug

Mit dem Fünf-Achs-tangentialen Ebenenschlichten hat Open Mind eine besondere CAM-Strategie für das Bearbeiten von Ebenen entwickelt, mit der sich das Schlichten signifikant beschleunigen lassen soll. Ihr volles Potenzial entfaltet die Strategie mit dem passenden Werkzeug, dem konischen Tonnenfräser. Setzt der Anwender für seine Bearbeitung das Fünf-Achs-tangentiale Ebenenschlichten gemeinsam mit dem Werkzeug ein, so ist es möglich, die Bearbeitungszeit bis zu 90 % gegenüber abzeilenden Verfahren mit Kugelfräsern zu reduzieren.

Diese Zeitersparnis ist durch die besondere Form des Fräsers zu erklären. Alle Werkzeuge in Tonnenform nutzen nur einen Ausschnitt des Kreisumfanges, ein sogenanntes Kreissegment. Dadurch lassen sich große Radien umsetzen. Vorteil der Tonnenform ist also der große Werkzeugradius, der größere Bahnabstände bei gleicher theoretischer Rauhtiefe im Vergleich zu Kugelfräsern erlaubt.

Konischer Tonnenfräser erlaubt optimale Anstellung an die Flächen

Für den konischen Tonnenfräser wurde die Form noch weiter verbessert. Das kompakte Werkzeug zeichnet sich durch einen großen Radius aus, der somit eine optimale Anstellung an die Flächen erlauben soll. Durch die großen Radien der konischen Tonnenfräser seien Bahnabstände von 6 und 8 mm möglich. Daraus resultieren optimale Oberflächen und längere Werkzeugstandzeiten, so Open Mind. Ein einfaches Beispiel verdeutlicht die Einsatzmöglichkeiten des Werkzeugs. Der konische Tonnenfräser hat einen Radius von 500 mm, dieser entspräche einem Kugelfräser-Durchmesser von 1000 mm.

Die Programmierung in Hypermill sei einfach und komfortabel. Der Anwender müsse nur die zu bearbeitenden Flächen anklicken, die Anstellung des Fräsers wird dann automatisch generiert. Die gesamte Bearbeitung ist automatisch kollisionsgeprüft. Nutzer profitieren laut Anbieter somit gleich in mehrfacher Hinsicht: kurze Fertigungszeiten, längere Werkzeugstandzeiten, beste Oberflächengüten und höchste Prozesssicherheit. Effizienter sind Vorschlicht- und Schlichtoperationen nicht umzusetzen.

Optimierungspotenzial beim Schruppen und Bohren

Signifikante Optimierungspotenziale sollen auch das Schrupp- und das Bohrmodul bieten. So seien mit der HPC-Bearbeitung in trochoidalen Werkzeugbewegungen Steigerungsraten zwischen 20 und 70 % möglich. Und mit dem Fünf-Achs-helikalen Bohren lasse sich die Bearbeitungszeit um 20 bis 25 % reduzieren.

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