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Lanxess auf der Fakuma 2017 Hochleistungspolymere formen die Zukunft der Mobilität mit

| Redakteur: Peter Königsreuther

In Halle B4 am Stand 4209 präsentiert der Kunstststoffexperte Lanxess sowohl hochtemperaturbeständige Polyamide, flammgeschützte Thermoplaste für den Elektrsektor, neue Ideen für den hybriden Leichtbau und blasformbare Polyamide für Kfz-Anwendungen.

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Beim Fakuma-Auftritt von Lanxess spielt auch der Leichtbau eine im doppelten Sinne tragende Rolle. Hier ein Beispiel für mulitaxial verstärktes Tepex, das die Rücksitzdurchlade eines SUV um rund 40 % leichter mache als die typische Stahausführung.
Beim Fakuma-Auftritt von Lanxess spielt auch der Leichtbau eine im doppelten Sinne tragende Rolle. Hier ein Beispiel für mulitaxial verstärktes Tepex, das die Rücksitzdurchlade eines SUV um rund 40 % leichter mache als die typische Stahausführung.
(Bild: Lanxess )

Der Spezialchemie-Konzern Lanxess konzentriert sich nach eigenen Worten bei seinem Auftritt auf der Fakuma vor allem auf nachhaltige Anwendungen seiner Thermoplaste in Fahrzeugen. „Wir wollen zeigen, dass unsere Hochleistungskunststoffe wesentliche Beiträge zu einer umwelt- und klimaschonenden Mobilität leisten“, erklärt Jan Bender, Leiter Marketing EMEA im Geschäftsbereich High Performance Materials (HPM). Außerdem präsentiere man sich als ein Entwicklungspartner für Kunststoffanwendungen in neuen Mobilitätsformen – wie etwa der Elektromobilität oder dem autonomen Fahren. Und dazuu stelle Lanxess griffige Lösungsansätze vor, die mit den Kunststofftypen des Unternehmens bestens umsetzbar seien.

Polyamid auf temperaturtechnischer Augenhöhe mit teuren Spezialtypen

Ein besonderes Highlight ist das Hitzestabilisierungssystem XTS2 (Xtreme Temperature Stabilization), das die Dauereinsatztemperaturen der Polyamide Durethan, wie Lanxess beschreibt, auf über 230 °C erhöht. Erster Vertreter der neuen Produktreihe sei das glasfaserverstärkte Polyamid 66 Durethan AKV35XTS2. „Wir reagieren damit auf den Trend zu Verbrennungsmotoren mit höheren Wirkungsgraden, der eine steigende thermische Belastung von Kunststoffbauteilen unter der Motorhaube mit sich bringt“, so Bender. Die neuen Polyamide gelten als eine Alternative zu teuren, hitzestabilisierten Spezialthermoplasten wie etwa voll- oder teilaromatischen Polyamiden sowie Polyphenylensulfid. Mögliche Anwendungen könnten zum Beispiel Luftansaugmodule mit integriertem Ladeluftkühler oder Luftführungen in der Nähe des Turboladers sein.

Elektromobilität ohne Brandgefahr

Ein anderer thematischer Schwerpunkt sind flammgeschützte Polyamide und Polyester, die laut Lanxess große Anwendungschancen in der Elektromobilität und in Konzepten des autonomen Fahrens haben. Ein Produktbeispiel ist Pocan AF4130, ein Blend aus PBT (Polybutylenterephthalat) und ASA (Acrylester-Styrol-Acrylnitril). Bender präzisiert: „Das Material eignet sich besonders für Präzisionsbauteile von Fahrzeug-Batteriesystemen, weil es kaum zu Verzug und Schwindung neigt und sehr flammwidrig ist.“ So hat es zum Beispiel eine 5VA-Klassifizierung (1,5 mm) im Brandschutztest UL 94. Außerdem zeige es eine sehr gute chemische Beständigkeit – etwa auch gegen einen in Lithium-Ionen-Akkus weit verbreiteten Elektrolyten (DIN EN 22088-3).

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