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Bildung

Hochschule Würzburg-Schweinfurt ist „Bestes Maschinenhaus 2019“

| Redakteur: Melanie Krauß

Die Hochschule Würzburg-Schweinfurt ist Gewinner des VDMA-Hochschulpreises „Bestes Maschinenhaus 2019“. Bei einer Rekordzahl von 38 eingegangenen Bewerbungen setzte sich Würzburg gegen 37 Mitbewerber durch.

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Neben der Hochschule Würzburg-Schweinfurt wurden auch die Hochschule Bochum, die Hochschule Kempten und die TU München geehrt.
Neben der Hochschule Würzburg-Schweinfurt wurden auch die Hochschule Bochum, die Hochschule Kempten und die TU München geehrt.
(Bild: goenzcom berlin/VDMA)

Im diesjährigen Wettbewerb waren geplante oder im Aufbau befindliche Konzepte gefragt, die innovativ mit den Anforderungen von Industrie 4.0 umgehen und Studieninhalte, Lehr- und Lernformate weiterentwickeln.

„Mit der Digitalisierung von Produktion, Produkten und Dienstleistungen verändern sich die Anforderungen an die zukünftigen Ingenieurinnen und Ingenieure dramatisch“, erläuterte Hartmut Rauen, stellvertretender VDMA-­Hauptgeschäftsführer. Daher sei es essenziell für die Hochschulen, ihre Lehre fit für Industrie 4.0 zu machen.

Das didaktische Konzept „c-factory“ der Fakultät Maschinenbau der Hochschule Würzburg-Schweinfurt hat den Nerv der 21-köpfigen Jury getroffen. Die „c-factory“ ist eine Modellfabrik, die den Fokus auf Kompetenzerwerb und Eigenverantwortung der Lernenden legt. Die Studierenden arbeiten in einer realistischen Industrie­umgebung und bilden den Lebenszyklus eines technischen Produkts physisch und digital ab. Somit lernen sie die Dimensionen von Industrie 4.0 in der praktischen Arbeit kennen und erwerben die dafür notwendigen Kompetenzen. Besonders positiv bewertete die Jury die Bereitschaft der Lehrenden, sich einem völlig neuen didaktischen Ansatz zu öffnen und die bisherige Lehre zu hinterfragen.

Diese Hochschulen waren noch im Finale

Ins Finale des Wettbewerbs hatten es noch drei weitere Hochschulen geschafft. Die Hochschule Bochum mit ihrem Fachbereich Mechatronik und Maschinenbau konnte mit der Lernfabrik „BO Smart Factory“ punkten –insbesondere aufgrund der interdisziplinären Zusammenarbeit der Studiengänge Mechatronik, Maschinenbau, Informatik, Elektrotechnik, Nachhaltige Entwicklung und Wirtschaftsingenieurwesen. Mit dem Projekt „Entwicklung und Konstruktion eines nachhaltigen Frischkäseautomaten“ gelang es der Hochschule Kempten mit drei Fakultäten – Maschinenbau, Informatik und Betriebswirtschaft –, die Jury zu überzeugen. Hauptargumente hierfür waren die Praxisnähe sowie die Möglichkeit zum vernetzten und agilen Arbeiten. Die Fakultät für Maschinenwesen der TU München zählt ebenfalls zu den Finalisten. Mit der „Projektbasierten Demonstrator-Anlage“ möchte die Fakultät die Lernergebnisse hinsichtlich Industrie 4.0 besser systematisch und übergreifend vernetzen. Studierende können Maschinen-Subsysteme in Teilaufgaben selbst konstruieren und so das Zusammenspiel verschiedener Disziplinen am konkreten Beispiel erleben.

Feierliche Preisverleihung in Berlin

Die vier Finalisten wurden bei einer feierlichen Preisverleihung vor rund 100 Gästen aus Unternehmen, Wissenschaft sowie Politik und Gesellschaft in Berlin ausgezeichnet. Durch die Preisgelder sollen die eingereichten Lehrkonzepte weiter ausgebaut, implementiert und verbreitet werden, sodass eine nachhaltige Verankerung in der Hochschule ermöglicht wird.

Der VDMA-Hochschulpreis ist mit 125.000 Euro die höchstdotierte Auszeichnung für die ingenieurwissenschaftliche Hochschullehre in Deutschland. Er wendet sich an Fakultäten und Fachbereiche der Fächer Maschinenbau, Elektrotechnik und erstmals auch der Informatik. Über 65.000 Euro kann sich die Siegerhochschule freuen – die restlichen Finalisten erhalten jeweils 20.000 Euro. Insgesamt hatten sich 38 Hochschulen am Wettbewerb beteiligt.

„Unser Preis ist eine exklusive Wertschätzung für herausragende Leistungen in der Hochschullehre“, hielt Hartmut Rauen fest. „Als größte Industriebranche Deutschlands ist es Teil unserer Verantwortung, für eine bessere Ingenieurinnen- und Ingenieurausbildung aktiv zu sein. Daher habe der Verband bereits im Jahr 2013 seine Initiative „Maschinenhaus – Plattform für innovative Lehre“ ins Leben gerufen.

Der Hochschulpreis ist wichtiger Baustein der VDMA-Initiative „Maschinenhaus“, die Fakultäten und Fachbereiche des Maschinenbaus, der Elektrotechnik und der Informatik dabei unterstützen will, die Lehre zu verbessern und mehr Studienerfolg zu erreichen. Sie versteht sich dabei als „Plattform für innovative Lehre“, die Akteure aus Hochschulen, Politik und Unternehmen miteinander vernetzt.

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