Kjellberg auf der Euroblech 2018 Hochwertiges Plasmaschneiden mit reduziertem Schalldruckpegel

Redakteur: Peter Königsreuther

Kjellberg Finsterwalde stellt im Rahmen des Euroblech-Auftritts Möglichkeiten zum hoch fokussierten WIG-Schweißen, zum optimierten Fasenschneiden per Plasma sowie die lärmreduzierende Alternative Silent Cut zum Plasmaschneiden von Baustahl vor. Halle 13 am Stand B98.

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Schneidet man Baustahl per Plasmasystem des Typs Silent Cut von Kjellberg Finsterwalde, profitiert man, wie es heißt, von einem deutlich leiseren Prozess – hochwertiges Plasmaschneiden mit Arbeitsschtuzfaktor, quasi. Das Verfahren wird eins der Highlights im Rahmen der Euroblech sein. Halle 13 am Stand B98.
Schneidet man Baustahl per Plasmasystem des Typs Silent Cut von Kjellberg Finsterwalde, profitiert man, wie es heißt, von einem deutlich leiseren Prozess – hochwertiges Plasmaschneiden mit Arbeitsschtuzfaktor, quasi. Das Verfahren wird eins der Highlights im Rahmen der Euroblech sein. Halle 13 am Stand B98.
(Bild: Kjellberg)

Das Plasmaschneiden ist laut Kjellberg Finsterwalde heute eines der wichtigsten thermischen Trennverfahren in der Metall verarbeitenden Industrie. Als nahtvorbereitendes Verfahren stehe es dabei meist am Anfang der Fertigungskette. Eine hohe Qualität der Zuschnitte ist dabei die Grundlage für die nachfolgenden Bearbeitungsprozesse, wie etwa das Schweißen, heißt es.

Füher, sagt Kjellberg, wurden durch die Verfahrensentwicklungen und -optimierungen sowohl die Schnittqualität der Schnittkanten und Strukturelemente insbesondere von Löchern und Innenkonturen als auch die Produktivität um bis zu 45 % gesteigert. Entwicklungen wie Contour Cut und Contour Cut Speed für die Kjellberg-Plasmaschneidanlagen Hifocus und Smart Focus bestimmten heute die Leistungsfähigkeit der Technik im Blechdickenbereich von 3 bis 50 mm Baustahl.

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Lärmpegel runter, Schnittqualität beibehalten

Die hohe Leistungsfähigkeit werde durch eine maximale Einschnürung des Plasmastrahls in Verbindung mit sehr hoher Energiedichte, Plasmaströmungsgeschwindigkeit und Rotation ermöglicht. Doch genau das, heißt es, sind die Ursachen für eine in den vergangenen Jahren sukzessiv angestiegene Lärmemission, die der Anwender als störend empfindet und die zum Teil gesundheitsschädigend sind. Dieses Problem treffe besonders auf den als typisches Pfeifen wahrgenommenen Lärm im oberen Frequenzbereich zu.

Beim Plasmaschneiden könnten Lärmemissionen von deutlich über 100 dB(A) auftreten. Diese sind deutlich über der zulässigen Auslöseschwelle von 85 dB(A), bei der nach Arbeitsschutzverordnungen Gehörschutzmaßnahmen zu treffen sind, so Kjellberg. Eine Prämisse der Entwicklungsarbeiten war es deshalb, den Lärm zu senken und gleichzeitig die hohe Schnittqualität und Schneidgeschwindigkeit möglichst zu erhalten.

Die Schallemissionen unter die Lupe genommen:

In experimentellen Untersuchungen wurden beim Plasmaschneiden von Baustahl von 5 bis 20 mm mit der Schneidtechnologie Contour Cut während des Schneidprozesses bei 130 A im direkten Arbeitsumfeld ein Schalldruckpegel von 107 dB(A) ermittelt, so Kjellberg. Im indirekten Arbeitsumfeld, je nach Ort der Messung, zwischen 93 und 98 dB(A). Diese hingen, wie Kjellberg erklärt, von der Entfernung zum Schneidprozess und von anderen Schallausbreitungsbedingungen ab.

Für die Schallreduzierung kommen unterschiedliche Maßnahmen in Frage (Siehe Bild 1). Die Entwicklungsarbeiten konzentrierten sich deshalb darauf, die unmittelbaren Geräuschemission am Plasmabrenner zu verringern, das heißt, der Fokus liegt auf den Verschleißteilen des Plasmabrenners und den Prozessparametern. So habe man den Lärmpegel während des Scheidens von 12 mm Baustahl bei 130 A um 10 dB(A) reduzieren können, was vom menschlichen Gehör als Halbierung der Lautstärke empfunden werde (Bild 2). Zusätzlich ist es gelungen, das für den hoch eingeschnürten Plasmaschneidprozesses typische, besonders unangenehmen Pfeifen zu reduzieren, betont Kjellberg. Während des Schneidverlaufs können die Lärmemissionen, wie Kjellberg anmerkt, in Abhängigkeit vom Prozesszustand, etwa beim Einstechen, Fahren von Ecken oder Überfahren von Schnittfugen, aber variieren.

Baustahlschneiden mit geringerem Schalldruckpegel

Kjellberg Finsterwalde biete nun die neue Schneid-Alternative Silent Cut als Möglichkeit an, die übliche Lärmbelastung beim Plasmaschneiden deutlich zu reduzieren. Beim Schneiden von Baustählen von 4 bis 30 mm Materialstärke etwa werde im Stromstärkenbereich von 60 bis 160 A der Schalldruckpegel um bis zu 10 dB(A) reduziert (wobei bei 1 m Abstand zur Plasmaanlage bei der Schallpegelmessung einzelne, kurzfristige Lärmspitzen nicht berücksichtigt werden). Das ausgewiesene Ziel dieser Entwicklung war, dass bei der Lärmreduzierung die Schneidgeschwindigkeit, die Schnittqualität und die Lebensdauer mit denen der aktuellen Technologien vergleichbar sind.

Bestehende Plasmaanlagen können aufgerüstet werden

Es wurde, wie es weiter heißt, eine hohe Qualität, das heißt eine geringe Rechtwinkligkeits- und Neigungstoleranz, ein geringer Bartanhang, glatte Oberflächen und eine schmalere Wärmeeinflusszone sowie eine Reduzierung des Schalldruckpegels erreicht (Bild 3). Geringe Unterschiede könnten im Bereich der Konturelemente auftreten. Auch die Schneidgeschwindigkeiten und somit die Schnittmeterkosten seien vergleichbar.

Silent Cut leistet damit einen wichtigen Beitrag zum Arbeitsschutz – bei hoher Schneidqualität, betont Kjellberg Finsterwalde. Als Weiterentwicklung der patentierten Contour-Cut-Technologie schneide der Anwender aufgrund neuer Verschleißteile und Schneiddaten Löcher, Stege und Konturen in weiterhin hoher Qualität und profitiere dabei vom deutlich reduzierten Lärm. Weil die Verschleißteile einfach austauschbar seinen und auch die Silent-Cut-Schneiddatenbank genutzt werden kann, ist diese Technologie auch in bestehende Plasmaanlagen implementierbar.

Zufriedenere, gesunde Mitarbeiter gefällig?

Silent Cut gilt als eine eigenständige Technologie, die Contour Cut und Contour Cut Speed ergänzen soll. Der Anwender habe deshalb die Wahl. Der Einsatz der Silent-Cut-Technologie gebe dem Anwender die Chance an die Hand eine Neubewertung der Arbeitsumgebung in der Gefährdungsanalyse durchzuführen, um von zufriedeneren, gesunden Mitarbeiter zu profitieren.

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