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Intelligentes Drosselventil Höhere Regelgüte durch neue On-Board-Digitalelektronik

| Redakteur: Stefanie Michel

Kompaktere Baumaße und ein verbessertes Regelverhalten hydraulischer Systeme verspricht Bosch Rexroth mit den neuen 2-Wege-Proportional-Drosselventilen. Die neue On-Board-Digitalelektronik kompensiert dezentral Störgrößen und erhöht damit die Regelgüte.

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Die neue On-Board-Digitalelektronik vereinfacht die Optimierung der hydraulischen Reglerparameter und verbessert die Regelgüte.
Die neue On-Board-Digitalelektronik vereinfacht die Optimierung der hydraulischen Reglerparameter und verbessert die Regelgüte.
(Bild: Bosch Rexroth)

In der Hydraulik setzt sich der Trend zu höheren Druckbereichen immer stärker durch. Maschinen- und Anlagenhersteller können damit kleinere Anlagenkomponenten einsetzen und die traditionellen Stärken der Hydraulik – Kraftdichte und geringen Bauraum – noch steigern. Diese Anforderungen hat Rexroth mit den neuen Drosselventilen 2WFCE aufgenommen und den maximalen Betriebsdruck von 315 auf 420 bar erhöht.

Die neuen Cartridge-Ventile 2WFCE kommen als Drosselventile für größere Volumenströme oder in Verbindung mit einer Druckwaage zur Volumenstromregelung zum Einsatz. Sie übernehmen beispielsweise in Pressen die Dekompression des Systems oder die Steuerung der Eilganggeschwindigkeit des Presszylinders. In Kunststoffmaschinen dienen sie der pQ-Regelung von Konstantpumpensystemen oder als Ablaufdrossel im Regenerativ-Betrieb an Schließeinheiten. Die Ventile sind auf einen maximalen Betriebsdruck von 420 bar ausgelegt.

Höhere Regelgüte und geringerer Inbetriebnahmeaufwand der Ventile

Die neuentwickelte Digitalelektronik mit Mikroprozessor sollen eine einfache Optimierung der Reglerparameter bei einer gesteigerten Dynamik ermöglichen. Die Einheiten kombinieren eine hohe Ansprechempfindlichkeit und einen verbesserten Frequenzgang mit geringer Hysterese. Das führe zu einer höheren Regelgüte bei kürzeren Zykluszeiten. Rexroth kalibriert automatisch alle Ventile in der Fertigung und hinterlegt die individuellen Daten in der Elektronik. Das verringert den Inbetriebnahmeaufwand im Serienmaschinenbau. Bei Stromausfall oder Kabelbruch schaltet die Hauptstufe automatisch in eine Fail Safe-Stellung.

Durch den Wegfall von analogen Potentiometern sind die Ventile unempfindlicher gegenüber Vibrationen. Darüber hinaus steigt die zulässige Umgebungstemperatur von 50 auf 60 °C. Damit eignen sich die Ventile auch für den direkten Anbau an Hydraulikpumpen sowie den Einsatz in geschlossenen Bauräumen.

Bosch Rexroth auf der Hannover Messe 2017: Halle 23, Stand C19

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