IT-Sicherheit Honeynet-Projekt entdeckt potenzielle Angreifer

Redakteur: Florian Stocker

München. Mehr als 60.000 Zugriffe auf eine eigens eingerichtete, virtuelle Infrastruktur verzeichnete der TÜV-Süd in der achtmonatigen Laufzeit seines Honeynet-Projektes. Ein Honeynet kombinierte reale Hardware und Software mit einer simulierten Umgebung - in diesem Fall der eines kleineren Wasserwerks. Die Zugriffe erfolgten von Servern aus der ganzen Welt und teilweise unter verschleierten IP-Adressen. Mit dem Honeynet-Projekt konnte der TÜV demonstrieren, dass Infrastrukturen und Produktionsstätten gezielt ausgeforscht werden.

Firmen zum Thema

Einfallstor für Attacken: Selbst kleine Produktionsstätten sind laut TÜV-Studie gefährdet.
Einfallstor für Attacken: Selbst kleine Produktionsstätten sind laut TÜV-Studie gefährdet.
(Bild: Charles Rondeau/Public Domain Pictures)

Die Industrie 4.0 stellt Unternehmen vor die Herausforderung, ihre Sicherheitsvorkehrungen grundsätzlich zu überdenken. Digitalisierung und Vernetzung machen Infrastrukturen und Produktionsstätten anfälliger und schaffen neue Einfallstore für einen möglichen Missbrauch – von der Spionage bis zur Sabotage. Mit einem sogenannten High-Interaction-Honeynet hat der TÜV-Süd neue Erkenntnisse gewonnen, von denen Unternehmen aus unterschiedlichsten Branchen profitieren könnten.

(ID:43530269)