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Greifsystem

Hybrid-Greifsystem vereint das Beste aus zwei Antriebswelten

| Autor / Redakteur: Jan Vollmuth / Stéphane Itasse

Gemeinsam stark: Der Pleuelgreifer von Schunk kombiniert ein mechatronisches Drehmodul mit pneumatischen Universalgreifern.
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Gemeinsam stark: Der Pleuelgreifer von Schunk kombiniert ein mechatronisches Drehmodul mit pneumatischen Universalgreifern. ()

Alfing Montagetechnik reduziert mit dem mechatronischen Schunk Drehmodul ERM den Inbetriebnahme- und Wartungsaufwand einer Anlage zum automatisierten Pleuelhandling und gleichzeitig die Gefahr von Prozessstörungen durch Bedien- und Wartungsfehler deutlich.

Bei den Diskussionen rund um die Smart Factory und die Industrie 4.0 entsteht leicht der Eindruck, dass die Früchte der Mechatronisierung nur durch einen radikalen Umbruch, ja einen regelrechten Big Bang der Produktionsautomatisierung zu erlangen seien. Das Gegenteil ist der Fall: Immer mehr Konstrukteure erkennen die Potenziale mechatronischer Komponenten und wissen sie bereits heute effektiv zu nutzen.

Smartes Hybrid-Sondergreifsystem beseitigt Schwächen der Pneumatik

So beispielsweise die Firma Alfing Montagetechnik (AMT) aus Aalen. In einer verketteten Pleuel-Fertigungsanlage des Schwesterunternehmens Alfing Kessler Sondermaschinen (AKS) nutzt der Spezialist fürs automatisierte Pleuelhandling eine smarte Hybrid-Sondergreiferlösung von Schunk: Hier sind pneumatische Schunk-Universalgreifer PGN-Plus und das mechatronische Drehmodul ERM von Schunk so miteinander kombiniert, dass die Inbetriebnahme der Anlage vereinfacht und die Flexibilität bei der Prozessgestaltung erhöht wird.

Die eigentliche Anwendung hat AMT bereits vielfach erfolgreich umgesetzt: Geschliffene Pleuelrohlinge werden über einen Schiebetransport zugeführt, zur Bearbeitung der Schraubenlöcher vereinzelt und über ein Linienportal in ein Bearbeitungszentrum verbracht. In vergleichbaren Anlagen wurden bisher stets pneumatische Schwenkmodule genutzt, die die Greifeinheit in +90°, 0° und -90° positionieren können.

Diese Schwenkmodule erwiesen sich immer wieder als Schwachstelle: Da sich deren Mittelstellung zum Teil nicht einstellen ließ, war die Inbetriebnahme deutlich erschwert. Nur mit aufwändigen Zusatzmaßnahmen ließ sich die erforderliche Positionierung erzielen. Fehlende internationale Standards bei Druckluftsystemen verschärfen das Problem. „Die Genauigkeit der Pneumatik ist weltweit nicht gegeben“, erläutert Karl Feil, Montagemeister bei AKS. Insbesondere in Asien gebe es zum Teil erhebliche Schwankungsbreiten in den Druckluftsystemen, weshalb die Anlagen vor Ort erneut eingerichtet werden müssten und im laufenden Betrieb immer wieder Störungen aufträten.

Das Einrichten der Anlage wesentlich vereinfacht

„Das mechatronische Drehmodul von Schunk hat das Einrichten der Anlage wesentlich vereinfacht“, bestätigt der bei AMT für die Inbetriebnahme zuständige Norbert Faaß. „Ich bin völlig flexibel und kann den jeweils erforderlichen Schwenkwinkel präzise definieren.“ So ließen sich anlagenbedingte Toleranzen, die zum Teil bei ± 0,5° liegen, über das Drehmodul kompensieren. „Hinzu kommt, dass pneumatisch geschwenkte Systeme zum Schwingen neigen, so dass bisher bei jedem Zyklus Wartezeiten berücksichtigt werden mussten, bis die finale Position erreicht ist.“ Dieser Effekt trete beim ERM nicht auf, da die Zielposition auf Anhieb erreicht würde, wie Faaß weiter erläutert.

Ergänzendes zum Thema
 
Drehmodul mit integrierten Luftdurchführungen

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