Virtual Reality Im Innenleben des Aggregats

Autor / Redakteur: Birgit Hagelschuer / Stefanie Michel

Virtual-Reality-Anwendungen sind nicht nur für Videospiele geeignet, sondern bieten sich auch für die Industrie an. So werden schwierig darzustellende Prozesse und Anwendungsszenarien im virtuellen Raum realitätsgetreu greifbar. Ein Anwender nutzt das für die Präsentation seiner Feuerfestwerkstoffe in Schmelzaggregaten.

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Ein Konverter für Feuerfestanwendungen: Virtual Reality bietet eine optimale Möglichkeit, davon einen realitätsnahen Eindruck zu bekommen.
Ein Konverter für Feuerfestanwendungen: Virtual Reality bietet eine optimale Möglichkeit, davon einen realitätsnahen Eindruck zu bekommen.
(Bild: Cideon Software & Services)

Der Engineeringspezialist Cideon bietet Technologie-Know-how in Verbindung mit spezifischen Softwareapplikationen von Autodesk an, um komplexe Prozesse und erklärungsbedürftige Produkte aus der Industrie virtuell abzubilden. Dem Unternehmen RHI Magnesita konnten die VR-Experten der Niederlassung in Österreich nun eine individuelle Lösung aus einer Hand bieten: von der Modellierung des virtuellen Modells mit Autodesk 3ds Max über die Erstellung der VR-Applikation mithilfe von Unity3d bis hin zur Bereitstellung der notwendigen Hardware.

(Ein)Blick in die Hochtemperatur-Arbeitsumgebung

Ein virtueller Rundgang durch einen Konverter, der Schicht für Schicht den Aufbau, verwendete Materialen, die Arbeitsweise sowie die Reaktion der eingesetzten Produkte auf die extremen Umgebungstemperaturen maßstabsgetreu und bis ins kleinste Detail widerspiegelt, überzeugte RHI Magnesita von der VR-Lösung, die ihnen Cideon angeboten hat. Das Innenleben eines Aggregats mit seiner Funktions- und Arbeitsweise wird so virtuell dargestellt und für Interessenten greifbar. „In dem hoch spezialisierten Marktumfeld, in dem RHI Magnesita tätig ist, sind Innovationskraft und Technologieentwicklung für die Wettbewerbsfähigkeit von entscheidender Bedeutung“, berichtet Helmut Haider, Projektleiter und Team Manager Refractory Design bei RHI Magnesita. Das gilt für das Produktportfolio als solches, aber auch für die nutzerfreundliche Präsentation der Feuerfestprodukte. „Das VR-Know-how und die Lösung von Cideon passen perfekt in unsere strategische Säule, die Technologieführerschaft als der Top-Lösungsanbieter in der Feuerfestindustrie basierend auf innovativen Technologien und Digitalisierung weiter auszubauen.Gemäß unserer Mission ‚Taking innovation to 1200 °C and beyond‘ erhalten unsere Interessenten nun einen realitätsgetreuen Einblick in die Funktionsweise der in die Arbeitsumgebung eingebetteten Funktionalprodukte“, äußert sich Haider voller Überzeugung.

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Interview mit Dr. Schrenk: Nachhaltigen Kundennutzen auf Basis von Virtual Reality generieren

Dr. Harald Schrenk erklärt im Interview, was die Voraussetzungen für eine VR-Anwendung sind und wie sie sich realisieren lässt.
Dr. Harald Schrenk erklärt im Interview, was die Voraussetzungen für eine VR-Anwendung sind und wie sie sich realisieren lässt.
( Bild: Cideon Software & Services )

Bei welchen Aufgaben lohnt es sich, Möglichkeiten wie VR oder AR einzusetzen?

Im Zeitalter der Digitalisierung wird VR/AR ein immer wichtigerer Bestandteil unserer Gesellschaft. Daher ist das schier uneingeschränkte Einsatzgebiet noch nicht genau zu definieren. Die Kreativität und der Forschergeist unserer Kunden sind immer wieder beeindruckend. Mittlerweile würde ich behaupten, dass jedes Unternehmen diese Technologien gewinnbringend einsetzen kann – vor allem in den Segmenten Mitarbeitergewinnung, Schulungen oder einfach im klassischen Verkauf.

Welche Voraussetzungen muss der Kunde liefern, um eine VR-Anwendung umzusetzen?

Vor allem muss ein Unternehmen bereit sein, die existierenden und noch kommenden Herausforderungen aktiv anzunehmen. Mut zu innovativen Prozessen und eine gute Portion Kreativität sind notwendig, damit neue Technologien wie VR einen nachhaltigen Kundennutzen generieren. Für die Generierung einer VR-Szene benötigen wir native 3D-CAD-Modelle – dabei spielen das CAD-System selbst oder die Schnittstellen keine Rolle mehr.

Wie unterstützt Cideon den Kunden konkret bei der Umsetzung?

Wir, die österreichische Niederlassung von Cideon mit Sitz in Linz, haben bereits seit Jahren Know-how im Bereich VR aufgebaut. Klassisch werden wir bereits sehr früh von unseren Kunden hinzugezogen; schon bei den ersten Gesprächen und Gedanken sind wir dabei. Wir beraten über kundenspezifische Einsatzgebiete, wir erstellen anhand der erarbeiteten Informationen ein Storyboard und erstellen daraus agil eine VR-Szene. Wir sind natürlich auch behilflich beim Erarbeiten eines skalierbaren Geschäftsmodelles oder unterstützen die Kunden beim Aufbau einer eigenen VR-Abteilung.

Wie lange hat das Projekt bei RHI Magnesita gedauert?

Vom Erstgespräch über das Vorhaben bis zur Übergabe und Schulung der RHI Magnesita Mitarbeiter dauerte das Projekt für zwei Mitarbeiter rund zwei Monate.

Für welche Zwecke setzt RHI Magnesita die VR-Lösung jetzt ein?

Der ursprüngliche Gedanke kam von der HR- Abteilung. Man wollte sich auf Messen als innovatives Unternehmen präsentieren, um leichter neue Mitarbeiter zu akquirieren. Bei der Übergabe durch uns und aufgrund der Präsentation durch die Marketingleiterin wurde fast aus allen Bereichen des Unternehmens ein fundierter Bedarf angemeldet. Aktuell arbeiten wir an einer RHI-Magnesita-Produktionsstätte zu Marketingzwecken. Auch im Presales wird das VR-Modell angewendet.

Komplexe Prozesse im virtuellen Raum abbilden

Das Management war ebenfalls hochzufrieden, sodass die Lösung erstmalig auf einer Messe zum Einsatz kam. Inzwischen hat RHI Magnesita bereits grünes Licht für weitere VR-Applikationen von Cideon gegeben.

Als Virtual Reality wird die per Computer generierte Darstellung und gleichzeitige Wahrnehmung der Wirklichkeit in Echtzeit, inklusive ihrer physikalischen Eigenschaften, in einer interaktiven virtuellen Umgebung bezeichnet. Cideon bietet in diesem Sektor auf Basis spezifischer Softwareapplikationen wie Autodesk 3ds Max umfassendes Know-how, um komplexe Prozesse und erklärungsbedürftige Produkte im virtuellen Raum abzubilden. MM

* Birgit Hagelschuer ist verantwortlich für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit bei Cideon und Eplan Software & Service in 40789 Monheim am Rhein

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